Die temporäre Entspannung in der Entwicklung der deutschen Inflation ist vorbei. Nach dem Auslaufen des Tankrabatts und der neuerlichen Erhöhung der Energiepreise in den vergangenen Wochen sind die Lebenshaltungskosten im Juli um 2,8 Prozent gestiegen.
Diese Zunahme lag leicht über den Markterwartungen. Außerhalb der Energiepreiskomponente ist aber kaum zusätzlicher Preisdruck zu verzeichnen. Nahrungsmittel verteuerten sich wie im Vormonat um 0,4 Prozent und Dienstleistungen um 2,9 Prozent (im Juni waren es noch 3,1 Prozent). Insgesamt ging die Kernrate auf 2,4 Prozent zurück.
Dabei dürften sich auch die Preisermäßigungen bei Bekleidung bemerkbar gemacht haben. Alles in allem ist es eine gute Nachricht für die EZB, dass sich der Preisauftrieb in Deutschland nicht verbreitert hat. Daher dürfte es unserer Meinung nach nur noch eine Zinserhöhung geben, die im September erfolgen könnte.