
Der Goldpreis wird derzeit vor allem von den Erwartungen an die weitere Geldpolitik beeinflusst. Höhere Leitzinserwartungen belasteten jüngst noch das Edelmetall – ein Frieden im Nahen Osten und eine zögerliche Fed könnten nun stützend wirken.
Die erneute Eskalation am Persischen Golf und die anziehenden Energiepreise haben die Sorgen vor höheren Leitzinsen im Juli wieder angefacht. Obwohl sich der Goldpreis oberhalb der wichtigen Marke von 4.000 USD/Unze hat halten können, tat sich das Edelmetall auch im Juli mit Blick auf die erhöhten Zinsen schwer.
Doch nach einem eher durchwachsenen Juli konnte Gold im August bislang glänzen – auch weil die Aussichten auf einen Frieden am Golf sowie eine etwas zögerliche Federal Reserve um Chef-Währungshüter Warsh die höheren Leitzinserwartungen am Markt deutlich dämpften. Dies, kombiniert mit strukturellen Faktoren wie starken Zentralbankkäufen und steigenden Staatschulden sowie einer sich verbessernden Saisonalität, dürften dem Goldpreis nach vorne gerichtet zunehmend Rückenwind verleihen – zumindest so lange weitere größere Zinsanstiege ausbleiben.
Mehr zu unserem Ausblick auf Gold, Aktien und anderen Asset Klassen finden Sie in der beigefügten Publikation „Horizonte Handout“ von Ulrich Urbahn, Leiter Multi Asset Strategy & Research und Portfoliomanagement Alternatives.