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Montag, 17. Dezember 2018
   
 

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Mobilitätspreis vergeben

Gewinner sind ein einspuriges Schienenfahrzeug und zwei Apps

Die Idee eines „kreisstabilisierten Ein-Schienen-Monocabs“ für ländliche Bahnstrecken ist heute von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2018 ausgezeichnet worden.

Die Idee von Diplom-Ingenieur Thorsten Försterling, Jahrgang 1966, für den Landeseisenbahnverein: Auf der eingleisigen Strecke Lemgo–Extertal sollen wie in einem Paternoster die Monocabs von einer Station zur nächsten fahren. Dies kann im Gegenverkehr geschehen, denn die Kabinen balancieren nur auf einer der beiden Schienen des Gleises. Bei Bedarf bucht der Fahrgast per App ein Monocab wie ein Taxi. Sie könnten 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr fahren.

Den zweiten Preis bekam Moritz Wühr für seine App „Freeze“. Mit ihr soll die Taktung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu später Stunde und mit Ziel in dünn besiedelten Gebieten optimiert werden. Wenn Fahrgäste merken, dass der Bus wahrscheinlich knapp nicht mehr erreicht werden kann, melden sie dies der App. Hat eine bestimmte Anzahl von Fahrgästen das gleiche Problem, wird der Busfahrer via Leitstelle oder App darüber informiert, noch maximal fünf Minuten zu warten. Wenn die Bedienung im Nachtverkehr ohne weitere Anschlüsse passiert, ist dies unproblematisch. Das Prinzip ist aus dem ICE: Der Zugbegleiter schaut bei Verspätungen, wer einen Anschluss braucht und notfalls wartet der nächste Zug. Moritz Wühr studiert Verkehrswesen mit der Vertiefung Planung und Betrieb an der TU Berlin und arbeitet nebenbei als Werkstudent für ein Verkehrsunternehmen.

Den dritten Preis erhielt Diplom-Designerin Barbara Schlindwein aus Neufarn. Sie hat das Konzept für die App „Mobile Footprint“ entwickelt, die den digitalen „Fußabdruck“ erfasst. Mit ihrer Hilfe können CO2-Einsparungen durch gelaufene, mit dem Rad oder öffentlich gefahrene Strecken getrackt und gesammelt werden. Der entstandene Fußabdruck soll veranschaulichen, wie groß oder klein die persönlichen Umweltsünden sind und was getan werden kann, um die überschüssigen Umwelt-Pfunde wieder loszuwerden. Beispielsweise kann man beim Fliegen seinen CO2-Ausstoß kompensieren, indem man Umweltprojekte unterstützt. In Summe reist man so CO2-neutral. Gesammelte Boni können für alles Mögliche eingelöst werden, sei es für eine zeitlich begrenzte Fahrerlaubnis für das Dieselfahrzeug oder für Tickets des öffentlichen Nahverkehrs. (ampnet/jri)

Fotos: Auto-Medienportal.Net/Deutscher Mobilitätspreis

 


Veröffentlicht am: 14.11.2018

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