^

URL: https://www.frauenfinanzseite.de/index.php?id=1,15631,0,0,1,0


Inflationsrate in Deutschland klettert auf 2,2 Prozent – EZB bleibt aber weiter auf Zinssenkungskurs

... von Ulrike Kastens, Volkwirtin Europa, DWS



Es war allgemein erwartet worden, dass die deutsche Inflationsrate gegen Ende des Jahres aufgrund von Basiseffekten wieder anziehen würde. So stiegen die Lebenshaltungskosten im November 2024 um 2,2 Prozent, nach 2,0 Prozent im Oktober. Auch im Dezember ist mit einer ähnlich hohen Preissteigerung zu rechnen.

Die Details zeigen ein gewohnt gemischtes Bild. Erfreulicherweise hat sich der Anstieg der Nahrungsmittelpreise wieder auf 1,8 Prozent abgeschwächt (Oktober: 2,3 Prozent). Dagegen zogen die Preise für Waren weiter leicht an. Im Jahresvergleich erhöhten sie sich um 0,7 Prozent, nach 0,4 Prozent im Vormonat. Das Sorgenkind bleibt weiterhin der Dienstleistungsbereich. Obwohl Daten aus Nordrhein-Westfalen zeigen, dass die Preise für Pauschalreisen und Übernachtungen im Monatsvergleich gesunken sind, blieb der Anstieg im November im Jahresvergleich unverändert bei 4,0 Prozent. Der kräftige Lohnanstieg der vergangenen Monate macht sich hier immer noch bemerkbar und dürfte auch noch in das Jahr 2025 tragen.

Dennoch hat die Zuversicht – auch bei uns – deutlich zugenommen, dass die Inflationsrate 2025 in der Eurozone wieder bei zwei Prozent liegen sollte. Dies ermöglicht es der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin graduelle Zinssenkungen vorzunehmen. Einen großen Zinsschritt nach unten erwarten wir nicht, zumal der Verschlechterung der Stimmungsindikatoren kurzfristig höhere Lohnsteigerungen und eine immer noch robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt gegenüberstehen. Wir gehen nach wie vor von einer Senkung des Einlagensatzes um weitere 25 Basispunkte im Dezember aus.

 

Veröffentlicht am: 29.11.2024

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Nächsten Artikel lesen

Vorherigen Artikel lesen

 

Neu:

▪ Der größte Finanzfehler vieler Frauen

▪ Bewegung führt zu Wohlbefinden

▪ PAULINE T. SCHULTE UND LEONHARD WACHTER „ZWISCHEN RÄUME“

▪ DWS Chart der Woche: Europas Gewinne auf dem Prüfstand

▪ Unterschätzter Risikofaktor für Sodbrennen

▪ DWS-Marktausblick September 2026

▪ Vom Alltagsmöbel zum Sammlerstück

▪ FOMC-Sitzung im September – eine Frage der Dosierung

▪ Neues aus dem Young Euro Classic Kosmos

▪ Mutmacherinnen in unruhigen Zeiten


 

 

 

 

Werbung

Werbung

 

 

 

Werbung

             

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk:
| Börsen-Lexikon
| Fotograf Fotomensch Berlin
| Geld & Genuss
| gentleman today
| genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock.de
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

© 2026 by frauenfinanzseite.de, Groß-Schacksdorf. Alle Rechte vorbehalten.