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Dienstag, 1. April 2025
   
 

Bargeldloses und mobiles Bezahlen wird immer beliebter

Wie sicher ist es?



Die meisten Verbraucher wollen immer und überall bargeldlos bezahlen können. Das besagen die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung von Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.


Darin geben 71 Prozent der Teilnehmer an, dass für sie die Möglichkeit, ohne Einschränkung bargeldlos bezahlen zu können, den stationären Handel attraktiver machen würde. Dieser Ansicht waren vor einem Jahr erst 61 Prozent, wie Bitkom erläutert. Bei den Services, die Geschäfte vor Ort für die Verbraucher interessanter machen würden, liegen demnach Online-Reservierungen und Verfügbarkeitsprüfung als beliebteste ganz vorne.

Der stationäre Einzelhandel wird laut einer Prognose des Handelsverbands Deutschland (HDE) 2025 real im Vorjahresvergleich ein Umsatzplus von 0,3 Prozent erzielen. Derweil soll der Online-Handel real 2,0 Prozent mehr umsetzen. Damit liegt der stationäre Handel mit Erlösen von 586 Milliarden Euro zwar immer noch deutlich vor den Online-Mitbewerbern mit 91 Milliarden Euro. Doch der Zuwachs des E-Commerce in den vergangenen Jahren gilt als einschneidend in der Entwicklung des Einzelhandels insgesamt – und anhaltend. So ist der Marktanteil des Online-Handels im Einzelhandel nach den Erhebungen des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Statista von 0,2 Prozent im Jahr 2000 auf rund 6,5 Prozent im Jahr 2022 gewachsen. Tendenz weiter steigend.

Das Statistische Bundesamt sieht den E-Commerce 2020 bei einem Anteil von rund 16 Prozent des Einzelhandelsumsatzes: Dies entspricht demnach der zwölffachen Menge im Vergleich zu 2005, als dieser Anteil noch bei lediglich 1,3 Prozent lag. Die Ursachen dieser Entwicklung sind einem veränderten Kaufverhalten geschuldet. Onlineshops und Marktplätze im Internet wurden im Laufe der vergangenen Jahre immer beliebter – weil sie mit einer größeren Auswahl und vielfach günstigeren Preisen bei den Konsumenten punkten konnten. Da stellt sich für viele die Frage, warum sie sich auf den Weg die Innenstadt machen sollen, der ihnen immer öfter aus politischen Gründen erschwert wird, wenn sie mit einem Klick online einkaufen können? Das setzt den stationären Handel zunehmend unter Druck und er muss hinterfragen, wie er für potenzielle Online-Shopper attraktiver werden kann.

Und hierbei gewinnt das bargeldlose Bezahlen zunehmend an Bedeutung, wie die Bitkom-Umfrage ausweist. Denn danach wünschen sich immerhin fast drei Viertel der Befragten mehr Möglichkeiten, immer und überall bargeldlos bezahlen zu können. Besonders attraktiv finden demnach 74 Prozent auch die Möglichkeit, Produkte vorab online zu reservieren. Und 73 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen zudem Online-Produktinformationen. 44 Prozent geben außerdem an, das automatische Bezahlen beim Verlassen des Geschäfts würde den stationären Handel für sie attraktiver machen.

„Systeme, bei denen ohne einen extra Vorgang an der Kasse bezahlt wird, werden auch in Deutschland zunehmend erprobt“, berichtet Nastassja Hofmann, Referentin für Digitale Transformation beim Bitkom-Verband. Die Expertin empfiehlt dem stationären Handel daher, dass Bezahlen vor Ort so schnell und komfortabel möglich sein sollte wie online. Jeder Laden müsse deshalb auch mindestens eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten, meint Hofmann.

Inzwischen geht der Trend zudem immer mehr zum kontaktlosen Bezahlen, sei es mit der EC-Karte oder Kreditkarte, dem Smartphone oder der Smartwatch. Da spricht man dann von „Mobile Payment“. Dies sei zwar praktisch, schütze aber nicht vor dem Verlust und dem Diebstahl von Bankdaten, warnen Verbraucherschützer. So beurteilt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) das kontaktlose Bezahlen zwar als „insgesamt recht sicher“. Doch bei dieser Form des Zahlens werden auch personenbezogene Daten übermittelt, wie das Legal-Tech-Unternehmen „Datenschutzexperte“ feststellt. Und personenbezogene Daten sind zwar durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geschützt, können jedoch trotzdem geklaut werden.

Deshalb raten Experten, sich der Sicherheitsrisiken beim kontaktlosen Bezahlen bewusst zu sein und entsprechend darauf einzustellen. Die kontaktlose Bezahlung via Smartphone oder EC-Karte funktioniert mittels einer Technologie namens Near Field Communication (NFC – zu Deutsch „Nahfeldkommunikation“). Mit dieser Technik können Daten in geringem Abstand von einem Gerät auf ein anderes übertragen werden. Diese Datenübertragung geschieht verschlüsselt. Die Risiken beim Mobile Payment ergeben sich zum einen, wenn entsprechend vorbereitete Girocards oder Creditcards, Smartphones oder Smartwatches gestohlen werden. Dann können Unbefugte mit dem Fundstück so lange weiterbezahlen, bis Karte oder Smartphone gesperrt werden.

Darüber hinaus warnen die Fachleute von „Datenschutzexperte“, übereinstimmend mit Verbraucherschutzorganisationen, vor einem weiteren Sicherheitsrisiko beim kontaktlosen Bezahlen: dem Auslesen der Bezahldaten durch Dritte. Dies wird demnach möglich, wenn Kriminelle mit speziellen Lesegeräten oder entsprechend umgebauten Smartphones einer Person oder ihrer EC-Karte bzw. ihrem Smartphone nahekommen – etwa in einem Gedränge. Dann können zumindest die Kontodaten abgegriffen werden, so der „Datenschutzexperte“. Diese sind bei der App-Variante zwar verschlüsselt hinterlegt, aber dennoch in Gefahr, wenn das Handy und die Bezahl-App aktiv sind.

Zum Schutz vor Datenklau bei kontaktlosem Bezahlen empfehlen die Fachleute zunächst grundsätzlich, stets daran zu denken, dass beim Zahlen mit der Kredit- oder EC-Karte erheblich weniger Daten anfallen als beim Zahlen mit dem Handy oder der Smartwatch. Soviel zum Thema Datenmissbrauch. Außerdem soll man die Gerätesoftware seines Smartphones oder seiner smarten Armbanduhr stets auf dem neuesten Stand halten. Dazu ist es ratsam, automatische Updates zu nutzen, so der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Er legt zudem die Verwendung von Schutzhüllen nahe, die Funkwellen zuverlässig blockieren, um ein ungewolltes Auslesen von funkfähigen Karten wirklich ganz sicher zu verhindern.

Wenn eine funkfähige Karte oder ein Smartphone mit verwendbarer Bezahlfunktion verloren geht, ist sofortiges Handeln gefragt: Karten und Konten sind umgehend zu sperren. In den meisten Fällen hilft der zentrale Sperr-Notruf, der unter 116 116 rund um die Uhr zu erreichen ist, aus dem Inland gebührenfrei, rät der vzbv. Außerdem sollte man demnach regelmäßig seine Abrechnungen kontrollieren und falsche Abbuchungen umgehend seiner Bank melden.

Quelle: GOSLAR INSTITUT  

 

Veröffentlicht am: 24.03.2025

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