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Freitag, 3. April 2026
   
 

Faire Finanzen in der Partnerschaft

So können Frauen ihre finanzielle Unabhängigkeit früh absichern

(djd). Der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern bleibt in Deutschland ein strukturelles Problem mit weitreichenden Folgen. Laut Statistischem Bundesamt liegt dieser sogenannte Gender Pay Gap aktuell bei 16 Prozent. 

Die Ursachen sind vielfältig: Frauen arbeiten häufig in schlechter bezahlten Jobs und erreichen seltener Führungspositionen als ihre männlichen Kollegen. Diese Verdienstlücke wirkt sich nicht nur aktuell aus, sondern auch später auf die Altersabsicherung – ein Effekt, der durch Kindererziehungszeiten, die Pflege von Angehörigen sowie die höhere Teilzeitquote bei Frauen weiter verschärft wird.

Faire Regelungen in der Partnerschaft finden

In der Folge erwerben Frauen über das Berufsleben hinweg im Durchschnitt deutlich geringere Rentenansprüche als Männer. Ein früher Blick auf die eigene Altersvorsorge ist daher für sie besonders wichtig, rät Korina Dörr, Leiterin des Beratungsdienstes Geld und Haushalt: „Mit dem Aufbau einer privaten Altersvorsorge sollten Frauen idealerweise bereits ab dem ersten Gehalt beginnen. Auch kleine Beträge summieren sich über die lange Zeit und werden verstärkt durch Zinseszins-Effekte zu einer wichtigen Basis für den Ruhestand.“ Zudem sollten Paare früh miteinander besprechen, wie Erwerbs- und Fürsorgearbeit fair aufgeteilt wird. Denn eine längere Elternzeit oder die Reduzierung auf Teilzeit mindern nicht nur das aktuelle Gehalt, sondern führen zu weniger Rentenpunkten und geringerer Berufserfahrung, was den Verdienstabstand weiter vergrößert. Wenn ein Elternteil sich stärker um die Kinder oder andere Angehörige kümmert, kann ein finanzieller Ausgleich sinnvoll sein. Dazu kann der Partner mit dem höheren Einkommen beispielsweise Beiträge in eine private Altersvorsorge für die Person einzahlen, die für die Familie beruflich zurücksteckt.

Drei-Konten-Modell schafft Transparenz

Um die laufenden Kosten gerecht zu verteilen, bietet sich das Drei-Konten-Modell an: Dabei behalten beide Partner ein eigenes Einzelkonto und eröffnen zusätzlich ein Gemeinschaftskonto für Ausgaben wie Wohnen oder Lebensmittel. Auf dieses Konto überweisen beide einen vorher vereinbarten Teil ihres Einkommens. Dies fördert finanzielle Eigenständigkeit und schafft gleichzeitig Transparenz über die gemeinsamen Kosten. Weitere Tipps gibt es kostenfrei unter www.geld-und-haushalt.de in der Rubrik „Finanzwissen“. Auch für den Fall einer Trennung lohnt es sich, früh vorzusorgen. Während bei einer Ehescheidung Rentenansprüche durch den Versorgungsausgleich meist geteilt werden, haben unverheiratete Paare keinen gesetzlichen Anspruch.

Foto: djd/Geld und Haushalt

 

Veröffentlicht am: 03.04.2026

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