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Freitag, 21. Februar 2020
   
 

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Dr. Mareike Müller - Christiane Herzog Preisträgerin 2019

Humanbiologin startet mit Forschungsprojekt zum Gender Gap bei Mukoviszidose

Frauen mit Mukoviszidose (Cystische Fibrose – CF) sind im klinischen Verlauf durchschnittlich stärker betroffen als Männer mit Mukoviszidose.

Die Ursachen für diese in der Literatur als Mukoviszidose-Gender Gap bezeichneten Unterschiede sind bislang wenig untersucht. Das im Januar startende Projekt geht der Frage nach: Welche Rolle spielt das Sexualhormon Östrogen bei den unterschiedlichen klinischen Verläufen?

Der Christiane Herzog Preis

Der mit 50.000 Euro dotierte Christiane Herzog Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird einmal jährlich an engagierte, junge Forscher vergeben und ermöglicht die Durchführung eines Mukoviszidose-relevanten Projektes. Verliehen wurde der Preis 2019 durch Dr. Rolf Hacker, Vorsitzender der Christiane Herzog Stiftung, im Rahmen der Deutschen Mukoviszidose Tagung im November 2019 in Würzburg.

Östradiol als möglicher Verstärker für Biofilmwachstum

In Vorexperimenten konnte die Arbeitsgruppe zeigen, dass die von Mukoviszidose-Patienten isolierten Pseudomonas aeruginosa-Stämme ein unterschiedliches Biofilmwachstum zeigen, wenn Östradiol zum Kulturmedium zugegeben wird. Ersten Untersuchungen nach verstärkt Östradiol möglicherweise das Biofilmwachstum. Diese Frage soll in dem nun durch die Christiane Herzog Stiftung geförderten Projekt an einer größeren Zahl an P. aeruginosa-Isolaten aus Mukoviszidose-Patienten systematisch untersucht werden: Dabei werden P. aeruginosa-Isolate von männlichen und weiblichen Mukoviszidose-Patienten hinsichtlich ihres Wachstums verglichen und vor allem die Fähigkeit untersucht, Biofilme zu bilden. In einem zweiten Schritt wird in diesen Untersuchungen getestet, ob die Zugabe von Östradiol das Wachstum und die Biofilmbildung von verschiedenen P. aeruginosa-Stämmen beeinflusst.

Sollte sich herausstellen, dass die Isolate von Frauen und/oder die Zugabe von Östrogenen das Wachstum der Bakterien beeinflusst, so könnte dieser geschlechtsspezifische Unterschied einen ersten Hinweis zur Erklärung des Gender Gaps bei Mukoviszidose bieten. Der mikrobiologische Kontext könnte dann weiterhin hinsichtlich des Gender-Gaps untersucht werden und dabei langfristig helfen, diese Informationen bei der Therapie zu berücksichtigen.

Foto: Mukoviszidose e.V.

 


Veröffentlicht am: 11.01.2020

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