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Mittwoch, 17. Oktober 2018
   
 

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Starke Frauen

... die sich den Konventionen widersetzten



Zahlreiche starke Frauen aus der Vergangenheit haben sich den Konventionen widersetzt, mit ihren Talenten ihren Beitrag zur Gesellschaft geleistet und Geschichte geschrieben.

Mit Hilfe ihrer Errungenschaften haben sie den Weg der modernen Frau in der Gesellschaft geebnet sowie Wissenschaft und Kunst gefördert. Werfen wir einen Blick in das Leben von drei inspirierenden Frauen, von denen wir mit Sicherheit noch das eine oder andere lernen können.

Laura Bassi -  Eine Pionierin in der akademischen Welt

Eine der interessanten weiblichen Figuren der Geschichte ist die Italienerin Laura Bassi. Sie war die erste Universitätsprofessorin Europas mit einer Spezialisierung in den Fachrichtungen Philosophie und Physik. Doch ihr Weg zum Erfolg sollte sich schwierig gestalten, denn im 18. Jahrhundert war eine Frau in einem Universitätsgebäude eine wirkliche Seltenheit. Bereits in jungen Jahren wurde ihr Interesse für Wissenschaften von ihrer Familie privat gefördert. Die Einführung in intellektuelle Kreise und ihre Dominanz in Disputationen brachten ihr schnell den Doktortitel und kurz darauf die Habilitation. Die Reaktionen auf die junge Frau waren unterschiedlich. Während die einen sie wegen ihrer Arbeit hochrespektierten, kritisierten andere sie aufgrund ihres Geschlechts. Doch Bassi ignorierte die Außenwelt und widmete sich gänzlich ihrer Karriere, obwohl ihr einige Steine in den Weg gelegt wurden.

So durfte sie in der Universität Bologna nur eine begrenzte Zeit Vorlesungen halten. Auch bei der Partnerauswahl spielte ihr Beruf eine wichtige Rolle. Sie entschied sich für Giuseppe Veratti, der selbst Wissenschaftler war und sie zeitlebens unterstützte. Neben ihrem Erfolg als Akademikerin, war ihr damaliger Einfluss in intellektuellen Kreisen Europas unübersehbar. Bekannte Namen wie Voltaire oder der Papst Benedikt XIV hatten einen regen Briefwechsel mit der Professorin. Sie starb 1778 im Alter von 67 Jahren und ging in die Geschichte als eine der bemerkenswertesten Frauen Europas ein.

Jane Austen  - ihr Erfolg war vorprogrammiert

Wenige Jahre vor dem Tod Bassis kam in England die renommierte Schriftstellerin Jane Austen auf die Welt. Auch wenn sie einer armen Familie entstammte, genoss sie aufgrund ihres Standes als Landadel eine ausführliche Bildung. Ihre ersten Gehversuche in der Literatur begann sie bereits früh. Schreiben war für eine Frau der damalige Zeit eine ungewöhnliche Aktivität. Lange Zeit konnten die Werke von Jane Austen nicht publiziert werden, da Herausgeber Frauen selten unterstützten. Erst mit Hilfe ihres Bruders und anonym konnte die talentierte Autorin ihre Romane der Öffentlichkeit präsentieren.

Ihr Erfolg war vorprogrammiert. Sie produzierte Geschichten, die den Adel Englands um die Wende des 19. Jahrhunderts darstellte. Dabei nutzte sie aristokratische Alltagssituationen, unter anderem auch häufig Kartenspiele, um Charakter- und Persönlichkeitsmerkmale der Protagonisten sowie gesellschaftliche Konventionen zu beschreiben, was in intellektuellen und kritischen Kreisen Anklang fand. Nicht nur beruflich, aber auch privat widersetzte sich Austen den Normen der Gesellschaft. Trotz einiger Angebote und ihrer schwierigen finanziellen Lage weigerte sie sich ein Leben lang zu heiraten, weil sie fest an die Liebesheirat glaubte. Dass Frauen aus gesellschaftlichem und finanziellem Zwang eine Ehe eingehen mussten, war für sie inakzeptabel. Jane Austen starb 1817 in Winchester und hinterließ zahlreiche Werke, die heute weltweit zu den Klassikern der englischen Literatur zählen.

Marie Curie - Die erste Nobelpreisträgerin der Geschichte

Fünfzig Jahre nach dem Tod Austens erblickte die spätere Nobelpreisträgerin Marie Curie in Polen das Licht der Welt. In der Zwischenzeit hatte man bezüglich Frauenrechte in der höheren Bildung kaum Fortschritte gemacht. Immer noch erlaubten nur wenige Universitäten Frauen den Zugang zum Studium. Deshalb konnte die junge Frau nach der Absolvierung des Abiturs mit Bestnoten ihre Bildung in Polen nicht fortführen. Mit der Unterstützung ihrer Familie begann sie 1891 ein Studium der Mathematik und Physik  an der Universität Sorbonne in Frankreich, wo sie akribisch an ihrer Karriere in den Naturwissenschaften arbeitete.

Auch privat veränderte sich ihr Leben. Sie heiratete den Physiker Pierre Curie. 1903 gewann sie dann mit ihrem Ehemann den Nobelpreis für Physik. Dem folgte 1911 der Nobelpreis für Chemie. Trotz Schicksalsschlägen, wie dem Tod ihres Ehemanns, gesundheitlichen Problemen sowie Anstrengungen sich in einer männerdominierten Welt durchzusetzen, hielt Marie Curie leidenschaftlich an ihrer Berufung fest. Heute zählt sie zu den einflussreichsten Namen der wissenschaftlichen Welt. Ihre bewährten Forschungen im Gebiet der Radioaktivität griffen jedoch ihre Gesundheit an und riefen 1934 ihren Tod herbei.

Geboren in unterschiedlichen Zeiten und Orten, haben doch alle drei Frauen eines gemeinsam: Sie trotzten den gesellschaftlichen Konventionen und hielten leidenschaftlich an ihren beruflichen Interessen fest, wodurch sie sich erfolgreich einen Namen in der Gesellschaft aufbauten. Obwohl sich die Zeiten sehr geändert haben, kann ihr Glaube an die eigenen Fähigkeiten eine wahre Inspiration für uns sein.

 


Veröffentlicht am: 23.07.2018

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