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Montag, 16. September 2019
   
 

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Anna Müller, die Kartoffelkönigin 2019/2020

... über ihren Einsatz für das Image der deutschen Kartoffel und über die Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels

Die 21-jährige Anna Müller aus Titz bei Düren ist die neue Rheinische Kartoffelkönigin 2019/2020 – und damit nun ein Jahr lang offizielle Botschafterin der deutschen Kartoffel.

Bereits von Kindesbeinen an sammelte die angehende Kauffrau für den Groß- und Außenhandel Erfahrungen mit der Knolle: Auf dem Ackerbaubetrieb ihrer Eltern werden Industriekartoffeln für Pommes frites angebaut. Wie Anna Müller Verbrauchern nun die schmackhaften Erdäpfel näherbringen möchte und wie sich die Landwirte auf eine erneute mögliche Hitzewelle im Sommer vorbereiten, hat sie der Kartoffel-Marketing GmbH erzählt.

Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch, Sie begehen als 20. Kartoffelkönigin in diesem Jahr ein Jubiläum. Wie sind Sie zu dem Amt gekommen und welche Ziele verfolgen Sie?
Anna Müller:
Vielen Dank, ich freue mich sehr, die 20. Rheinische Kartoffelkönigin zu sein. Für das Amt interessiert habe ich mich vor allem seit dem letzten Jahr, als ich die damals amtierende Kartoffelkönigin Jessica Krebbing auf einer Veranstaltung traf. Sie hat mir erzählt, wie sie die Verbindung zwischen Verbrauchern und Landwirten stärken möchte und auch versucht, das Image der Kartoffel in der Öffentlichkeit zu verbessern – das fand ich besonders spannend! Daraufhin habe mich beim Rheinischen Landwirtschafts-Verband in Bonn beworben und bin Kartoffelkönigin geworden. Mir ist es nun wichtig, den Verbrauchern zu zeigen, dass die Kartoffel eine Grundlage der deutschen Landwirtschaft ist. Sie ist aus dem heimischen Anbau kaum wegzudenken und gehört zu den wichtigsten Produkten der deutschen Agrarwirtschaft. Dabei bringt der Kartoffelanbau zwar immer wieder Herausforderungen mit sich, aber das macht ihn ja auch so spannend.

Welche Herausforderungen bringt der Kartoffelanbau denn mit sich?
Anna Müller:
Als Landwirte sind wir stark abhängig vom Klima. Eigentlich haben wir in Deutschland sehr gute Bedingungen, um Kartoffeln anzubauen. Jedoch beeinflusst das Wetter immer wieder das Pflanzenwachstum und die Ernte der Kartoffeln. Bei extremen Wettersituationen, wie der Hitzewelle vom letzten Sommer, sichern sich die Erdäpfel beispielsweise ihr Überleben durch wenige und kleinere Knollen. Mit diesen Bedingungen müssen wir dann arbeiten.

Wie schützen Sie sich auf Ihrem Ackerbaubetrieb gegen eine erneute Hitzewelle wie in 2018?
Anna Müller:
Um Wasser zu sparen, verzichten wir in unserem Betrieb etwa darauf, das Feld zu pflügen. Dadurch kann die Feuchtigkeit nicht so schnell verdunsten und bleibt länger im Boden. Außerdem haben wir für dieses Jahr hitzebeständigere Kartoffelsorten ausgesucht, die insgesamt weniger Wasser benötigen. Während wir auf unseren Feldern nur den Regen zum Bewässern nutzen, setzen viele Landwirte zusätzlich auch Beregnungsanlagen ein. Insgesamt tun wir und die anderen Landwirte also alles, damit auch in diesem Jahr wieder wie gewohnt gute Speisekartoffeln auf den Tischen der Verbraucher landen.

Das hört sich nach harter Arbeit an. Würden Sie das bestätigen?
Anna Müller:
Dank der Traktoren und moderner Bodenbearbeitungsmaschinen wird der körperliche Teil der landwirtschaftlichen Arbeit immer geringer. Sie bleibt aber zeitaufwendig. Dennoch denke ich, dass sich die Arbeit lohnt – zu sehen, wie aus einer kleinen Pflanze etwas Großes wird, ist ein tolles Gefühl! Deswegen helfe ich auch heute noch, obwohl ich ja gerade eine Ausbildung mache, regelmäßig auf dem Hof meiner Eltern mit.

Sie beschäftigen sich also in ihrem Alltag immer noch sehr viel mit Kartoffeln. Wie und wo bringen Sie jetzt als Kartoffelkönigin den Verbrauchern das Thema näher?
Anna Müller:
Zum Beispiel auf Tagungen und bei Hof- oder Erntedankfesten. Hier möchte ich vor allem dazu ermuntern, auf regionalen Märkten einzukaufen. Schon dadurch kann man sehr wirkungsvoll seine heimischen Anbauer unterstützen. Aber ich fange auch schon bei den ganz Kleinen an: In Kindergärten erkläre ich Kindern mit einem Malbuch, wie die Kartoffelpflanze aufgebaut ist. Außerdem bastele ich mit ihnen Kartoffelstempel und zeige ihnen, welche Produkte aus der Kartoffel gemacht werden. So zum Beispiel Stärke, Tierfuttermittel und natürlich Lebensmittel. Dabei besprechen wir dann auch immer die Lieblingskartoffelgerichte der Kinder.

Apropos Lieblingsgerichte: Wie schmeckt Ihnen die Kartoffel am besten?
Anna Müller:
Ich mag sehr gerne Frühkartoffeln. Diese schmecken mir besonders gut, einfach nur mit etwas Salz und Butter. Da ich ja von einem Ackerbaubetrieb stamme, dessen Schwerpunkt auf Industriekartoffeln für Pommes frites liegt, kommen bei uns in der Familie außerdem traditionell jeden Sonntag selbstgemachte Pommes mit Steak auf den Tisch. Ursprünglich wollten wir sonntags nur die Farbe testen, die die Pommes beim Backen bekommen. Denn je heller die Pommes, desto besser, da die Kartoffeln dann wenig Zucker enthalten. Irgendwann hat sich daraus die Tradition des sonntäglichen Pommes-Essens entwickelt.

Haben Sie zum Abschluss noch einen Tipp für uns, wie selbstgemachte Pommes frites besonders gut gelingen?
Anna Müller:
Für richtig leckere Pommes frites ist die Wahl der Kartoffelsorte wichtig. Mit stärkereichen Kartoffeln werden sie schön kross. Dabei schmeckt es mir immer am besten, wenn Kartoffelgerichte allgemein nicht überwürzt werden. Der Geschmack unserer Kartoffel sollte immer im Vordergrund stehen.

Wer auch ein Fan von Pommes frites ist, findet ein einfaches Rezept mit Videoanleitung für selbstgemachte Ofenpommes mit Curryketchup hier.

Weitere Informationen, tolle Rezepte und Tipps rund um die Kartoffel gibt es zudem hier..

Foto: Dominik Asbach

 


Veröffentlicht am: 05.07.2019

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