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Dienstag, 16. April 2024
   
 

KI mehr als ein Hype?

Optionsscheinmärkte geben Antwort

Der Hype um künstliche Intelligenz (KI) hat die ausgedehnte Rallye bei risikoreicheren Anlagen gefördert. Einige wenige Tech-Aktien, die eng mit dieser transformativen Technologie zusammenhängen, verantworten den Löwenanteil der Aktiengewinne.

Doch: Sind Aktien in eine Blase geraten? Die Investmentexperten, Ashwin Alanka, Head of Global Asset Allocation, und Myron Scholes, Chief Investment Strategist, bei Janus Henderson Investors, geben in ihrer Analyse eine klare Antwort: „Aus Optionssicht lautet die Antwort: Eindeutig nein.“

Verändertes Umfeld

In den Prognosen für KI-orientierte Wachstumswerte, die die globale Produktivität und damit die Inflation sowie die Realzinsen beeinflussen, würden Komplexität und Verflechtung der Weltwirtschaft deutlich. Künftig, so die Experten, dürfte nicht mehr billiges Geld, sondern Produktivitätssteigerung eine zentrale Rolle bei den Anlagerenditen spielen: „Das Streben nach Rendite wird durch Investitionen in Geschäftsmodelle ersetzt, bei denen strenge Analysen, Wertpapierauswahl und aktives Management im Vordergrund stehen.“

Während die optimistischen Optionsmärkte sowohl für risikoreichere Anlagen als auch für Treasuries Aufwärtspotenzial signalisierten, bedeuteten die niedrigen Niveaus der impliziten Volatilität auch attraktive Einstiegspunkte zur Risikoabsicherung in allen Anlageklassen. Eine solche Positionierung könne sich angesichts der unzähligen geopolitischen Risikoquellen und der vielen daraus resultierenden Wahlen 2024 auszahlen.

Optionen zeigen Chancen

„Anleger erkennen, dass die inhärenten Effizienzvorteile der KI die gesamte Wirtschaft durchdringen und Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte, der Umsatzsteigerung und der Erhöhung der Margen durch betriebliche Effizienz unterstützen werden. Dieser Optimismus erstreckt sich übrigens sowohl auf Value- als auch auf Small-Cap-Aktien, da deren Aufwärtsvolatilität derzeit überdurchschnittlich hoch ist“, heißt es in der Analyse.

Optionen signalisierten einen günstigen Aufwärtstrend für Fixed Income entlang der Renditekurve. Besonders attraktiv seien Wertpapiere mit kurzer Laufzeit, die in der Regel stärker an die Leitzinsen gekoppelt sind. Da die sinkende Inflation den Zentralbanken Zinssenkungen ermöglicht, sei mit einem „Bull Steepening“, also mit fallenden Renditen am kurzen Ende der Kurve zu rechnen. Das bedeutet, dass sich die Kurve nicht mehr umkehrt, sondern eine normalere Form annimmt, bei der die Anleger durch eine Laufzeitprämie für das Halten von Anleihen mit längeren Laufzeiten belohnt werden. Europäische Anleihen mit kürzerer Laufzeit schienen besonders attraktiv, da die schleppende Konjunktur die Europäische Zentralbank vor der Fed zu Zinssenkungen zwingen werde.

Reale Zinssätze: Das Barometer der Weltwirtschaft

Laut der Fed sind ein Inflationsziel von 2,0 % und ein neutraler Leitzins von etwa 2,5 % angemessen, um Preisstabilität und größtmögliche Beschäftigung zu gewährleisten. „Wir sind uns da nicht so sicher – Grund dafür ist KI. Diese Technologie hat das Potenzial, die Produktivität zu steigern, und könnte das Wirtschaftswachstum der Industrieländer aus seinem Dornröschenschlaf wecken,“ so die beiden Investmentexperten. Und weiter: „Auch die Deglobalisierung dürfte eine Rolle spielen. Regionale Lieferketten und Infrastrukturen müssen umgestaltet werden, um den Anforderungen des Handels gerecht zu werden, der durch geopolitische Aspekte und nicht durch das Prinzip des ungehinderten freien Warenflusses bestimmt wird. Während Deglobalisierung inflationär ist, dürfte das Ausmaß von Onshoring und Bautätigkeit das nominale Bruttoinlandsprodukt in vielen Regionen erhöhen.“

Das Ergebnis sei:
Ein stärkeres reales Wirtschaftswachstum könnte wesentlich höhere Realzinsen erfordern als jene, an die sich Unternehmensleitungen und Anleger gewöhnt haben. „Die Fed dürfte ihre Lippenbekenntnisse zu einer Inflationsrate von 2,0 % und einem neutralen Zinssatz von 2,5 % beibehalten, aber gleichzeitig Niveaus oberhalb dieser Ziele akzeptieren“, folgern die Experten. Es gäbe hierzu einen Präzedenzfall: Zu Beginn des Technologiebooms in den frühen 2000er Jahren kletterte der neutrale Zinssatz auf bis zu 5,0 %, als die Weltwirtschaft von Produktivitätssteigerungen im Computerbereich profitierte. Ebenso mag ein Leitzins von 3,0 % bis 3,5 % restriktiv erscheinen, spiegelt aber tatsächlich eine KI-gestützte Wirtschaft wider.

 

Veröffentlicht am: 02.04.2024

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