Bis 2030 dürfte ihre Zahl auf eine Million und bis 2060 auf drei Milliarden steigen – so ein Bericht der Bank of America[1]. Humanoide Roboter, deren Entwicklung ebenso tiefgreifend sein dürfte wie einst die des Automobils, beeinflussen schon heute das Geschehen an der Börse.
Ihr rasantes Wachstum eröffnet neue Perspektiven und macht sie zu einem der zentralen Wachstumstreiber der Robotikbranche, die von immer leistungsfähigeren KI-Modellen, Batterietechnologien und Sensoren profitiert.
Robotik wächst rasant
Die automatisierte Fabrik der Zukunft ist keine Vision mehr, sondern längst Realität: Weltweit sind mehr als 4,5 Millionen Industrieroboter im Einsatz; allein im Jahr 2024 kamen 540.000 neue hinzu[2]. Als wichtiger Produktivitätstreiber gleicht die Robotik zudem den Rückgang der globalen Erwerbsbevölkerung aus und revolutioniert zahlreiche Branchen – von der Logistik bis zur Landwirtschaft.
Der Markt für Medizinrobotik, angeführt von Unternehmen wie Intuitive, Stryker und Thermo Fisher, dürfte bis 2034 ein Volumen von 138,5 Milliarden US-Dollar erreichen[3]. Der Markt für autonome Fahrzeuge, insbesondere Robotaxis, wird bis 2040 auf über zwei Billionen US-Dollar geschätzt[4].
Humanoide Roboter werden zum Schlüsseltrend
Als konkreteste Form physischer KI sind humanoide Roboter ein zentraler Trend der Robotik. Unternehmen, denen es gelingt, wirtschaftlich tragfähige KI-Lösungen für humanoide Roboter zu entwickeln, werden eine Schlüsselrolle bei ihrer globalen Verbreitung spielen.
Wie beim autonomen Fahren dominieren auch hier Unternehmen aus den USA und insbesondere aus China, auf das 2025 rund 85 % der Installationen entfielen[5]. Die chinesische Regierung hat die humanoide Robotik zur nationalen Priorität erklärt und fördert Unternehmen wie UBTech Robotics, Agibot, Xiaomi, BYD und Unitree Robotics. Wegen der technologischen Überschneidungen mit autonomen Fahrzeugen sind Akteure wie Tesla, Horizon Robotics und UBTech Robotics häufig in beiden Bereichen aktiv.
In Europa treiben traditionseiche Industriekonzerne wie Airbus die Einführung dieser Technologien voran. Sie nutzen sie, um Produktionsstandorte zu transformieren und Produkte intelligenter zu machen. Das schwedische Unternehmen Hexagon hat mit „Aeon“ einen Roboter entwickelt, der eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen kann, darunter die Auswahl und Inspektion von Objekten sowie die Digitalisierung von Bauteilen mithilfe hochmoderner Scanner.
Neue Chancen für Industrie und Investoren
Auch wenn die Kosten derzeit noch hoch sind, hat sich der Preis humanoider Roboter bereits deutlich verringert: Im Durchschnitt kosten sie heute 50.000 US-Dollar gegenüber 1,5 Millionen vor fünf Jahren. Mit weiter sinkenden Preisen dürfte sich ihre Verbreitung deutlich beschleunigen. Zunächst werden sie vor allem in der industriellen Produktion eingesetzt, doch schon im kommenden Jahrzehnt könnten sie zunehmend auch im direkten Kundenkontakt zum Einsatz kommen.
Wir sind überzeugt, dass diese Entwicklung, deren Tragweite mit der Automobilrevolution vergleichbar sein könnte, attraktive langfristige Anlagechancen bietet. Der Echiquier Robots and Humanoids nutzt dieses Potenzial gezielt.
[1] März 2025
[2] International Federation of Robotics, 2024
[3] Vantage Market Research, 2024
[4] Ebd., 2024
[5] Barclays