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Sonntag, 18. August 2019
   
 

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Alkohol-Interlocks, Weiterentwicklung von Abbiegeassistenten, Fahreignungsseminar

DVR begrüßt Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) begrüßt die Forderung nach Einführung von Alkohol-Interlock-Geräten in Kombination mit einer psychologischen Begleitung sowie einen entsprechenden Modellversuch dazu.

Zahlreiche Alkoholunfälle könnten so verhindert und Menschenleben gerettet werden, sagt DVR-Sprecherin Julia Fohmann. Positiv für die Verkehrssicherheit seien zudem die Empfehlungen zu Abbiege- und Notbremsassistenten sowie die Weiterentwicklung des Fahreignungsseminars.

Alkohol-Interlock-Programme erhöhen die Verkehrssicherheit


„Positiv an einem Modellversuch ist: Man kann testen, ob eine Alkohol-Wegfahrsperre in Kombination mit einer psychologischen Begleitung das Fahrverhalten Alkoholauffälliger nachhaltig ändert", sagt Fohmann. Mithilfe des Programms sollen sie verinnerlichen, dass Alkohol und Autofahren nicht zusammenpassen", erklärt die Sprecherin. Laut der Empfehlungen des VGT könnte das Programm z.B. eine Alternative zum Fahrverbot oder dem vorläufigen Entziehen der Fahrerlaubnis darstellen. „Anders als das Fahrverbot oder der Entzug der Fahrerlaubnis, hat das Programm einen erzieherischen Effekt. Das finden wir gut".

Weniger Abbiegeunfälle durch bessere Technik und getrennte Grünphasen


Auch die Empfehlungen zu Lkw- und Busunfällen sieht der DVR positiv. „Es ist notwendig, dass die Bundesregierung weiterhin Druck in den internationalen Gremien macht. Notbremsassistenten und Abbiegeassistenten müssen technisch auf dem neuesten Stand sein", sagt Fohmann. Wenn Fahrzeuge, dank Notbremsassistent, vorm Stauende zum Stehen kämen und alle Lkw und Busse mit Abbiegeassistenten ausgerüstet seien, die über eine Bremsfunktion verfügten, würde sich das in den Unfallzahlen deutlich bemerkbar machen. Sinnvoll sei auch die Empfehlung an die Kommunen, jeweils eigene Grünphasen für abbiegende Kraftfahrzeuge und Radfahrer bzw. Fußgänger einzurichten. „Wenn die Empfehlungen umgesetzt würden, brächte uns das einen großen Schritt weiter", so die Sprecherin.

Fahreignungsseminar soll bestehen bleiben

Das pädagogisch und psychologisch wichtige Fahreignungsseminar (FES) soll bestehen bleiben. Zu dieser Empfehlung kam der Arbeitskreis I des VGT, der sich mit der Punkterefom von 2014 beschäftigte. Auch diese Empfehlung sei positiv für die Verkehrssicherheit, so Fohmann. „Der DVR begrüßt auch den Vorschlag, das FES stärker mit Punkterabatten zu verbinden oder es bei höherer Punktezahl verpflichtend einzuführen. Wir hoffen, dass mehr Menschen daran teilnehmen und der Effekt des Seminars nachhaltig ist".

 


Veröffentlicht am: 27.01.2019

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