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Donnerstag, 4. Juni 2020
   
 

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Börse Stuttgart Marktbericht: Bonds Weekly

Weiterhin keine Einigung zu Corona-Bonds

Die Finanzminister der EU-Staaten konferieren seit Tagen in Videokonferenzen, wie die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie geschultert werden können. Seit Wochen schwelt ein Streit zwischen den Ländern über die Einführung von Corona-Bonds. Frankreich, Italien und Spanien befürworten die Einführung, dagegen sind vor allem Deutschland, die Niederlande, Schweden, Österreich und die baltischen Staaten.

Deutschland sieht in der Einführung von Corona-Bonds die Gefahr, dass die gemeinsame Aufnahme von Schulden zu einer Dauereinrichtung werden könnte. Finanzminister Olaf Scholz favorisiert die Einbeziehung des „Europäischen Stabilitätsmechanismus“, kurz ESM. Die in Luxemburg ansässige Organisation nimmt über den Kapitalmarkt Kredite auf und reicht sie an die Länder weiter. Diese Weitergabe an die Länder war bisher mit strengen haushaltspolitischen Auflagen verknüpft.

Laut Verhandlungskreisen können sich die Niederlande und Italien gegenwärtig nicht auf die damit verbundenen Auflagen einigen. Der ESM hätte die Möglichkeit, ein Kreditvolumen von bis zu 420 Milliarden Euro zu vergeben. Die EZB hat bereits den Ankauf von Anleihen im Gegenwert von 750 Milliarden Euro verkündet. Darüber hinaus verhandeln die Finanzminister über die Einbeziehung der europäischen Investitionsbank (EIB) und über die Einführung des von der EU-Kommission vorgeschlagenen Kurzarbeiterprogramms „Sure“.
 
Erstmalige Emission siebenjähriger und 15-jähriger Bundesanleihen

Die Deutsche Finanzagentur hat angekündigt, dass sie im Auftrag des Finanzministeriums zum ersten Mal siebenjährige und 15-jährige Bundesanleihen ausgegeben will. Die Anleihen sollen im Mai 2020 ausgegeben werden. Der steigende Finanzierungsbedarf durch die eingeleiteten Hilfsmaßnahmen gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie erfordert eine erhöhte Refinanzierung. Alleine im zweiten Quartal steigt die Aufnahme von 43 Milliarden Euro auf 130,5 Milliarden Euro.
 
Massive Abflüsse aus Rentenfonds im März

Nach ersten Auswertungen der Fondsanalysten von Morningstar haben Anleger in Europa bis zum 27. März Rentenfondsanteile im Gegenwert von mehr als 85 Milliarden Euro zurückgegeben. Der bisherige Negativrekord lag im Oktober 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, bei 53,5 Milliarden Euro. In den Daten sind 83 Prozent der Rentenfonds enthalten. Damit muss für den Gesamtmarkt noch von höheren Rückgaben ausgegangen werden, zumal auch Mischfonds, die in Anleihen investieren, Abflüsse von 23,5 Milliarden Euro zu verzeichnen hatten.
 
Bundes-/Staatsanleihen

Der Euro-Bund-Future schloss die letzte Handelswoche mit 172,06 Prozentpunkten ab. In der durch Karfreitag verkürzten Handelswoche tendiert der Euro-Bund-Future schwächer. Sein bisheriges Wochenhoch erreichte der Euro-Bund-Future am frühen Montagmittag bei 172,05 Prozentpunkten. Seitdem notiert der Euro-Bund-Future unter den üblichen Marktschwankungen schwächer. Am Dienstagabend fiel er auf sein bisheriges Wochentief bei 170,24 Prozentpunkten. Gegen Mittwochmittag notiert der Euro-Bund-Future bei 170,69 Prozentpunkten. Dies entspricht einer negativen Rendite von – 0,33 Prozent.
Am Montag und Dienstag wurden mit insgesamt 833.000 Kontrakten sogar noch weniger als in den Vorwochen gehandelt.

 


Veröffentlicht am: 09.04.2020

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