
(djd). Migräne gilt oft als weiblich, denn nach der Pubertät sind Frauen dreimal so häufig betroffen wie Männer. Doch wie der aktuelle Kopfschmerz- und Migräne-Report mit mehr als 3.000 Befragten zeigt, liegen die Differenzen nicht nur in der Häufigkeit. Auch Auslöser, Begleitsymptome und Auswirkungen einer Attacke werden von Männern und Frauen oft anders erlebt.
Ein starker Trigger: die Menstruation
So spielen bei Frauen nicht nur allgemeinen Auslöser wie Stress, Schlafmangel oder das Wetter eine Rolle. Hormonelle Schwankungen durch Zyklus oder Wechseljahre sind mit 37 Prozent ebenso verantwortlich: „Die Menstruation stellt einen der stärksten Trigger für das Auslösen von Migräneattacken dar“, so der Neurologe und Kopfschmerzexperte PD Dr. Charly Gaul. Auch der Verlauf einer Migräneattacke unterscheidet sich nach Geschlecht: Typische Begleitsymptome wie Nacken- und Schulterschmerzen (Frauen: 56 Prozent/Männer: 46 Prozent), Lichtempfindlichkeit (50/38 Prozent), Lärmempfindlichkeit (47/37 Prozent) und Übelkeit (33/21 Prozent) betreffen Frauen deutlich öfter. Bei Männern fallen die Attacken zudem meist kürzer aus. Zu den Folgen der Erkrankung berichten Frauen häufiger als Männer, dass Kopfschmerzen oder Migräne ihre Leistungsfähigkeit, körperliche Aktivität, psychische Belastbarkeit und ihren Schlaf beeinträchtigen. Wohl unter anderem wegen dieser Unterschiede erhalten Männer seltener eine korrekte Migränediagnose oder vorbeugende Behandlung.
Bewährte Therapien für beide Geschlechter
Weniger Differenzen gibt es hingegen bei der Therapie akuter Migräne: Viele Behandlungsoptionen – auch rezeptfreie – scheinen bei beiden Geschlechtern ähnlich gut zu wirken. Gaul setzt deshalb auf langjährig bewährte Mittel: „Dazu gehören auch coffeinhaltige Kombinationsanalgetika, deren Sicherheit und Wirksamkeit bei der Migräne über Jahrzehnte immer wieder gezeigt werden konnte“, sagt der Neurologe. Studien belegen, dass Kombinationen aus Schmerzmittel und Coffein schneller und stärker wirken als die einzelnen Wirkstoffe – Informationen dazu gibt es auch unter www.kopfschmerzen.de. So eignet sich beispielsweise Thomapyrin Classic insbesondere bei leichten bis mäßig starken Kopfschmerzen, während Thomapyrin Intensiv für intensivere Schmerzen und Migräne entwickelt wurde. Beide kombinieren Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Coffein.
Bei Migräne schnell handeln
Wichtig ist vor allem, mit der Behandlung nicht zu lange zu warten. Fachgesellschaften wie die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfehlen, eine Attacke möglichst früh und mit ausreichend hoher Dosierung zu behandeln, um eine bessere Wirkung zu erzielen.
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