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Inflationsgespenst sorgt für Gegenwind bei Anleihen

NN Investment Partners sieht europäische und japanische Aktien 2021 vorne


NN IP sieht in ihrem Ausblick 2021 sowohl europäische als auch japanische Aktien vorn, da sie weltweit am günstigsten sind und die größten Gewinnsteigerungen verzeichnen dürften.

Die NN IP-Analyse zeigt, dass Aktien aus der Eurozone und Japan derzeit eine Aktienrisikoprämie von 5,85 % bzw. 4,94 % haben, gegenüber 3,25 % in den USA, 6,17 % in Großbritannien und 2,92 % in China.

Die europäischen und japanischen Märkte werden von Value- und zyklischen Sektoren dominiert, die am meisten von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren dürften. In den USA spielen hingegen die teureren, wachstumsorientierten Sektoren Technologie und Kommunikationsdienstleistungen eine größere Rolle, so NN IP.

Die Unternehmensgewinne dürften weltweit von einer Belebung der Nachfrage profitieren, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Der Reflationshandel dürfte auch die Rohstoffmärkte stützen, zum Beispiel in den Bereichen Öl und Industriemetalle, wo nach Jahren der Unterinvestition eine steigende Nachfrage auf ein begrenztes Angebot trifft.

Während die Geldpolitik vorerst unverändert bleibt, werden die Renditen aufgrund der Inflationserholung steigen, was sich negativ auf Anleihen auswirkt. NN IP ist jedoch weiterhin positiv für die Spreads im Credit- und Emerging-Markets-Bereich, da die Asset-Kaufprogramme und die Suche nach Rendite andauern.

Ewout van Schaick, Head of Multi Asset, von NN Investment Partners, sagt: „Die allgemeinen Prognosen für die globale Gewinnentwicklung im Jahr 2021 gehen von einer deutlichen Erholung um 25 % aus, was die weltweiten Gewinne wieder auf das Niveau von 2019 bringen würde. Ein solcher Aufschwung würde auch dazu führen, dass die Erholung schneller verläuft als nach den beiden vorangegangenen Rezessionen. Dies ist naheliegend, da die aktuelle Rezession ereignisgetrieben war und nicht durch makroökonomische Ungleichgewichte oder finanzielle Belastung verursacht wurde.“

Marco Willner, Head of Investment Strategy, von NN Investment Partners, ergänzt: „Die USA sind teurer als die anderen entwickelten Märkte, vor allem aufgrund ihrer Übergewichtung in den wachstumsstarken Sektoren Technologie und Kommunikationsdienstleistungen. Ihr wirtschaftlicher Abschwung war während der Pandemie zudem flacher als in Europa und Japan. In den meisten Szenarien sind die Aussichten am besten für die Märkte außerhalb der USA und für zyklische Sektoren, insbesondere für solche, die klimarelevante Lösungen anbieten oder in Dienstleistungsbereichen tätig sind.“ Und weiter: „Die Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und China unter Präsident Joe Biden wird für die Finanzmärkte entscheidend sein. Vorerst erwarten wir einen diplomatischeren und konstruktiveren Ansatz aus Washington, aber nicht unbedingt eine Änderung der konkreten Politik.“

Aktien

Der wesentliche Faktor für Aktienrenditen im Jahr 2021 wird eine Beschleunigung des Gewinnwachstums sein. Die regionalen Unterschiede werden erheblich sein. Das stärkste Gewinnwachstum wird in Europa und Japan zu verzeichnen sein, das „schwächste“ Wachstum in den USA. Die Gewinne in den zyklischeren europäischen und japanischen Märkten sind seit Ausbruch der Pandemie viel stärker zurückgegangen als im eher technologieorientierten US-Markt. Die Zurückhaltung der Zentralbanken bezüglich einer restriktiveren Geldpolitik wird die Aktienrisikoprämie stützen, die vor allem außerhalb der USA immer noch attraktiv ist. Somit sind zweistellige Renditen im Jahr 2021 eine reale Möglichkeit.

In den USA wird die Unterstützung der Wirtschaft durch die Regierung und die Federal Reserve in diesem Jahr entscheidend sein. Ein neues Konjunkturpaket wird wahrscheinlich in der ersten Hälfte des Jahres 2021 ausgehandelt. Darüber hinaus sind nach den Wahlen in Georgia die Mehrheitsverhältnisse im Senat dafür entscheidend, dass Biden einige seiner langfristigen Initiativen in Bereichen wie Infrastruktur und Gesundheitsversorgung umsetzen kann.

Bei Aktien ist NN IP global und in der Eurozone leicht übergewichtet, in Großbritannien, Japan sowie den Schwellenländern (EMs) neutral und in den USA etwas untergewichtet.

Anleihen

Die Inflation könnte Anleihen im Jahr 2021 gefährlich werden. In den letzten 30 Jahren hat die Globalisierung die Desinflation vorangetrieben, aber bereits im letzten Jahrzehnt geriet sie ins Stocken. Die Pandemie könnte den Trend gänzlich umkehren. Die Regierungen in fast allen Ländern haben sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik deutlich gelockert, was zu Inflation führen könnte. Die attraktivsten Gelegenheiten für 2021 bieten sich bei Emittenten, deren Spreads sich 2020 deutlich ausgeweitet haben, die aber immer noch über ausreichend Liquidität zur Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit verfügen.

NN IP ist leicht übergewichtet in den USA und der Eurozone im Investment-Grade-Bereich sowie bei EM-Hartwährungsanleihen und deutlich übergewichtet in den USA und der Eurozone im High-Yield-Bereich.

Emerging Markets

Die Aussichten für Schwellenländeranlagen sind positiv, bedingt durch die Erholung der Weltwirtschaft nach der Pandemie, die solide Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und die anhaltende globale Suche nach Rendite. Da die Divergenz zwischen den Ländern zunimmt, werden Investoren die meisten Chancen in der Differenzierung zwischen Ländern und Regionen finden. Bei Aktien scheint die asiatische Region am besten aufgestellt zu sein, während bei Anleihen die hochverzinslichen Frontier-Märkte in Hartwährung attraktiver erscheinen.

ESG

Europa wird in diesem Jahr weltweit führend im Bereich der nachhaltigen Finanzwirtschaft sein; Spillover-Effekte werden in der gesamten entwickelten Welt zu spüren sein. Festverzinsliche Wertpapiere werden gegenüber Aktien aufholen, da die Emissionen von grünen Anleihen zunehmen.

Bei der Finanzierung von Akquisitionen, Infrastruktur, Immobilien und globalem Handel dürfte Private Debt in den kommenden Jahren eine noch größere Rolle spielen. Auch Alternative Credit könnte Investoren eine zusätzliche Möglichkeit zur Renditesteigerung und zur Stärkung ihres ESG-Engagements bieten, sofern die Anleihen positiv mit Klimawandel, Energiewende, Umwelt und nachhaltigem Wachstum verbunden sind.

 


Veröffentlicht am: 20.01.2021

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