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Samstag, 17. November 2018
   
 

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Weibliche Mitte im Gleichgewicht

Unzufriedenheit mit der Intimzone bei Frauen häufig noch Tabuthema


Jede Frau hat es schon einmal erlebt: Etwas am eigenen Körper stört, sei es die Nase, die Brust oder unliebsame Fettpölsterchen. Beautyeingriffe und ihre Gründe sind längst keine Tabuthemen mehr. Doch ein Körperbereich fällt bei Frauen immer noch darunter – der Intimbereich.

„Frauen sprechen nach wie vor selten darüber, wenn sie mit der eigenen Intimzone nicht glücklich sind und sogar Schmerzen haben. Eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Intimchirurgie und Genitalästhetik aus dem Jahr 2014 hat jedoch ergeben, dass rund 40 Prozent unzufrieden sind“, weiß Dr. med. Klaus G. Niermann, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Leiter der Fontana Klinik in Mainz.

In der Körpermitte aus der Balance gekommen


Das Aussehen der weiblichen Intimzone unterscheidet sich von Frau zu Frau. Gründe für ungewöhnliche Form oder Größe sind hormonelle Schwankungen, Gewebsschwächen, Genetik, aber auch Alter oder Veränderungen durch Geburten. Je nach Ursache und Intensität des Problems leiden betroffene Frauen sowohl physisch als auch psychisch und schränken Aktivitäten wie Sport, aber auch das Sexualleben ein oder vermeiden enge Kleidung. Das eigene Wohlbefinden und weibliche Lustempfinden gerät aus der Balance und kann zu einer sexuellen Dysfunktion führen. Um das Gleichgewicht in der weiblichen Körpermitte wieder herzustellen, bewirkt ein chirurgischer Eingriff viel.

Kein Grund sich zu schämen

Sehr unterschiedlich sehen zum Beispiel die Schamlippen aus. So können die äußeren Schamlippen, auch Labien genannt, besonders klein, groß oder asymmetrisch sein. Gleiches gilt für die inneren Labien. „Wenn beispielsweise die sehr sensiblen inneren Schamlippen unter den äußeren hervorragen und durch Kleidung oder Sport starker Reibung ausgesetzt sind, können Schmerzen entstehen. Dann kommt es zu Entzündungen und mitunter zu Verletzungen“, bemerkt Dr. Niermann. Zur Verkleinerung entfernt der Facharzt überschüssiges Hautgewebe. In manchen Fällen erfolgt eine Durchtrennung des Haltebändchens der Klitoris, um sie weiter Richtung Vagina zu verlagern, sie optisch zu verdecken und gleichzeitig die Stimulationsfähigkeit zu verbessern.

Bei einer Vergrößerung der Labien arbeitet der Arzt mit einer Unterspritzung mit Eigenfett, Hyaluronsäure oder Kollagen. Auch die Vergrößerung des G-Punktes ist mithilfe des körpereigenen Wirkstoffes Hyaluronsäure möglich, um das Lustempfinden zu steigern. In manchen Fällen wünschen Patientinnen auch eine Wiederherstellung des Jungfernhäutchens, fachsprachlich Hymenrekonstruktion. Diese nimmt Dr. Niermann in einem kleinen ambulanten Eingriff vor und arbeitet dabei mit selbstauflösenden Fäden, wodurch klinikbezogene Nachsorgetermine entfallen.

Wenn das Gefühl verlorengeht


Insbesondere Geburten führen mitunter zu einer Vergrößerung der Vagina. Betroffene Frauen leiden in diesem Fall weniger unter Schmerzen beim Liebesleben, vielmehr sind hier die Reizstimulierung und das Lustempfinden sehr schwach. „Viele Patientinnen, die mich wegen einer Vaginalverengung aufsuchen, berichten, dass ihr Sexualleben nach einer Geburt nicht mehr so ist wie vorher. Der Beweggrund für einen Eingriff ist hier komplett gerechtfertigt und nachvollziehbar, denn eine glückliche Mutter soll sich auch in ihrer Weiblichkeit attraktiv fühlen dürfen“, sagt Dr. Niermann. Bei einer Verengung der Vulva strafft und entfernt er überschüssige Schleimhaut oder nimmt eine Unterspritzung mit Eigenfett vor.

Geformte Venus

Eine Korrektur des Schamhügels ist im Normalfall rein ästhetischer Natur. „Grund für eine starke Wölbung des Venushügels sind Fehlverteilungen des Unterhautfettgewebes, die Hormone oder Alter noch weiter begünstigen. Sport, Diäten oder gezieltes Training haben hier wenig Einfluss“, verdeutlicht Dr. Niermann. Je nach Patientin reicht eine Fettabsaugung unter lokaler Betäubung. Besteht ein Hautüberschuss, entfernt der Facharzt diesen im gleichen Eingriff, wobei er die kleine Narbe fast unsichtbar im Bereich der Schambehaarung anlegt. „In der Regel nehmen wir alle Eingriffe im Intimbereich ambulant unter örtlicher Betäubung vor. Auf Wunsch der Patientin bieten wir aber selbstverständlich auch Sedierung, also Dämmerschlaf, und Vollnarkose an“, sagt Dr. Niermann abschließend.

Weitere Informationen unter
www.fontana-klinik.de

 


Veröffentlicht am: 27.10.2015

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