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Montag, 16. September 2019
   
 

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Auf Schritt und Tritt

Was Füße über die Gesundheit verraten

Leichtfüßig durch den Sommer! Insbesondere in der heißen Jahreszeit werden unsere Füße in offenen Schuhen oder im Freibad zum wahren Blickfang. Jedoch nicht in allen Fällen zu einem ästhetischen.

Dabei sind geschwollene Füße, Nagelpilz und Co. nicht nur unansehnlich, sondern können unbehandelt auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Wie erkennt man die Symptome kranker Füße und was kann man dagegen machen? Der Experte für Fußgesundheit und -pflege Shinji Takagi von Baby Foot gibt einige Tipps rund um den gesunden Fuß. 

Müdigkeits- und Schweregefühl: Geschwollene Füße

Geschwollene Füße plagen viele vor allem in der schwülen Sommerzeit. Die Ursachen für Wassereinlagerungen in Beinen und Füßen, sogenannte physiologische Ödeme, sind von ganz unterschiedlicher Natur. In den meisten Fällen ist jedoch das Venen- bzw. lymphatische System die Ursache. Dabei tritt Flüssigkeit aus den Blut- oder Lymphgefäßen in das umliegende Gewebe aus. Zum Teil wird dies durch innere Erkrankungen, wie Herzmuskelschwäche, Nieren- und Lebererkrankungen oder eine Schilddrüsenunterfunktion verursacht. Oft sind geschwollene Füße allerdings nicht schmerzhaft oder gar gefährlich, sondern werden von den Betroffenen eher als unangenehm spannend und von einem Schweregefühl begleitet beschrieben. Neben den medizinischen Maßnahmen wie Kompressionstherapien und Lymphdrainagen ist hier bereits mit ein paar einfachen Mitteln Abhilfe geboten. Durch regelmäßigen Sport, Barfußlaufen und kühle Wickel schwellen die Füße ab. Spontane Frischekicks und das Hochlegen der Beine machen das Laufen wieder angenehm.
 
Instabil und schmerzend: Hallux valgus, Spreizfuß und Co.

Bereits nach einer kurzen Wanderung leiden Menschen mit Hallux valgus oder Spreizfüßen unter Schmerzen. Die Wahl zwischen Operation oder alternativen Behandlungsmethoden fällt hier oft schwer. Der Spreizfuß gehört zu den häufigsten Fußfehlstellungen. Ursachen für diese Diagnose sind Übergewicht, falsches Schuhwerk oder Bindegewebsschwäche. Wird der Spreizfuß über Jahre nicht behandelt, entwickelt er sich zu einem Hallux valgus, auch Ballenzeh genannt. Diese Deformität des Fußes, verursacht durch eine Fehlstellung der Mittelfußknochen, wird schnell schmerzhaft und wirkt sich zudem negativ auf die Statik des Körpers aus. Es gibt aber Therapien, die Erleichterung verschaffen: Neben Einlagen für Schuhe lindern diverse Muskelübungen die Druckschmerzen. Fußmassagen und Training der Zehenmuskulatur können hier bereits Wunder wirken. Mit Hilfe eines Orthopäden werden die Schmerzpunkte ermittelt und daraufhin das passende Schuhwerk gefunden. Zudem sollte unbedingt darauf geachtet werden, sich regelmäßig von der Fußbekleidung zu befreien und zumindest in Wohnung und Garten Barfuß zu laufen.
 
Unliebsamer Begleiter: Fuß- und Nagelpilz

Jeder Fünfte in Deutschland leidet an Fuß- oder Nagelpilz. Während Fußpilz sich deutlich durch Juckreiz, Rötungen, schuppende Haut oder kleine Bläschen bemerkbar macht, sind die Nagelpilz-Symptome vorerst schwer zu erkennen, denn der Pilz verursacht lange keinerlei Beschwerden. Versteckt in dicken Socken überwintert er mit Vorliebe. Spätestens im Sommer wird dann eine Behandlung unumgänglich. Betroffene Nägel wirken glanzlos und stumpf, haben gelbliche Flecken und verdicken oder bekommen eine poröse Struktur. Die Pilze verbreiten sich durch Risse an der Haut und den Nagelrändern oder ein bereits geschwächtes Immunsystem. Hier empfiehlt es sich, die Füße mit Feuchtigkeitscremes zu pflegen und die Hornhaut vorsichtig zu peelen, um Schrunden vorzubeugen - denn diese sind ideale Eingangspforten für Pilze. Insbesondere in der Sommerzeit lauern viele Gefahren, die zu einer Infektion führen können. Im Schwimmbad sollte man die Füße nach dem Baden gut abtrocknen. Hier gilt ganz klar: Lieber Vorschicht, als Nachsicht.
 
Kleine Quälgeister: Hühneraugen und Blasen

Hühneraugen und Blasen entwickeln sich als Resultat von Hornhautverdickung und Reibung. Meist ist es die trockene Haut, ein feucht-warmes Klima oder zu eng oder falsch sitzende Schuhe, die die Entstehung der Störefriede verursachen. Zudem können lange, ungewohnte Belastungen, wie Wandern oder andere sportliche Betätigungen, Blasen sowie Hühneraugen nach sich ziehen. Um diese unangenehmen Veränderungen am Fuß vorzubeugen, ist es wichtig korrekt sitzende Schuhe zu tragen. Zudem lohnt es sich darauf zu achten, die Füße trocken zu halten und bei Druckstellen mit Tape oder Pflaster vorbeugend abzukleben. Für langanhaltende zarte Haut sollten die Füße des Öfteren in einem Bad aufgeweicht, sanft gepeelt sowie mit natürlichen Cremes gepflegt werden. 

Shinji Takagi, International Manager von Baby Foot: "Egal, wo auf der Welt: Füße tragen uns - im wahrsten Sinne des Wortes - durch unser ganzes Leben", erklärt er. "Umso wichtiger ist es, dass wir uns bewusst um sie kümmern." Samtweiche Füße bedeuten für Shinji mehr als nur gepflegte Haut. "Baby Foot ist nicht nur Urlaub für die Füße, sondern auch für die Seele. Freiheit, Leichtigkeit, Lebensfreude - all das wollen wir vermitteln."

Foto: Erik Odiin/ Unsplash

 


Veröffentlicht am: 17.08.2019

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