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J.P. Morgan Asset Management: Asien-Pazifik-Region – Die nächste Wachstumswelle rollt an

Chinas Tech-Aufholjagd nimmt Fahrt auf“



Die Aktienmärkte der Asien-Pazifik-Region stehen vor einer neuen Dynamik: Governance-Reformen, attraktive Bewertungen und der anhaltende Abwärtstrend des US-Dollars sorgen für frischen Rückenwind. 

„Wir erleben einen Wendepunkt, an dem strukturelle Veränderungen und makroökonomische Trends die Region zu einem der spannendsten Investmentziele weltweit machen“
, ist Aisa Ogoshi, Portfolio-Managerin des JPMorgan Funds – Pacific Equity Fund bei J.P. Morgan Asset Management, überzeugt.

Der US-Dollar ist laut den langfristigen Kapitalmarkterwartungen (LTCMA) von J.P. Morgan Asset Management rund 10 Prozent überbewertet und Phasen der Dollar-Abwertung boten historisch ein günstiges Umfeld für Schwellenländeraktien. Hinzu kommt das seit 2020 veränderte Wirtschaftsumfeld: Auf steigende Preise bei wachsender Wirtschaft reagieren die Schwellenländer als zentraler Produktions- und Rohstoffstandort traditionell besonders stark. Für die Region Asien erwartet J.P. Morgan Asset Management gemäß der Langfristanalyse je nach Markt annualisierte Renditen zwischen 7,1 und 8,2 Prozent. Für Aisa Ogoshi sind die Unternehmensreformen in der Region ein zentraler Treiber: „Die Governance-Reformen sind zu einer strukturellen Triebkraft für die Neubewertung von Märkten in Asien geworden“, sagt Ogoshi. Es handele sich dabei keineswegs um „rein kosmetische Veränderungen“.

Corporate Governance treibt Neubewertungen

Vorreiter der Governance-Reformen war Japan, es folgte Korea, und zunehmend zeigen sich entsprechende Entwicklungen auch in China. Auslöser in Japan war die Tokioter Börse, die Unternehmen mit ineffizienten Bilanzen und Bewertungen unter Buchwert öffentlich benannte. Die Folgen sind laut Aisa Ogoshi deutlich sichtbar: Überschüssige Cash-Bestände und Überkreuzbeteiligungen werden nicht mehr toleriert und Bilanzen werden schlanker sowie effizienter, was höhere Ausschüttungen an die Aktionärinnen und Aktionäre ermögliche.

Die erste Welle dieser Reformen ist aus Ogoshis Sicht inzwischen weitgehend abgeschlossen. Nun beginne eine strukturelle Phase, in der Unternehmen ihre Geschäftsportfolios bereinigen, sich von Randaktivitäten trennen und sich auf die Verbesserung der Kapitalrendite (ROIC) konzentrieren müssten. In Korea ist die Entwicklung stärker politisch getrieben als in Japan, Änderungen im Handels- und Steuerrecht wurden bereits umgesetzt. In China stehen die Entwicklungen noch am Anfang, folgen aber dem Muster Japans: In den vergangenen fünf Jahren wurden zunehmend Aktienrückkaufprogramme angekündigt und umgesetzt. Inzwischen kaufen chinesische Unternehmen erstmals seit 20 Jahren mehr Aktien zurück als sie neue emittieren, was sich positiv auf den Gewinn je Aktie auswirkt. Aisa Ogoshi wertet dies als ermutigende erste Signale und erwartet weitere positive Entwicklungen aus China.

Chinas Tech-Aufholjagd „eine Frage der Zeit“


Rund 70 Prozent der Halbleiter werden heute in Asien produziert. Nach Berechnungen von J.P. Morgan Asset Management fließen zudem 40 Prozent der globalen KI-Investitionen an asiatische Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Chipfertigung bei TSMC über die Speicherspezialisten SK Hynix und Samsung bis zu Packaging und Testing bei ASE Technology. Die Bewertungen sind attraktiv: Asiatische Technologieunternehmen notieren weiterhin mit deutlichem Abschlag zu ihren US-Pendants.

China spielt bislang vor allem bei weniger fortgeschrittenen Halbleitern eine große Rolle, was sich aus Sicht von Aisa Ogoshi jedoch bald ändern dürfte. „Es ist eine Frage der Zeit, nicht des Ob, dass China eine vollständig lokale Halbleiter-Lieferkette etabliert", sagt Ogoshi. Erst im Juni hat die chinesische Regierung Investitionen von rund 300 Milliarden US-Dollar in die KI-Lieferkette über die nächsten fünf Jahre angekündigt. Zwar liegt die chinesische Chiptechnologie nach Einschätzung von Aisa Ogoshi noch zurück – beispielsweise braucht es derzeit drei bis fünf chinesische Chips, um die Leistung eines Nvidia-Chips zu erreichen. Doch sieht Ogoshi einen wichtigen Vorteil: „China verfügt über reichlich günstigen Strom, was den Mangel an modernster Chiptechnologie kompensieren kann", erläutert Ogoshi. Insgesamt hätten chinesische KI-Modelle bereits beachtliche rund 70 bis 80 Prozent des US-Niveaus erreicht. Mehr Transparenz über den tatsächlichen Fortschritt erwartet die Portfolio-Managerin noch in diesem Jahr. So ist Ende Juli der chinesische DRAM-Speicherchip-Hersteller CMXT an die Shanghaier STAR Market-Börse gegangen und im Jahresverlauf wird der Börsengang des NAND-Speicherspezialist YMTC erwartet.

Chancen jenseits des KI-Hypes: Lifestyle, Finanzen, Energiespeicher

Bei aller KI-Euphorie gilt es aus Sicht von Aisa Ogoshi zu differenzieren: Asien ist zwar stark bei den „AI Accelerators" – der Hardware-Lieferkette der Rechenzentren – vertreten. Zugleich wurden Teile des Marktes im Zuge des globalen Software-Ausverkaufs jedoch unterschiedslos abgestraft. Genau darin sieht Ogoshi Chancen: Vielversprechend seien etwa Spieleentwickler in China, Korea und Japan – hochwertige Unternehmen, für die KI vor allem ein Kostenhebel sei, während ihre Produkte für Konsumenten attraktiv blieben.

Daneben setzt Ogoshi auf strukturelle Wachstumsthemen jenseits von Technologie, wie etwa beim Thema Lifestyle. Der japanische Konzern Fast Retailing, der hinter der Marke Uniqlo steht, habe sehr großes Wachstumspotenzial in den USA und Europa.

Ein weiteres Thema ist laut Ogoshi die Digitalisierung von Finanzdienstleistungen: In Korea und Japan liegt der Anteil der Haushaltsvermögen in Aktien bei lediglich 9 bis 10 Prozent, verglichen mit rund 30 Prozent in den USA. Die Regierungen beider Länder wollen Vermögen aus Immobilien und Bankeinlagen verstärkt in den Kapitalmarkt lenken, wovon Online-Broker besonders profitieren dürften. Auch das Feld der Energiespeichersysteme wächst – mit CATL, dem weltgrößten Batteriehersteller mit Sitz in China als einem der Hauptprofiteure.

In Indien schließlich sieht Ogoshi trotz kurzfristiger Belastungen durch Inflation, Währungsschwäche und schwächeres Gewinnmomentum langfristig gute Perspektiven: Das Land verfüge über eine junge, gut ausgebildete und englischsprachige Erwerbsbevölkerung. Als Branche sieht sie etwa private Krankenhausbetreiber auf einem attraktiven Wachstumspfad, allerdings seien dort auch die regulatorischen Rahmenbedingungen genau zu prüfen.

Zusammengefasst spricht aus Sicht von Aisa Ogoshi die Kombination aus günstigem Makro-Umfeld, strukturellen Reformen und attraktiven Bewertungsniveaus für die Asien-Pazifik- Region. Gerade weil sie so groß, komplex und divers sei, komme es aber darauf an, potenzielle Gewinner und Verlierer zu identifizieren. Für qualitätsorientierte, fundamental ausgerichtete Investoren sei jetzt eine gute Zeit, Unternehmen auszuwählen, die die richtigen Entscheidungen für die nächsten fünf bis zehn Jahre treffen, so Aisa Ogoshi.

Pacific Equity Fund: Seit mehr als 35 Jahren zwei starke Themen im Fokus

Der Fondsklassiker JPMorgan Funds - Pacific Equity Fund ermöglicht seit 1988 den Zugang zur wachstumsstarken Asien-Pazifik Region. Dank der Kombination von aufstrebenden Schwellenländern mit etablierten Industrienationen bietet der Fonds einen Diversifikationsvorteil und somit bessere risikobereinigte Erträge. Insbesondere die Ergänzung um japanische Aktien bietet einen guten Diversifikationseffekt zum restlichen Asien: Japan ist weiterhin unterbewertet, weniger stark im Anlegerfokus und bietet besonders viel Potenzial für aktive Manager. Aus rund 1.500 Titeln der Region selektiert das Fondsmanager-Team um Aisa Ogoshi ein konzentriertes Portfolio von etwa 70 attraktiven Titeln mit hoher Qualität und überdurchschnittlichem Gewinnwachstum. Die Bottom-up-Titelauswahl profitiert von der lokalen Expertise und fundierten Erfahrung des vor Ort ansässigen Anlageteams. 

 

Veröffentlicht am: 12.08.2026

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