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Montag, 17. Dezember 2018
   
 

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Frauen sind die besseren Rechner und Händler

... an der Börse

Am Kapitalmarkt sind mehr männliche Teilnehmer aktiv als weibliche. Trotz dieses Ungleichgewichts halten verschiedene Studien fest, dass Frauen die besseren Trader sind. Frauen scheuen unkalkulierbare Risiken und verfolgen eine klare Anlagestrategie. Die Experten von GKFX sowie die bekannte deutsche Kapitalexpertin Sandra Navidi  (Foto) beleuchten diese Thematik und präsentieren ihre eigene Analyse.
   
Laut einer Studie des „Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung“ (ZEW), die in diesem Jahr veröffentlicht wurde, nehmen 15 Prozent der Frauen in Deutschland am Kapitalmarkt teil. Konkret heißt dies: sie investieren in Anlageformen, wie beispielsweise Derivate, Fondsanteile oder börsennotierte Aktien. Von den Männern in Deutschland sind hingegen 22 Prozent am Kapitalmarkt aktiv beteiligt.

Das Brokerhaus GKFX liegt mit seinem Anteil an weiblichen Tradern zwar über dem bundesweiten Durchschnitt, dennoch: „Frauen sollten sich aktiver mit Investments beschäftigen und eine noch größere Rolle beim Trading spielen“, plädiert der Deutschland-Chef des Brokerhauses GKFX, Arkadius Materla. Als Gründe führt er unter anderem Studien auf, die zeigen, dass Frauen beim Thema „Trading“ bessere Erfolge verbuchen als Männer. „Teilweise liegt der Mangel an Frauen auch an ihnen selbst, da sie generell selbstkritischer und weniger selbstbewusst als ihre männlichen Kollegen sind“ ergänzt Sandra Navidi, Expertin für internationale Kapitalmärkte und Bestsellerautorin von „$uper-hubs: Wie die Finanzelite und ihre Netzwerke die Welt regieren“.

Die Zahlen sprechen für sich

Einer diesjährig publizierten Studie des Informationsdienstleistungsunternehmens Bloomberg zufolge sind weltweit nur fünf Prozent der professionellen Rohstoff-Trader weiblich. „Forschungen belegen, dass Frauen Risiken umsichtig verwalten, langfristig Denken, relativ unvoreingenommene Entscheidungen treffen und letztendlich häufig eine höhere Kapitalrendite erzielen“, erläutert Navidi.In der Tat kam eine Untersuchung des US-amerikanischen Finanzdienstleisters Fidelity 2017 zu folgendem Ergebnis: weibliche Kunden erwirtschaften im Schnitt 0,4 Prozent bzw. 40 Basispunkte mehr als Männer. „Männer werden in der Finanzwelt oft als kompetenter wahrgenommen, was an ganz unbewussten psychologischen Mechanismen liegt und nicht zuletzt in einem immer noch patriarchalisch geprägten Gesellschaftsbild begründet ist“, ergänzt Navidi.

Warren Buffet als Vorbild

Laut Materla gibt es verschiedene Gründe, weswegen Frauen erfolgreicher traden. „Einerseits meiden sie unkalkulierbare Risiken und gehen selten riskante Trades ein. Andererseits sind sie geduldig“, analysiert der Experte von GKFX. Geduld zahlt sich bekanntlich aus. Auch der Starinvestor Warren Buffet gehört zu der „Buyand Hold“-Fraktion. „Eigenschaften wie Beharrlichkeit und Nervenstärke sind in der Finanzwelt eher bei Frauen zu finden“, ergänzt er. Und die Gründe, warum es weniger weibliche Trader gibt? „Sind sie zu feminin, werden sie nicht ernst genommen. Machen sie sich zu sehr männliche Verhaltensweisen, wie beispielsweise Durchsetzungsfähigkeit oder bestimmtes Auftreten, zu Eigen, wird das häufig negativ wahrgenommen. Frauen werden zudem nachweislich aufgrund von tatsächlicher Leistung befördert, während dies bei Männern bereits aufgrund ihres Potenzials erfolgt“, zitiert Navidi aus ihrem Buch.

Trading interessant machen

„Viele Schulen bieten bereits im Zuge des Unterrichts Börsenspiele an. Das ist schon mal ein richtiger Schritt“, erklärt Materla in Bezug auf Lösungsansätze, wie Trading Frauen nähergebracht werden kann. Er fügt aber hinzu, dass dies nicht reiche. Es müsse ausgebaut werden. „Um erfolgreich zu traden, bedarf es eines strikten Risiko-managements. Und vielleicht sind genau dabei Frauen ihren männlichen Kollegen überlegen.“, erläutert Materla. Und Navidi ergänzt: „Obwohl Frauen als Portfoliomanager konstant wettbewerbsfähige Ergebnisse erzielt haben, gehören sie immer noch zu einer vom Aussterben bedrohten Art“.

Männliche Dominanz durchbrechen

Obwohl Frauen über die Hälfte der deutschen Bevölkerung bilden, sollen laut einer Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) aus 2017 bei den 100 größten deutschen Banken nur knapp neun Prozent in den Vorständen der Geschäftsführungen Frauen gewesen sein. In der Fondsbranche spricht man sogar von sechs Prozent. „Wir sind davon überzeugt, dass die kommenden Generationen ein wesentlich fortschrittlicheres Verständnis zum Thema Gleichberechtigung haben werden und Frauen sich mehr und mehr in den jetzigen, eher männlich dominierten Bereichen, durchsetzen werden“, hofft Materla abschließend.   

Foto: MGRTLD Spreitzenbarth

 


Veröffentlicht am: 05.12.2018

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