Auch in der sechsten Kriegswoche bleibt der Konflikt im Nahen Osten das bestimmende Thema an den Finanzmärkten. Stark gestiegene Energiepreise, höhere Zinsen und perspektivisch niedrigere Margen lasteten auf der Performance globaler Leitindizes im ersten Quartal 2026.
Nur wenige Regionen und Sektoren konnten im ersten Quartal des Jahres deutliche Gewinne verbuchen. Neben dem Energiesektor sind dies jene Regionen, welche als Nettoenergieexporteure gelten, wie etwa lateinamerikanische Schwellenländeraktien. Die Aussicht auf Verhandlungen zwischen dem Iran und der Trump-Administration brachte zumindest zu Beginn des neuen Monats eine leichte Erholung an den Märkten. So sind beispielsweise europäische Aktien von ihren Tiefständen Ende März um rund 4% gestiegen, obwohl Brent-Öl weiterhin deutlich über 100 USD pro Barrel verharrt.
Trotz der weiterhin erhöhten Unsicherheit und den anhaltenden geopolitischen Spannungen bleiben wir konstruktiv gestimmt: In unserem Basisszenario erwarten wir eine Deeskalation im Nahen Osten. Dennoch bleibt die Unsicherheit um den weiteren Verlauf des Konfliktes hoch. Wir halten es in dieser Phase daher für angebracht uns näher an unserer Benchmark auszurichten.
Kurzfristiger Ausblick
Nach dem verlängerten Osterwochenende ist der Nahost-Konflikt bereits in die sechste Woche übergegangen und bleibt das bestimmende Thema der Kapitalmärkte. Zwar hatte Trump ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht gestellt, dem Iran jedoch gleichzeitig das Ultimatum bis heute Nacht gesetzt einen Deal zu schließen, der unter anderem die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht.
Heute stehen zunächst einige Einkaufsmanagerindizes der Eurozone (Mrz.) sowie die Auftragseingänge langlebiger Güter aus den USA (Feb.) auf dem Kalender. Am Donnerstag wird neben den Industrieproduktionsdaten aus Deutschland (Feb.) auch der PCE-Preisindex aus den USA (Feb.) veröffentlicht. Am Freitag dürften dann die Verbraucherpreise aus den Vereinigten Staaten (Mrz.) im Fokus der Märkte stehen.
Nächste Woche folgen die Erzeugerpreise aus den USA (Mrz.) sowie die finalen Verbraucherpreise der Eurozone (Mrz.). Zudem startet nächste Woche die Berichtssaison für das erste Quartal. Diese dürfte weitere Erkenntnisse über die Lage und den Ausblick der Unternehmen geben.