
(djd). „Oh nein, nicht schon wieder!“ Viele junge Mütter kennen den Schrecken, wenn nach dem Bürsten ganze Haarbüschel zwischen den Borsten hängen bleiben oder sich die Strähnen auf dem Kopfkissen sammeln.
Bei allem Babyglück kommt die bange Frage auf: Ist das noch normal? Damit sind die Frauen nicht allein. In einer Schweizer Befragung gaben 20 Prozent der Frauen zwischen 30 und 49 Jahren eine Schwangerschaft als Auslöser für Haarprobleme an. Die gute Nachricht ist, dass es sich dabei um einen ganz natürlichen und vorübergehenden Prozess handelt.
Hormonelle Veränderungen als Ursache
Fachleute sprechen vom sogenannten postpartalen Effluvium. Diese Form des Haarausfalls tritt häufig zwei bis vier Monate nach der Entbindung auf und kann zunächst beunruhigend wirken. Die Ursache liegt vor allem in den hormonellen Veränderungen. Während der Schwangerschaft sorgt der erhöhte Östrogenspiegel dafür, dass viele Haare länger in der Wachstumsphase bleiben. Das Haar wirkt dadurch oft besonders dicht und glänzend. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel jedoch wieder ab. Zahlreiche Haarwurzeln wechseln gleichzeitig in eine Ruhephase, sodass die Haare zeitversetzt ausfallen.
Natürliche Unterstützung
Auch wenn der Eindruck manchmal dramatisch ist – kahle Stellen entstehen dabei in der Regel nicht, da sich der Haarverlust gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt. Meist normalisiert sich das Haarwachstum innerhalb von sechs bis zwölf Monaten von selbst. Zur Unterstützung von innen heraus kommen hierbei Schüßler-Salze etwa von Pflüger infrage. So kann Schüßler-Salz Nr. 11 Silicea Haut und Haare stärken, während Salz Nr. 1 Calcium fluoratum traditionell für Haut und Bindegewebe verwendet wird. Der ganzheitliche und natürliche Ansatz kommt jungen Müttern entgegen.
Weitere Maßnahmen
- Kopfmassage: Eine tägliche Kopfhautmassage zum Beispiel mit einer Noppenbürste für fünf bis zehn Minuten kann die Durchblutung der Haarwurzeln anregen.
- Sanftes Styling: Straffe Zöpfe und Hitzestyling belasten die Haarwurzeln zusätzlich. Milde Shampoos und lockere Frisuren sorgen für Erholung.
- Auch Zink spielt für die Haare eine wichtige Rolle. Nach Schwangerschaft und Geburt kann der Bedarf erhöht sein. Unter www.pflueger.de finden sich hierzu mehr Infos.
- Proteinreich essen: Haare bestehen zu einem Großteil aus Keratin, einem körpereigenen Protein. Die natürliche Produktion kann durch Lebensmittel wie Eier, Haferflocken, Hülsenfrüchte und Nüsse gefördert werden.
Foto: djd/Homöopathisches Laboratorium/Getty Images/Daria Kulkova