
Der Dollar-Index notierte am Donnerstag nahe der 100-Punkte-Marke und setzte damit seine Erholung von den jüngsten Tiefstständen fort, da die zunehmend vorsichtige Haltung der Federal Reserve die US-Währung stützte.
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen kletterte in Richtung des oberen Endes ihrer jüngsten Bandbreite, was die nachlassenden Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen nach den Wirtschaftsprognosen der Fed und den Äußerungen ihres Vorsitzenden widerspiegelte.
Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten bleiben eine wichtige Marktkraft, wobei anhaltende Störungen der regionalen Energieinfrastruktur die Ölpreise in die Höhe treiben und die Inflationssorgen verstärken. Höhere Energiekosten könnten die Möglichkeiten der Fed zur Lockerung der Geldpolitik weiterhin einschränken. Die Fed hielt ihre Zinsen unverändert, revidierte jedoch ihre Inflationsprognosen nach oben. Infolgedessen haben sich die Erwartungen in Richtung keiner Zinssenkungen in diesem Jahr verschoben, was sowohl die Renditen als auch den Dollar zusätzlich stützte.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die heute im Laufe des Tages erscheinenden wöchentlichen Arbeitslosenzahlen, die die Stimmung in gewissem Maße beeinflussen könnten. Schwächere Arbeitsmarktdaten könnten die Renditen belasten, obwohl die erhöhten Ölpreise weiterhin im Fokus stehen könnten. Umgekehrt könnten niedrigere Arbeitslosenzahlen einen vorsichtigeren Zinsausblick stützen und den Aufwärtstrend bei den Renditen und dem Dollar aufrechterhalten.