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Sonntag, 20. August 2017
   
 

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Von Sex bis Waschmittel

Kuriose Zahlungsmittel auf der ganzen Welt

Foto: Jan-Kowalski / pixelio

Der Umgang mit Münzen und Geldscheinen ist für uns alltäglich. Bevor sich dieses klassische Zahlungsmittel auf der Welt etablierte, verwendeten Völker und Kulturen die unterschiedlichsten Wertgegenstände für ihren Handel. Ob nun tierische Produkte wie Biberpelze und Walzähne oder Eisenschlangen und Kartoffelstampfer: Die altertümlichen Währungen traten in vielen Formen auf. Wichtig war nur, dass sie kostbar und selten waren.

VEXCASH hat sich auf die Spurensuche begeben und in einer Infografik einige ungewöhnliche Zahlungsmittel zusammengetragen, die noch heute mit dem traditonellen Bargeld konkurrieren.

Geld von gestern: Altertümliche Zahlungsmittel

Schon seit Jahrtausenden verwenden Kulturen weltweit verschiedenste Mittel, um Waren miteinander zu tauschen. Wertvolle Güter wie Nahrungsmittel, Werkzeuge, Waffen, Schmuck und Materialien wurden für den Handel eingesetzt, lange bevor Münzen und Gelscheine ihren Siegeszug antraten. Neben bewährten Zahlungsmitteln wie Gold, Silber und anderen Metallen exitistierten aber auch altertümliche Währungen, die uns nach heutigen Maßstäben kurios erscheinen.

Gigantische Rai Steine auf Mikronesien, handliche Kari Muscheln in China oder Salz und Pfeffer im Römischen Reich sind nur ein paar der vielen historischen Währungen, die von Kulturen und Völkern weltweit genutzt wurden. Tierfälle und Knochen sind inzwischen zwar etwas aus der Mode gekommen, doch finden sich auch noch heute auf der ganzen Welt außergewöhnliche Alternativen zu Bargeld.

Fahrstunden für Sex in den Niederlanden

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Foto: Jan Vašek /pixabay.com

In niederländischen Fahrschulen geht es heiß her. Denn hier zahlen die Schüler ihre Trainingsstunden nicht mit ihren Ersparnissen, sondern mit körperlichen Diensten. Der Sex als Bezahlung für Fahrstunden wurde im Jahr 2015 sogar von der Regierung per Gesetz offiziell legalisiert. Einzige Bedingungen der neuen Verkehrsregel: Das Angebot muss vom Fahrlehrer ausgehen sowie beide Beteiligten volljährig sein.

Waschmittel-Handel unter Kriminellen in den USA

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Foto: Alex Hockett/unsplash.com

Wer sich in den USA die Hände schmutzig macht, setzt seit einigen Jahren auf das Waschmittel „Tide“. Während der Dollar mit Kursschwankungen zu kämpfen hat, haben die Kriminellen auf der Straße eine stabilere Währung für sich entdeckt. Das flüssige Gold wird vor allem im Drogenhandel eingesetzt, aber auch für Dienstleistung oder Dinge des täglichen Gebrauchs.

Sprechende Münzen in der Mongolei

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Foto: skeeze/pixabay.com

Die Sonderprägung der 500 Tugrik-Münze von 2007 lässt nicht nur Sammler aufhorchen. Neben dem Antlitz des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy findet sich ein kleiner Knopf auf der Münze, der bei Betätigung einen Auszug aus Kennedys berühmter „Ich bin ein Berliner“-Rede ertönen lässt.

Britische Gefängnis-Insassen handeln mit Obst

© Maja Petric/unsplash.com

Foto: Maja Petric/unsplash.com

Zigaretten waren gestern: Auch die Insassen in britischen Gefängnissen achten mehr auf ihre Gesundheit und haben Äpfel und Co. als neues Zahlungsmittel etabliert. Frisches Obst ist in den vergangenen Jahren eine solche Mangelware geworden, dass es als neue Währung prädestiniert war. 

Jahrtausendlanger Messer-Handel in China

kuriose-zahlungsmittel-messer-china

Foto: Alan A./pixabay.com

Schon seit tausenden von Jahren hat der Handel mit Messern und Klingen in China eine besondere Tradition. Durch ihre klingenähnliche Form und ihre offizielle Prägung gilt das „Messergeld“ aus Hybrid zwischen Geräte- und Münzgeld. Auch heute noch messen die Chinesen edlen Klingen einen besonderen Stellenwert bei, weshalb sie weiterhin aus Handelsobjekt genutzt werden.

Kokain statt Pesos in Kolumbien

LoggaWiggler/pixabay.com

Foto: LoggaWiggler/pixabay.com 

Dass der Handel mit Kokain in dem südamerikanischen Land in einigen Gegenden zur Tagesordnung gehört, ist kein Geheimnis. Tatsächlich ist das weiße Pulver mancherorts ein üblicheres Zahlungsmittel als die Landeswährung Peso.

Kronkorken und Handykarten in Afrika

skeeze/pixabay.com

Foto: skeeze/pixabay.com

Die instabile Währung in vielen Teilen Afrikas hat dazu geführt, dass sich bei den Einheimischen alternative Zahlungsmethoden etabliert haben. Weit verbreitet sind so zum Beispiel bunte Kronkorken oder Prepaid-Karten für Handys. Über ihre Telefone wickeln die Bewohner von Kenia und Tansania sogar ihre Überweisungen ab. Der bewährte Service M-Pesa wurde im Jahr 2007 eingeführt und wurde sogar schon in Südafrika, Afghanistan und Indien adaptiert.

Weihwasser-Münzen und Delphinzähne in Ozeanien

José Manuel de Laá/pixabay.com

Foto: José Manuel de Laá/pixabay.com

Auf den Inselgrupen im Südpazifik entwickelten sich im Laufe der Zeit sehr ungewöhnliche Alternativen zur klassischen Währung. Nachdem der Wert des Dollars auf den Salomonen sank, griffen die Bewohner auf einigen Teilen der Insel wieder auf den traditionellen Handel mit Delphinzähnen zurück. Denn diesen vertrauten die Einheimischen mehr, als dem Geld des „weißen Mannes“.

Auf dem Inselstaat Palau hingegen ist eine der ungewöhnlichsten Münzen der Welt im Umlauf. 2007 brachte die Regierung einen SIlber-Dollar heraus, auf dem das Abbild der Jungfrau Maria zu sehen war. Das Besondere: In die Münze war eine kleine Ampulle eingebettet, in der sich Weihwasser aus dem französischen Lourdes befindet.

 


Veröffentlicht am: 11.04.2017

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