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Donnerstag, 13. Dezember 2018
   
 

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Sabbatjahr als Freelancer

... geht das?

Selbstständige sind normalerweise darauf angewiesen, ständig Geld durch neue Projekte zu verdienen. Sie bekommen keinen bezahlten Urlaub und müssen für stetigen Nachschub bei den Aufträgen sorgen. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Gründe, warum auch Freelancer eine Auszeit gebrauchen könnten. Mit der richtigen Vorbereitung kann dies durchaus gelingen.

Besondere Vorbereitung der Auszeit für Freelancer

Freelancer ist die „neudeutsche“ Bezeichnung für freiberuflich Tätige – meist Dienstleister, die von ihren Kunden Aufträge erhalten, aber nicht in das Unternehmen eingegliedert sind. Oft sind es „Einzelkämpfer“, die sich auch um Akquise, Buchhaltung usw. selbst kümmern. Dass auch diese Selbstständigen von einer Auszeit träumen, liegt auf der Hand. Denn es lastet oft ein großer Druck und viel Arbeit auf ihnen und es ist zudem nicht immer einfach, sich tagtäglich selbst neu zu motivieren.

Doch ist es einem Freelancer wirklich möglich, ein Sabbatjahr durchzuführen? „Ja“ heißt es auf dem Portal www.sabbatjahr.org. In einem ausführlichen Beitrag finden sich zahlreiche Tipps dazu. Der wichtigste ist eine gute Planung und Vorbereitung. Denn wer sich als Freelancer von heute auf morgen ein Sabbatical gönnt, stößt schnell an seine (finanziellen) Grenzen. Deshalb ist es für Selbstständige besonders wichtig, sich gut auf die Auszeit vorzubereiten – doch grundsätzlich kann das jeder machen.

Kunden informieren, Alternativen überlegen und rechtzeitig vorarbeiten

Ein sehr wichtiger Punkt ist die Information der Kunden, dass man für einen bestimmten Zeitraum nicht für neue Aufträge zur Verfügung steht. Es wäre äußerst schädlich für die Kundenbeziehung, wenn der Freelancer plötzlich ohne Begründung für längere Zeit nicht mehr erreichbar ist.

Viele Selbstständige befürchten zudem, dass ihre Kunden während des Sabbatjahres zu Mitbewerbern wechseln könnten. Hierfür sind Alternativen zu überlegen: Beispielsweise könnte der Freelancer eine „Not-Mailadresse“ hinterlegen und auch von unterwegs aus einen dringenden Auftrag erledigen. Eine andere Möglichkeit ist, sich während der Auszeit von einem vertrauenswürdigen Kollegen vertreten zu lassen.

Um das Ganze finanziell stemmen zu können, nehmen viele Freelancer vor dem Sabbatical so viele Aufträge wie möglich an. Doch irgendwann sind die Kapazitäten ausgeschöpft – ein Tag hat nur 24 Stunden. Deshalb empfiehlt das Portal sabbatjahr.org, damit bereits sehr frühzeitig, zum Beispiel zwei Jahre vor dem Sabbatjahr zu beginnen und sich so viel Geld wie möglich für die Auszeit zurückzulegen.

Runter vom Stresslevel und neu motivieren lassen

Gerade Freelancer sind häufig chronisch überarbeitet, denn sie müssen fortlaufend neue Aufträge generieren und abarbeiten, um Geld zu verdienen. Deshalb ist ein Sabbatical natürlich für diese Berufsgruppe eine hervorragende Möglichkeit, um vom Stresslevel herunterzukommen und neue Energien zu tanken. Durch unzählige Aufträge ist oft auch der Kopf regelrecht „zugemüllt“. Eine Auszeit kann wesentlich dazu beitragen, alles einmal „aufzuräumen“, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und unnötigen Ballast abzuwerfen.

Hinzu kommt, dass man als „Einzelkämpfer“ immer mal wieder in eine Phase kommt, in der die Kreativität, der innere Antrieb und der Optimismus verloren gehen. Ein Sabbatjahr ist äußerst hilfreich dabei, sich wieder stärker zu motivieren, frische Eindrücke und damit neue Ideen zu sammeln. Der Horizont wird erweitert und man wird zu neuen Denkweisen inspiriert. Das kann vor allem beruflich, aber auch privat ein enormer Schritt nach vorne bedeuten.

Außerdem ist es wichtig, seinem Sabbatjahr einen Sinn zu geben. Sonst kommen viele Freelancer möglicherweise ins Grübeln und Zweifeln und der positive Effekt der Auszeit wäre dahin. Im Beitrag „Sabbatjahr für Freelancer“ gibt es zu all diesen und weiteren Punkten zahlreiche Tipps und Informationen.

Foto: www.initiative-auslandszeit.de

 


Veröffentlicht am: 05.04.2018

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