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Freitag, 22. Juni 2018
   
 

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Reisen mit gutem Gewissen?

Kreuzfahrtbranche geht neue Wege

Ob eine Camping-Tour im Wohnmobil, ein Städtetrip mit dem Flugzeug nach New York oder eine ausgiebige Kreuzfahrt entlang der norwegischen Fjorde − in Zeiten grenzenloser Mobilität wachsen auch die Reisemöglichkeiten. Doch so viel Erholung ein Urlaub auch verspricht, für die Umwelt bedeutet der Reiseverkehr oftmals eine zusätzliche Belastung.

„In Zeiten des viel diskutierten Klimawandels spielen ökologische Aspekte in der Reiseplanung vieler Urlauber zunehmend eine größere Rolle“, weiß Malte Köster von kreuzfahrtberater.de. Wie sich die einzelnen Verkehrsmittel im Vergleich schlagen und welche fortschrittlichen Entwicklungen den Reiseverkehr zukünftig ökologischer gestalten, beleuchtet der Reiseexperte von Europas größtem Onlineportal für Kreuzfahrten.

Verkehrsmittel im Vergleich


Wer nicht auf seinen verdienten Jahresurlaub verzichten und dennoch umweltbewusst reisen möchte, stolpert über die Frage nach dem Verkehrsmittel mit der besten Klimabilanz. Gemessen am Treibhausgas-ausstoß pro Fahrgast stellen laut Umweltbundesamt Reisebusse in Deutschland die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel dar, dicht gefolgt von der Bahn. Weitaus schlechter schneidet im Vergleich dazu das Auto ab, das trotz hoher Emissionswerte das beliebteste Fortbewegungsmittel bei deutschen Inlandsreisen ist. Mit etwa 211 Gramm Treibhausgasbelastung pro Personenkilometer weist das Flugzeug insgesamt die schlechteste Ökobilanz auf, ist aber bei ausländischen Fernreisezielen das meist genutzte Verkehrsmittel.

Ein präziser Vergleich hinkt jedoch, da neben unterschiedlichen Emissionsstoffen weitere Parameter wie beispielsweise der Auslastungsgrad sowie die Reisedauer berücksichtigt werden müssen. So steht beispielsweise der immer beliebter werdende Kreuzfahrtsektor aufgrund hoher Abgaswerte in der Klima-Kritik, dabei relativieren sich die Emissionen im Hinblick auf die Passagierzahl.

Mit Platz für bis zu 6.000 Gäste transportiert kein anderes Fahrzeug gleichzeitig mehr Personen als die Kreuzfahrtgiganten. Zumal die Luxusliner nicht nur Transportmittel, sondern zugleich auch Hotel und Freizeitattraktion darstellen. „Wer bei seiner Urlaubsplanung seinen ökologischen Fußabdruck im Blick behalten möchte, der sollte vor allem das Verhältnis von Entfernung und Reisedauer beachten“, empfiehlt Malte Köster.

Moderne Antriebsstoffe

Mittlerweile gibt es viele Angebote von Reiseveranstaltern, die es Urlaubern ermöglichen, ihren „touristischen Fußabdruck“ zu errechnen und nach Bedarf zu kompensieren. Für die zu erwartende Schadstoffemission einer gebuchten Reise werden dann beispielsweise zertifizierte treibhausgasmindernde Investitionen als Ausgleich getätigt. Während der Flugverkehr verstärkt auf diese sogenannten Kompensationsmodelle zurückgreift, geht die Kreuzfahrtbranche die Thematik aktiv an. „Moderne Antriebs- und Filtersysteme ermöglichen in Zukunft ein nahezu schadstofffreies Reisen“, weiß Malte Köster von kreuzfahrtberater.de.

Der Trend geht dabei zum Antrieb mit Flüssigerdgas, sogenanntem Liquefied Natural Gas (LNG). Dabei sinken die Stickoxid-Emissionen um bis zu 80 Prozent und der CO2-Ausstoß wird nahezu vollständig reduziert. Vorreiter dieser neuen Antriebstechnik ist die AIDAnova, die bereits im August 2018 in Papenburg ausdockt. Drei LNG-Tanks, die erstmals in einem Kreuzfahrtschiff eingebaut werden, ermöglichen einen 14-tägigen Trip. Dank eines Dual-Fuel-Motors wird das Schiff zunächst mit Dieselkraftstoff angetrieben. Ab 25 Prozent erreichter Leistung erfolgt die Umstellung auf den emissionsarmen Gasbetrieb.

Bei bestehenden Flotten sorgt eine Nachrüstung mit entsprechenden Abgasreinigungsanlagen für eine bessere Ökobilanz. Neben einem Landstromanschluss kommen beispielsweise bei Tui Cruises Abgaswäscher, sogenannte Scrubber, sowie Stickoxid-Katalysatoren und Rußpartikelfilter zum Einsatz. Mit der nachhaltigen Umrüstung der Kreuzfahrtflotten stehen nun allerdings die Häfen unter Zugzwang: Für die Treibstoffsicherung sowie eine schadstofffreie Stromversorgung beim Anlegen müssen LNG-Tanks und Landstromanlagen bereitgestellt werden.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 14.12.2017

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