
Der US-Arbeitsmarktbericht für Juni ist schwächer ausgefallen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 57.000 und damit deutlich unter den 129.000 im Mai. Der Großteil der Arbeitsplatzverluste entfiel mit 61.000 Arbeitsplätzen auf die Freizeit- und Gastgewerbebranche, was wahrscheinlich auf volatile Nachfrage zurückzuführen ist.
Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte von 4,3 Prozent im Mai auf 4,2 Prozent im Juni. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Erwerbsquote von 61,8 Prozent auf 61,5 Prozent sank. Trotz der niedrigeren Arbeitslosenquote wird dies allgemein als Zeichen von Schwäche gewertet. Das Bureau of Labor Statistics nennt Bevölkerungsanpassungen als Ursache für den Rückgang. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Monatsvergleich moderat um 0,3 Prozent, was auf keinen nennenswerten Inflationsdruck hindeutet.
Insgesamt entlastet dieser Bericht die Zentralbanker etwas und verschafft ihnen mehr Zeit, um einzuschätzen, wie sich externe Effekte durch Ölpreise und Zölle in den kommenden Monaten auf die Inflation auswirken werden. Bei dieser Betrachtung spielen die Arbeitsmärkte derzeit sicherlich eine untergeordnete Rolle.