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Samstag, 17. April 2021
   
 

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Swisscanto Invest – Kurzbericht März 2021

US-Aktienmarkt hoch bewertet, aber fundamental stark

Die Wirtschaft vermochte dem pandemiebedingten Abwärtsdruck im letzten Quartal 2020 besser als erwartet zu widerstehen. Zudem hat sich der wirtschaftliche Ausblick im Vergleich zum Vormonat in fast allen Ländern und Regionen aufgehellt.

Zum einen sinken die Infektionszahlen weltweit stark, derweil die Fortschritte beim Impfen Zuversicht auslösen. Zum anderen haben sowohl Unternehmen als auch Konsumenten sich an die Pandemie-Situation angepasst. Spätestens zur Mitte dieses Jahres erwarten wir mit der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft eine starke globale Erholung. Die größte Wachstumsdynamik sehen wir in den asiatischen Schwellenländern sowie in den USA.

Finanzmärkte

Zu Jahresanfang war der Renditeanstieg durch höhere Inflationserwartungen getrieben. Mit der zunehmenden wirtschaftlichen Öffnung rund um den Globus entfernen sich auch die Realzinsen wieder von ihren Tiefständen. In der Summe gehen wir von einem weiteren, graduellen Anstieg der Nominalrenditen aus. Die Aktienmarktbewertungen sind zwar mittlerweile in vielen Regionen stattlich, unser globaler Wirtschaftsausblick spricht indes nach wie vor für konjunktursensitive Aktienmärkte. So haben vor allem die Märkte der Schwellenländer Asiens und der US-Markt überdurchschnittliches Kurspotenzial.

Weiterer gradueller Renditeanstieg erwartet

Anders als im Januar, als die höheren Renditen fast gänzlich das Ergebnis höherer Inflationserwartungen gewesen waren, war der Renditeanstieg im Februar zu einem beträchtlichen Teil realer Natur. So kam es beispielweise bei den US-Inflationserwartungen, gemessen an den 10-jährigen Breakeven-Inflationserwartungen, zu einer Konsolidierung, nachdem über die vergangenen Monate die Höchststände von 2018 von knapp 2,2 Prozent übertroffen worden waren. Allerdings erreichten in früheren Phasen, beispielsweise vor und nach der globalen Finanzkrise 2008/09, die Inflationserwartungen erst bei über 2,5 Prozent ihr Zyklushoch. Angesichts dessen besteht zurzeit also noch etwas Luft nach oben. Zudem dürften sich mit der zunehmenden wirtschaftlichen Öffnung die Realzinsen weiter von ihren Tiefständen im deutlich negativen Bereich lösen. Nach dem starken Anstieg halten wir eine Konsolidierung bei den Renditen für wahrscheinlich. Mittelfristig gehen wir aber von einem weiteren, graduellen Anstieg der Nominalrenditen aus.

Reduktion der Anleihekäufe in Nordamerika?


Dabei dürfte der Renditeanstieg in Japan, Deutschland und der Schweiz weiterhin tendenziell weniger stark ausfallen als an den angelsächsischen Bondmärkten. So sehen wir gute Chancen, dass die Bank of Canada schon in diesem Sommer ihr Anleihekaufprogramm weiter drosseln wird. Auch die Erwartungen an die US-Notenbank Fed bezüglich einer geldpolitischen Straffung sind zuletzt wieder etwas angestiegen. Allerdings deutet derzeit wenig darauf hin, dass sich die US-Währungshüter eine rasche Rückführung der expansiven Geldpolitik planen. Insbesondere liegt aufgrund der letztjährigen Strategieüberprüfung die Messlatte für eine Straffung höher als in früheren Phasen, sowohl was die Inflation als auch das Beschäftigungsziel betrifft.

Bewertungsaufschlag bei US-Unternehmen gerechtfertigt

US-Unternehmen haben in der langsam zu Ende gehenden Gewinnberichtssaison erneut bewiesen, dass sie aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ihrer Flexibilität und Effizienz ein überdurchschnittlich hohes Gewinnwachstum erzielen. Während beispielsweise die Gewinne der europäischen Unternehmen im 4. Quartal noch um mehr als 15 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahresperiode geschrumpft sind, erzielten die US-Aktiengesellschaften bereits wieder ein Plus von fünf Prozent. Wir gehen davon aus, dass die US-Unternehmen ihre fundamentale Stärke auch in den kommenden Quartalen bewahren werden und erachten ihren Bewertungsaufschlag gegenüber denen anderer Regionen weiterhin als gerechtfertigt. Zwar sehen wir die in Aussicht gestellte Anhebung der Unternehmenssteuern als Risiko, die bisherigen Verlautbarungen aus dem US-Finanzministerium deuten aber nicht auf große Eile bei der Umsetzung hin.

Großbritannien weiterhin attraktiv

Wir haben in den vergangenen Monaten darauf hingewiesen, dass Großbritanniens Aktienmarkt aufgrund der jetzt herrschenden Brexit-Planungssicherheit, der Fortschritte beim Corona-Impfprogramm und des damit verbundenen besseren Ausblicks für die konjunkturelle Dynamik deutlich attraktiver geworden ist. Die letztjährige relative Schwäche des Markts hat sich tatsächlich nicht fortgesetzt. Der jüngste Anstieg der Inflationserwartungen, der damit verbundene Anstieg der Anleiherenditen sowie die steilere Zinsstrukturkurve begünstigen zudem die Sektoren Energie, Grundstoffe und Finanzdienstleister, die am britischen Aktienmarkt besonders stark vertreten sind. Vor dem Hintergrund der nach wie vor niedrigen Bewertung britischer Aktien gegenüber denen anderer Märkte rechnen wir weiterhin mit überdurchschnittlichen Indexanstiegen in Großbritannien.

Renditeanstieg setzt Gold zu


Das gelbe Edelmetall ist im Februar wie schon im Vormonat unter Abgabedruck geraten. Das steigende Renditeumfeld war Hauptursache für den Preisrückgang von Gold. Nachdem über Monate hinweg nur steigende Inflationserwartungen für höhere Anleihenrenditen verantwortlich waren, haben sich nun auch die Realrenditen von ihren Tiefstständen gelöst. Zwar werden die sogenannten inflationsbereinigten Renditen noch längere Zeit im negativen Territorium verharren, jedoch ist ein weiterer Anstieg im Zuge der Konjunkturerholung wahrscheinlich. Folglich steigen auch die Opportunitätskosten von Gold, sodass wir vom aktuellen Niveau nur noch ein geringes Aufwärtspotenzial sehen. Solange die Notenbanken ihre expansive Geldpolitik fortsetzen, bleibt der Goldpreis noch gut unterstützt. Bei Anzeichen einer Reduktion der Wertpapierkäufe der Währungshüter dürften sich jedoch die Vorzeichen für Gold ändern, zumal dann mit einem stärkeren Realrenditeanstieg zu rechnen ist.

 


Veröffentlicht am: 01.03.2021

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