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Sonntag, 8. März 2026
   
 

Immer weniger Frauen vertrauen auf gesetzliche Rente

J.P. Morgan Asset Management zum Weltfrauentag


Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März hat J.P. Morgan Asset Management untersucht, wie Frauen in Deutschland ihre finanzielle Zukunft einschätzen. 

Das aktuelle „Altersvorsorgebarometer“, für das je 500 Frauen und Männer in Deutschland befragt wurden, zeigt: Das Vertrauen in die gesetzliche Rente ist bei Frauen auf einem Tiefpunkt. Nur jede dritte Frau glaubt, sich im Ruhestand den gewünschten Lebensstandard leisten zu können – bei den Männern ist es immerhin jeder Zweite. Diese große Zuversichtslücke besteht, obwohl zwei Drittel der Frauen bereits über die gesetzliche Rente hinaus sparen oder investieren.

Frauen stecken in der Wissensfalle

Die Befragung offenbart, dass Unsicherheit und fehlende Finanzbildung dabei zentrale Hürden sind: Nur jede zweite Frau fühlt sich bei Spar- und Investmententscheidungen sicher, bei Männern sind es mit 69 Prozent mehr als zwei Drittel – eine weitere große Zuversichtslücke. Als Hauptgrund für ihre Unsicherheit nennen 34 Prozent der Frauen mangelndes Finanzwissen, 28 Prozent fehlt die richtige Beratung. „Finanzielle Unabhängigkeit für Frauen beginnt im Kopf. Wir müssen den Fokus von der reinen Risikovermeidung hin zur Chancennutzung verschieben. Denn für eine langfristige Vorsorge führt am Kapitalmarkt kein Weg vorbei“, betont Beatrix Vogel, Leiterin Marketing & PR bei J.P. Morgan Asset Management.

Das Rendite-Paradoxon: Sparbuch schlägt Aktie in der Wahrnehmung

Ein zentrales Ergebnis des Barometers: Frauen überschätzen die Ertragskraft klassischer Sparformen und unterschätzen die Chancen am Kapitalmarkt. 49 Prozent der Frauen setzen bei der Altersvorsorge auf Sparbuch oder Tagesgeld – deutlich mehr als Männer (40 Prozent). Nur 16 Prozent der Frauen investieren primär in Aktien, bei Männern sind es mehr als doppelt so viele (34 Prozent). Und besonders fatal: 10 Prozent der Frauen halten Sparbuch und Tagesgeld für die renditestärkste Anlageform, während nur 9 Prozent diese Rolle Aktien zuschreiben.

„Die Fehleinschätzung, dass Sparbuch und Tagesgeld langfristig stabilere Erträge als Aktien einbringen können, führt dazu, dass Kapital vornehmlich dort geparkt wird, wo es inflationsbedingt real an Wert verliert“, erläutert Beatrix Vogel und ergänzt: „Frauen schätzen an den Sparprodukten Flexibilität und Liquidität – dies sind jedoch keine Exklusivmerkmale von Tagesgeldkonten. Auch Fonds und ETFs bieten tägliche Verfügbarkeit, bei gleichzeitig deutlich höheren Renditechancen.“

Nach wie vor hält sich in den Köpfen vieler Frauen der Irrglaube, dass Kapitalmarktinvestments grundsätzlich riskant sind. Während Investments in einzelne Aktien tatsächlich ein höheres Risiko bergen, reduziert sich dieses in breit gestreuten, weltweit anlegenden Fonds oder ETFs deutlich. „Für Anlageeinsteigerinnen oder für alle, die weniger Marktschwankungen bei den Ersparnissen wünschen, bieten sich auch Mischfonds oder ETFs mit einer Mischung aus Anleihen und Aktien an“, unterstreicht Beatrix Vogel.

Rentenpessimismus trifft auf wachsende Privatvorsorge

Die Skepsis, dass die staatliche Unterstützung zukünftig ausreichend ist, ist bei den Befragten groß: 52 Prozent der Frauen erwarten weniger oder viel weniger Unterstützung im Ruhestand, bei Männern sind es 42 Prozent. 62 Prozent der Frauen sehen die private Altersvorsorge als wichtigste Säule (Männer: 58 Prozent). Entsprechend sparen 68 Prozent der Frauen bereits regelmäßig oder gelegentlich für den Ruhestand; nur 14 Prozent haben bislang keinerlei Pläne, mit dem Sparen zu beginnen. „Es ist sehr ermunternd zu sehen, dass so viele Frauen erkannt haben, dass sie zusätzlich zur gesetzlichen Rente für ihren Ruhestand vorsorgen sollten. Nun sollten sie den Schritt vom Sparen zum Anlegen gehen, um die Rentenlücke auch tatsächlich schließen zu können“, betont Beatrix Vogel.

Für die tatsächliche Entscheidung bei der Ruhestandsplanung hat fast jede zweite der befragten Frauen (48 Prozent) eine Beratung bei einer Bank oder einem unabhängigen Finanzberater genutzt (Männer 46 Prozent). Im Gegensatz zu Männern setzen Frauen häufiger auf Freunde und Familie als Informationsquelle (43 Prozent; Männer: 36 Prozent) und sehr viel seltener auf das Internet (32 Prozent; Männer: 47 Prozent).

Lücke des Finanzwissens schließen

So ist das Fazit von Beatrix Vogel: „Es ist oft von der Einkommens- sowie der Rentenlücke zwischen Frauen und Männern die Rede. Wie unsere Befragung zeigt, sehen Frauen aber zusätzlich auch eine Wissenslücke im Vergleich zu den Männern, wenn es um Investments am Kapitalmarkt geht. Dabei lassen sich die ersten Schritte des Anlegens auch ohne großes Vorwissen gehen, wenn man dabei einige zentrale Anlagegrundsätze wie etwa eine breite Streuung, einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont und Marktschwankungen als Chance betrachtet. Damit lassen sich hartnäckige Vorurteile aus dem Weg räumen und Frauen können mit mehr Selbstvertrauen ihre Investments und Altersvorsorge, und damit ihre finanzielle Freiheit angehen“, fasst Beatrix Vogel zusammen.

Die hier zitierten Ergebnisse stammen aus dem jüngsten Altersvorsorgebarometer von J.P. Morgan Asset Management, einer repräsentativen Online-Befragung über die Plattform von Attest. Im Herbst 2025 wurden 500 Frauen und 500 Männer ab 18 Jahren in Deutschland zu ihrem langfristigen Spar- und Anlageverhalten befragt. 

 

Veröffentlicht am: 08.03.2026

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