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Donnerstag, 15. November 2018
   
 

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Brillenträgerin 2016: Andrea Ballschuh

... ausgezeichnet vom Kuratorium Gutes Sehen

(KGS). „Mit Brille sehen Sie noch umwerfender aus!“ – Solche Fanpost bekommt TV-Moderatorin Andrea Ballschuh oft. Das Kuratorium Gutes Sehen e. V. (KGS) würdigte heute in Köln ihren selbstbewussten und stilsicheren Umgang mit Brille und kürte die Sympathieträgerin zur Brillenträgerin des Jahres 2016. Gerade bei prominenten Fernseh-Frauen ist „Brilletragen“ immer noch keine Selbstverständlichkeit. Für Andrea Ballschuh schon: „Man verliert mit Brille nicht das Gesicht, sondern das Gesicht gewinnt etwas ganz Besonderes dazu.“

Warum Andrea Ballschuh?


Die Auszeichnung „Brillenträger/in des Jahres“ wurde heute zum 14. Mal vergeben. Nach einer Reihe männlicher Gewinner – darunter Joko Winterscheidt, Thomas D und Jürgen Klopp – geht der Titel diesmal an eine brillenbegeisterte Frau. Das KGS ehrt Andrea Ballschuh für ihre Vorbildfunktion in Punkto „Brilletragen“. Geboren 1972 spricht sie mit ihrer sympathischen Art die richtige Zielgruppe an: Laut Allensbach-Studie ist in der Altersgruppe 40 plus, in der sich das Sehen schleichend verändert, die Beteiligung an Sehtests nach wie vor unbefriedigend. Gaben 2008 noch 53 Prozent an, in den letzten drei Jahren einen Test gemacht zu haben, sind es aktuell nur noch 43 Prozent.
 
Brillen machen glücklich

... findet Andrea Ballschuh heute. Doch das war nicht immer so: Mit 14 Jahren bekam sie ihre erste Sehhilfe – trotzdem trägt sie erst seit zwei Jahren konstant Brille. „Ich war fest davon überzeugt, eine Frau mit Brille sei weniger attraktiv als ohne.“ Erst durch die Empfehlung eines Augenoptikers fand sie eine perfekte Fassung, die mit ihrem Gesicht verschmolz. „Ich begann zu strahlen, weil ich mich zum ersten Mal mit Gläsern wirklich schön fand.“ Inzwischen hat Andrea Ballschuh 30 Modelle in allen möglichen Farben und ist davon überzeugt, dass „Menschen durch eine Brille sogar noch attraktiver werden können“.
 
Sympathisch professionell

Ihre Fernsehkarriere begann die gebürtige Dresdnerin schon mit elf Jahren beim DDR-Kinderfernsehen. Darauf folgten Moderationen von zahlreichen TV- und Radiosendungen sowie Gastauftritte als Schauspielerin. Heute ist Andrea Ballschuh ein gesetztes ZDF-Gesicht: Sie moderiert das Servicemagazin „Volle Kanne“, das Boulevardmagazin „Hallo Deutschland“, das Wertemagazin „sonntags – TV fürs Leben“ und mehrere Sonderformate. Sie ist eine erfolgreiche Quizmasterin beim MDR und sendet ihren Zuhören als Radio-Paradiso-Sprecherin seit 16 Jahren „Gedanken zum Auftanken“. Mit ihrer sympathischen Art hat Andrea Ballschuh eine große Fangemeinde – darunter auch zahlreiche Brillenträger/innen.

Nach der Feier stellte sich Andrea Ballschuh unseren Fragen.

Seit wann sind Sie Brillenträgerin? Wissen Sie noch, wie Ihr erstes Modell aussah?
Andrea Ballschuh:
Seit ich 14 bin brauche ich eine Brille. Aber weil ich immer glaubte, das würde mich hässlich machen, habe ich sie kaum getragen, nur im Schulunterricht. Ich hatte mir damals ein randloses Modell anfertigen lassen, bei dem die Bügel unten sehr tief am Glas ansetzten. Das war Ende der 80er modern – für ältere Frauen! Erst 30 Jahre später habe ich durch die gute Beratung eines Augenoptikers die Form und Größe gefunden, die perfekt zu mir passt. Seit zwei Jahren trage ich deshalb NUR noch Brille, nicht nur privat, auch im Fernsehen. Davor trug ich meistens Kontaktlinsen, weil ich keine Fassung hatte, die optimal zu mir passte.

Werden Sie manchmal auf Ihre Brillen angesprochen? Und was hören Sie da?
Andrea Ballschuh:
Ich bin selbst erstaunt, wie unglaublich groß das Zuschauerfeedback ist. Denn bisher gibt es ja leider kaum Frauen im Fernsehen mit Brille. Im Alltag hingegen scheint jede Dritte eine zu tragen. Es sind vor allem Frauen, die mir schreiben, wie toll sie mich mit Brille finden. Dass sie froh sind, endlich auch mal im Fernsehen eine Frau mit Gläsern zu sehen und viele fragen mich nach meinen Modellen. Als ich neulich mal ohne vor die Kamera ging, kamen sofort Reaktionen: Warum ich denn keine Brille mehr tragen würde. Es gibt Männer, die würden mich lieber mit einem randlosen Modell sehen – Was für mich gar nicht in Frage kommt. Und einige glauben, Brilletragen ist für mich nur eine Modeerscheinung. Nein, ich sehe sonst nichts! Und erstaunlicherweise habe ich durch Brille einen höheren Wiedererkennungswert. Ich werde viel häufiger in der Öffentlichkeit erkannt und angesprochen.

Wann sind Sie zum ersten Mal mit Brille im Fernsehen aufgetreten? Wie kam es zu dieser Entscheidung? Und was für ein Gefühl war das für Sie sich den Zuschauern jetzt so zu zeigen?
Andrea Ballschuh:
Ich bin vor circa fünf Jahren erstmals mit Brille im Fernsehen aufgetreten, weil meine Augen zu empfindlich waren für die Kontaktlinsen. Damals trug ich ein Modell, von dem ich heute weiß, dass es für mein Gesicht zu klein war. Ich hatte große Hemmungen, mich damit einer breiten Masse zu zeigen, weil ich annahm, ich sei damit weniger attraktiv. Es gab auch prompt erste Reaktionen: Ich solle besser ohne Brille moderieren. Das hatte mich getroffen. Zwei Jahre später trat ich mit einer anderen Fassung im Fernsehen auf, von der ich heute weiß, dass sie zu kantig war – eigentlich ein Männermodell: Wieder negative Reaktionen. Ich probierte es mit einer weiteren Brille, aber da dachte selbst ich, als ich mich hinterher sah: „Ohne Brille siehst Du besser aus“. Ich hatte ein Brillentrauma. Ich war fest davon überzeugt, eine Frau mit Brille sei weniger attraktiv als ohne.

Die Wende brachte die Empfehlung eines wirklich guten Augenoptikers. Er schaut sich die Proportionen meines Gesichtes genau an. Die erste Brille, die er mir reichte, wollte ich erst ablehnen: „Zu groß und zu rund“. Er meinte, die Form sei perfekt für mein Gesicht. Widerwillig setzte ich sie auf und bekam den Mund nicht wieder zu. Die Brille verschmolz mit meinem Gesicht. Ich begann zu strahlen, weil ich mich zum ersten Mal wirklich schön fand mit Brille. Von allein hätte ich niemals dieses Modell ausgesucht. Es war der Beginn einer großen Liebe.

Und plötzlich trat ich mit einem ganz anderen Gefühl vor die Kamera. Mit Stolz und Überzeugung. Und die vielen positiven Reaktionen, bestätigten mein Gefühl. Ich hatte meine Brille gefunden. Seit zwei Jahren bekomme ich kontinuierlich fast jede Woche Mails von Zuschauern, die meine Brille loben. Frauen sprechen mich an, wo ich meine schönen Fassungen her hätte. Ich habe Fotos von Zuschauerinnen bekommen, die sich bei mir bedankt haben. Meinetwegen hätten sie sich getraut nun auch Gläser zu tragen. Das hat mich tief berührt.


Sie haben, wie zu lesen ist, einen Brillenfaible. Zwischen wie vielen Brillen können sie morgens wählen?
Andrea Ballschuh:
Im Laufe der letzten zwei Jahre haben sich 30 Brillen angesammelt. Es gibt etwa zehn Modelle, die ich besonders häufig trage. Die andere Hälfte nur ab und zu. Zwei bis drei Fehlkäufe sind dabei. Ich habe die Macke, dass das Brillendesign immer zum Outfit passen muss. Deshalb habe ich auch so viele Brillen in den unterschiedlichsten Farben.

Was muss eine Brille haben oder bei Ihnen auslösen, damit Sie sagen: die will ich haben?
Andrea Ballschuh:
Sie muss ein besonderes Detail haben. Es darf keine Allerweltsbrille sein. Entweder muss die Brille eine besondere Farbe oder Farbkombination haben oder eine spezielle Form. Meistens sprechen mich rundere Designs an. Und dann muss die Brille mit meinem Gesicht verschmelzen, eine Einheit bilden. Ich würde kein Gestell kaufen, das ein sichtbares Label am Bügel hat.

Situationen in denen man unbedingt scharf sehen muss, aber die Brille liegt zu Hause… Haben Sie so etwas auch schon mal erlebt? Wie haben Sie die Situation gemeistert?
Andrea Ballschuh:
Das kann mir nicht passieren, weil ich schon beim Rausgehen aus dem Haus nicht erkennen kann, wer auf der Straße läuft und somit wieder zurück gehen und die Brille holen würde. Da ich mich inzwischen aber ohne Gläser sogar nackt fühle und unvollständig, kommt es auch nicht vor, dass ich sie zuhause liegen lasse. Das wäre so, als würde ich ohne Schuhe aus dem Haus gehen.

Was sagt Ihre Tochter zu Ihren Brillen?
Andrea Ballschuh:
Erst letzte Woche sagte sie zu mir: „Mama, ich finde Dich mit Brille schöner.“ Das hat mich so unglaublich gefreut. Für sie ist meine Brille also auch kein Fremdkörper. Brille gehört zu Mami inzwischen einfach dazu.

Kleidungsstil und Brillenmodell harmonieren bei Ihnen immer perfekt. Wie machen Sie das? Und haben Sie immer eine Zweitbrille dabei?
Andrea Ballschuh:
Ich werde richtig unruhig, wenn meine Brille nicht zu meiner Kleidung passt. Aber inzwischen habe ich dieses Problem kaum noch. Denn unter meinen 30 Brillen findet sich fast immer eine, die farblich zum Outfit passt. Wenn ich „Volle Kanne“ moderiere trage ich jeden Tag eine anderes Modell. Auf Reisen habe ich meisten sechs bis acht Brillen dabei. Ich kann inzwischen gar nicht mehr nur noch mit einer einzigen Fassung verreisen. Brille ist für mich nicht nur ein Hilfsmittel zum Sehen, sondern zeitgleich auch ein Schmuckstück.

Was geben Sie Menschen, die eine Brille tragen müssen, aber partout keine Lust dazu haben, mit auf dem Weg?
Andrea Ballschuh:
Bitte, bitte, bitte geht zu einem wirklich guten Augenoptiker, der Brillen nicht einfach nur verkaufen will, sondern der sich Zeit nimmt für eine Beratung. Einer, der die individuellen Proportionen berücksichtigt. Immer wieder bekomme ich zu hören: „Ich habe aber kein Brillengesicht.“ Es gibt für jedes Gesicht die passende Form, man muss nur gut beraten werden. Niemals würde ich eine Brille im Internet kaufen. Und ich gehe auch nicht zu den großen Ketten.

Und denkt dran: Frauen können auch mit Brille attraktiv sein. Inzwischen bekomme ich sogar mehr Komplimente für mein Aussehen als vorher. Vielleicht auch, weil ich mit Gläsern noch besonderer bin. Aber vor allem, weil meine Brille zu meinem Gesicht passt. Und warum sollen sich Menschen mit Kontaktlinsen quälen, wenn sie mit einer Brille sogar sexy aussehen können? Menschen mit coolen Fassungen, die zum Gesicht und zum Typ passen, sind oft sogar eher ein Hingucker als Menschen ohne Brille


Bild: KGS / Peter Boettcher

 


Veröffentlicht am: 24.06.2016

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