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Dienstag, 16. April 2024
   
 

Wiederaufleben der NFTs?

... von Pieran Maru, Investment Analyst, Disruptive Growth & Technology Team von GAM Investments

Nicht-fungible Token (NFTs) erlangten Mitte 2021 bis 2022 durch aufsehenerregende Auktionsverkäufe in Höhe von mehreren Millionen Dollar und die Umarmung durch Luxusmarken die Aufmerksamkeit des Mainstreams. Was ist seither geschehen?

NFTs sind digitale Token, die das Eigentum an einzigartigen, durch eine Blockchain gesicherten Vermögenswerten darstellen. Sie werden hauptsächlich von Urhebern und Unternehmen verwendet, um digitale Sammlerstücke zu monetarisieren. In der zweiten Hälfte des Jahres 2022 war die Aktivität von NFT während des "Krypto-Winters" gedämpft, was durch die zahlreichen Skandale im Kryptobereich noch verstärkt wurde. Dies änderte sich jedoch schnell zu Beginn dieses Jahres mit einem Anstieg des NFT-Handelsvolumens um 137 % im ersten Quartal 2023.

Der Wettbewerb wird intensiver

Ein wesentlicher Faktor für diesen Umschwung ist der zunehmende Wettbewerb auf den Marktplätzen für den Handel mit NFTs und die steigende Zahl von Blockchains, die NFTs unterstützen. OpenSea, einst der unangefochtene Marktführer auf dem NFT-Marktplatz, wurde von dem Newcomer Blur überholt, der nun über 70 % Marktanteil hält. Ein wichtiger Grund für den außerordentlichen Zuwachs von Blur ist seine Finanzkraft durch das Versprechen zukünftiger Auslieferungen seines eigenen nativen Tokens. Jedoch so wie die Nutzer zu Blur migriert sind, werden sie wahrscheinlich auch zu anderen Plattformen wechseln, die einen besseren finanziellen Anreiz bieten. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass Amazon voraussichtlich noch in diesem Jahr einen NFT-Marktplatz veröffentlichen wird, auf dem Handel möglich sein soll, ohne daß man Kryptowährungen direkt besitzen muss. Amazons CEO Andy Jassy geht davon aus, dass "NFTs weiterhin erheblich wachsen werden". Die Plattform könnte wahrscheinlich eine Partnerschaft mit Twitch-Game-Streamern eingehen, ihren Prime Day nutzen, um NFTs zu bewerben, und möglicherweise NFTs mit physischen Waren verknüpfen, die von Amazon geliefert werden.

Obwohl NFTs meist mit Kunstwerken in Verbindung gebracht werden, haben mehrere Unternehmen begonnen, diesen Bereich zu nutzen, um tiefere Kundenbeziehungen aufzubauen. Kürzlich hat Salesforce eine NFT-Management-Plattform eingeführt, die es Marken ermöglicht, NFT-Treueprogramme zu erstellen und direkt mit ihren Kunden in Verbindung zu treten, wodurch sie Daten aus erster Hand erhalten. Ein Unternehmen, das bei der Nutzung dieses Anwendungsfalls eine Vorreiterrolle spielt, ist Starbucks. Das Unternehmen hat vor kurzem sein Odyssey-Erlebnis für ausgewählte Mitglieder eingeführt – eine Erweiterung des Starbucks Rewards-Programms, bei dem NFTs als Zugangskarte zu spannenden Kaffeeerlebnissen und exklusiven Waren dienen. Die Mitglieder können ihr Wissen über Kaffee durch Herausforderungen und interaktive Spiele vertiefen, während die Mitglieder zum ersten Mal auch untereinander in Kontakt treten können. Ein weiteres Unternehmen, das NFTs einsetzt, ist Ticketmaster, ein Unternehmen, das normalerweise als idealer Kandidat gilt, um von der Blockchain-Technologie durch die Dezentralisierung von Ticketsystemen verdrängt zu werden. Ticketmaster arbeitet derzeit mit Künstlern zusammen, um einen NFT-gesteuerten Ticketverkaufsdienst zu nutzen, der es den Künstlern ermöglicht, ihre Fangemeinde mit dem Besitz bestimmter NFTs zu belohnen, was ihnen exklusiven Zugang zu bevorstehenden Konzerten ermöglicht und sie in die Lage versetzt, sich direkt mit ihrer Community zu verbinden. Da es weniger Konkurrenz durch „Scalper“ und „Bots“ gibt, sind die Chancen für echte Fans des Künstlers höher, begehrteTickets im Vorverkauf zu erhalten.

Wo liegt die Zukunft für NFTs?

Dieses Jahr stehen bei vielen Technologieunternehmen Effizienzsteigerungen im Fokus. Daher  erwarten wir zunächst nur einen moderaten Anstieg der Unternehmen, die NFTs nutzen. Meta hat vor kurzem sein NFT-Projekt für Facebook und Instagram eingestellt und damit die Tests zum Verkauf und zur Prägung von NFTs sowie zu deren Weitergabe auf der Plattform beendet. Auch Disney und Snap haben ihr Engagement im Web 3.0/Metaverse für den Moment ausgesetzt. Darüber hinaus ist der NFT-Markt noch nicht hinreichend reguliert und vor allem steuerliche Fragen bei NFTs sind ungeklärt. Die Regulierungs- und Steuerlandschaft befindet sich hier noch in einem frühen Stadium, entwickelt sich aber weiter. Kürzlich baten das US-Finanzministerium und die US-Steuerbehörde um Stellungnahmen zu künftigen Leitlinien für die steuerliche Behandlung digitaler Sammlerstücke, die mit Kunstwerken oder Münzen vergleichbar sind. In ihrer jüngsten Mitteilung wurde die Frage aufgeworfen, inwieweit eine digitale Datei ein "Kunstwerk" darstellen kann und wie der Eigentümer eines NFT, der aufgrund des Eigentums zusätzliche Rechte oder Vermögenswerte erhält, steuerlich behandelt werden sollte.

 

Veröffentlicht am: 26.05.2023

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