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Sonntag, 2. August 2026
   
 

Europaweite Tempokontrollen in der Speedweek

Eine Woche Blitzermarathon ohne zentralen Aktionstag (03. - 09.08.26)



Autofahrer sollten in der kommenden Woche besonders auf die Geschwindigkeitsvorgaben achten. Vom 3. bis 9. August 2026 organisiert der europäische Verkehrspolizeiverband ROADPOL bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die sogenannte Speedweek.

Anders als bei der ersten Aktionswoche im April wird es diesmal zwar keinen zentralen Schwerpunkttag des sogenannten Blitzermarathons geben. Dennoch müssen Autofahrer während der gesamten Woche mit einer deutlich erhöhten Zahl stationärer und mobiler Geschwindigkeitskontrollen rechnen. 

Ziel der länderübergreifenden Aktion ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) unterstützt Maßnahmen, die nachweislich zu mehr Verkehrssicherheit beitragen, bewertet die Aktionswoche jedoch zweigespalten.

Kontrolliert wird insbesondere auf Autobahnen, Landstraßen sowie an bekannten Unfallschwerpunkten, in Baustellenbereichen und im Umfeld von Schulen und Kindergärten. In Deutschland beteiligen sich Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen an der Speedweek.

Bayern, das Saarland und Sachsen nehmen hingegen nicht an der Kontrollwoche teil. Sachsen setzt den Schwerpunkt erst mit Beginn des neuen Schuljahres auf eigene Verkehrssicherheitsaktionen. Das Saarland verweist auf seine ganzjährig hohe Kontrolldichte und sieht deshalb keinen Bedarf für eine zusätzliche Aktionswoche. Bayern beteiligt sich traditionell ebenfalls nicht an der ROADPOL-Initiative, führt aber unabhängig davon regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durch. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb auch in diesen Bundesländern jederzeit mit Tempomessungen rechnen.

Pünktlich zur Hauptreisezeit

Die Kontrollwoche wird zeitgleich in weiten Teilen Europas durchgeführt, weshalb Urlaubsreisende sich auch im benachbarten Ausland in Acht nehmen sollten. Der AvD begrüßt grundsätzlich Geschwindigkeitskontrollen dort, wo sie einen echten Sicherheitsgewinn bewirken und Verkehrsteilnehmer auf mögliche Gefahrensituationen aufmerksam machen.

Der Zeitpunkt der Speedweek ist jedoch bewusst in der Ferien- und Hauptreisezeit gewählt. Kontrollen sollten aus Sicht des AvD nicht den Eindruck erwecken, in erster Linie der Einnahmeerzielung zu dienen. Verkehrssicherheit entsteht durch nachvollziehbare Regeln, deren konsequente Durchsetzung und die Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmer.

Die Speedweek kann dazu einen Beitrag leisten, wenn sie den Fokus auf angepasstes und vorausschauendes Fahren richtet und nicht allein auf das Risiko eines Bußgeldes.

 

Veröffentlicht am: 02.08.2026

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