
Der Goldpreis notierte am Montagmorgen leicht höher, was auf einen schwächeren US-Dollar, niedrigere Renditen für US-Staatsanleihen sowie nachlassende Erwartungen an eine Zinserhöhung zurückzuführen war.
Das Edelmetall blieb nahe einem Zweimonatshoch und profitierte dabei von den schwächeren US-Konjunkturdaten der vergangenen Woche. Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI), zum Erzeugerpreisindex (PPI) und zu den Einzelhandelsumsätzen stützten die Wahrscheinlichkeit einer unveränderten Geldpolitik der Federal Reserve, die nun mit 70 % eingepreist ist – verglichen mit weniger als 50 % vor einer Woche. Letzteres könnte die Renditen von US-Staatsanleihen belasten und zinslose Anlagen wie Gold stützen.
Gleichzeitig bleiben die Käufe der Zentralbanken ein struktureller Rückenwind. Die PBoC stockte ihre Bestände im Juli um 20 Tonnen auf – der größte monatliche Zuwachs seit Oktober 2023 in einer 21-monatigen Serie. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte das Edelmetall zusätzliche Unterstützung finden.
Die Märkte könnten sich diese Woche den Protokollen der Fed-Sitzung vom 28. bis 29. Juli zuwenden, bei der drei von zwölf Mitgliedern gegen eine sofortige Zinserhöhung stimmten, um weitere Hinweise auf die Ausrichtung des Ausschusses zu erhalten. Auch die Rede von Kevin Warsh in Jackson Hole – seine erste als Fed-Vorsitzender vor der Entscheidung am 15. und 16. September – könnte die Märkte beeinflussen. Allerdings beobachten die Märkte angesichts der aktuellen Unsicherheit weiterhin die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Ölpreise sowie die Inflationssorgen.