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Dienstag, 13. November 2018
   
 

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Sex? Die meisten Herzpatienten brauchen darauf nicht verzichten

Herzkranke müssen nicht grundsätzlich auf Sex verzichten. Darauf weisen die Kardiologen des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK) in München hin unter Berufung auf eine kürzlich veröffentlichte, wissenschaftliche Stellungnahme der American Heart Association (AHA), für die Experten verschiedener Disziplinen die Leitlinien und Studiendaten großer Fachgesellschaften zusammengetragen haben.

„Sexuelle Aktivität kann zwar insbesondere während des Orgasmus zu einem Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks führen, allerdings nur kurzfristig für wenige Sekunden. Außerdem wird dabei selten ein Puls von 130 pro Minute und ein systolischer Blutdruck von 170 mmHg überschritten“
, erläutert Dr. med. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des BNK und praktizierender Kardiologe in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie in Kirchheim. Tatsächlich sind weniger als ein Prozent aller Herzinfarkte und aller Fälle von plötzlichem Herztod ursächlich auf die Belastung des Herz‐Kreislaufsystems durch Sex zurückzuführen. Außerdem werden nachweislich weniger als fünf Prozent aller Angina‐pectoris– Anfälle durch die so genannte ‚Angina d’amour’ verursacht, die während des Geschlechtsaktes oder auch erst einige Stunden danach auftreten kann.

Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen durch Reha und Sport verringern


Dem individuellen Herzpatienten sind folgende Punkte zu empfehlen: Wird eine kardiovaskuläre Erkrankung neu festgestellt, sollte sich der betreffende Patient beim Kardiologen einer körperlichen Untersuchung und sorgfältigen Überprüfung der einzunehmenden Medikamente unterziehen. „Wenn sich dabei ein geringes Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen herausstellt, bestehen gegen sexuelle Aktivitäten keinerlei Vorbehalte“, erklärt Smetak.

"Ist das Risiko des Patienten hingegen nicht bekannt, sollte ein körperlicher Belastungstest (z.B. auf dem Fahrrad‐Ergometer oder Laufband) durchgeführt werden. Erreicht der Patient dabei ein gutes Ergebnis (das entspricht mindestens drei bis fünf metabolischen Äquivalenten: MET), ohne Komplikationen wie z.B. Durchblutungsstörungen, Blutdruckabfall, starke Atemnot oder Herzrhythmusstörungen zu erleiden, ist Sex ebenfalls als unproblematisch anzusehen. Wer demgegenüber ein erhöhtes Risiko für solche Komplikationen aufweist bzw. akute Beschwerden beim Geschlechtsakt oder auch schon bei geringen Aktivitäten bzw. in Ruhestellung hat, sollte solange auf Sex verzichten, bis die medikamentöse Behandlung optimal auf ihn eingestellt ist und sich seine kardiovaskuläre Erkrankung stabilisiert hat. Ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen kann im Übrigen durch Herz‐Rehabilitationsmaßnahmen und regelmäßigen Sport gesenkt werden ‐ das gilt insbesondere für Herzinfarkt‐ oder Herzschwäche‐Patienten.“

Empfohlene Medikation bei erektiler Dysfunktion


Auch für Patienten, die Medikamente zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion einnehmen, gibt es eine Empfehlung. „So genannte PDE‐5‐Hemmer (also Potenzmittel wie z.B. Viagra) gelten als sicher für Patienten mit stabiler Herz‐Gefäßerkrankung. Sie sind allerdings kontraindiziert, wenn der Patient zusätzlich Nitrate zur Gefäßerweiterung einnimmt. Umgekehrt sollten Patienten nach Einnahme eines PDE‐5‐Hemmers je nach Wirkstoff 24 bis 48 Stunden warten, bevor sie ein Nitrat anwenden“, betont Smetak.

Ausführliche Informationen über die Ursachen von Herz‐Kreislauf‐Erkrankungen sowie Möglichkeiten ihrer Vorbeugung und Behandlung finden Betroffene und Interessierte im Internet unter www.kardiologen‐im‐netz.de.

 


Veröffentlicht am: 29.02.2012

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