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Inflationsrate fällt im Euroraum auf 1,7 Prozent im Januar

... Ulrike Kastens, Senior Economist



Erstmals seit September 2024 ist die Inflationsrate im Januar 2026 auf 1,7 Prozent gesunken. Auch die Kernrate ging leicht auf 2,2 Prozent zurück. Diese erfreulichen Nachrichten dürften die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer morgigen Sitzung veranlassen, ihren geldpolitischen Kurs zu bestätigen.

Grund für die deutlich gesunkene Inflationsrate war der Rückgang der Energiepreise um 4,1 Prozent. Dagegen setzte sich der Preisauftrieb bei den Nahrungsmitteln weiter fort. Sie stiegen um 2,7 Prozent; vor allem unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich kräftig um 4,4 Prozent. Dies war bereits der dritte Anstieg in Folge und dürfte das Gefühl vieler Konsumenten, dass gerade Güter des täglichen Bedarfs immer teurer werden, erneut verstärken.

Gute Nachrichten kamen dagegen von den Dienstleistungspreisen. Erstmals seit vier Monaten lag der Preisanstieg nur noch bei 3,2 Prozent. Die Preise für Konsumgüter erhöhten sich hingegen leicht um 0,4 Prozent. In den kommenden Monaten dürften die Effekte der Aufwertung des Euro und Preisnachlässe bei chinesischen Importprodukten aber für einen weiteren rückläufigen Trend sorgen.

Alles in allem bestätigen die heutigen Zahlen den geldpolitischen Kurs der EZB. Es scheint, dass der Januar-Effekt mit Preiserhöhungen zu Jahresbeginn geringer ausgefallen ist als in den vergangenen Jahren. In den kommenden Monaten dürfte es weitere leichte Entspannungen bei den Dienstleistungspreisen geben, da auch das Lohnwachstum nachlassen wird. Während die Inflation temporär unter der Zielmarke von 2,0 Prozent liegen dürfte, fasst die Wirtschaft tritt, wie die Daten zum BIP-Wachstum im vierten Quartal 2025 gezeigt haben. Vor diesem Hintergrund rechnen wir in diesem Jahr mit unveränderten Leitzinsen.

 

Veröffentlicht am: 04.02.2026

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