
Die europäischen Aktienmärkte gaben am Mittwoch nach, da die Anleger auf die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und die wachsenden Inflationssorgen reagierten. Die Unsicherheit hinsichtlich des diplomatischen Prozesses und die anhaltenden Risiken für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus haben die Vorsicht an den Finanzmärkten verstärkt. Die hohen Energiepreise könnten den Inflationsdruck weiter anheizen.
Die Anfang dieser Woche veröffentlichten Inflationsdaten verstärkten diese Sorgen, da sowohl die Gesamtinflation als auch die Kerninflation im Euroraum über dem 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank lagen. Auch die heutigen Erzeugerpreisdaten stiegen auf Jahresbasis auf 4,9 % und verzeichneten damit den stärksten Anstieg seit März 2023. Die Zahlen verstärkten die Erwartungen, dass die EZB bei ihrer Sitzung im Juni eine Zinserhöhung beschließen könnte. Infolgedessen stiegen die Renditen europäischer Staatsanleihen, was die Aktienmärkte zusätzlich belastete.
Weitere Wirtschaftsdaten trugen zur vorsichtigen Stimmung bei. Der deutsche Composite-PMI lag leicht höher, blieb jedoch unter der Schwelle von 50. Auch der französische PMI befand sich deutlich im Kontraktionsbereich. Auf Ebene der Eurozone blieb der Composite-PMI im Kontraktionsbereich, was die Stimmung belastete.
Mit Blick auf die Zukunft werden die Anleger die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin genau beobachten. Jede Eskalation der Spannungen könnte den Ölpreisanstieg und die Inflationserwartungen weiter anheizen und damit zusätzliche Gegenwind für Aktien schaffen.