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Samstag, 24. Juni 2017
   
 

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Nur Bares ist Wahres

Studie belegt - Deutsche lieben ihr Bargeld

Die Deutschen lieben Ihr Bargeld. Ganz im Gegensatz zur Bevölkerung anderer westlicher Staaten können die Deutschen gar nicht genug bekommen von der "ehrlichen" Währung. Anhand von statistischen Erhebungen konnte VEXCASH auswerten, wie stark das unterschiedliche Verhältnis zu Bargeld ist.

Das Finanzportal VEXCASH hat in Zusammenarbeit mit dem Statistik-Portal Statista eine umfangreiche Analyse zum Bargeldbestand in Deutschland vollzogen und alle Zahlen, Fakten und Erkenntnisse zusammengefasst.

Der Euro in Zahlen

Mit 9,23 Milliarden Banknoten ist der Fünfzig-Euro-Schein am weit verbreitetsten. Er ist ungefähr 4-mal häufiger im Umlauf als der 20-Euro-Schein. Insgesamt befinden sich aktuell in rund 19,5 Milliarden Euro-Geldscheine im Bargeldumlauf. Doch nicht alle davon werden im täglichen Zahlungsverkehr bewegt. Experten gehen davon aus, dass lediglich rund ein Drittel der Euro-Scheine tatsächlich genutzt wird. Etwa 40 Prozent werden nach Aussage der EZB als Wertreserve verwahrt, die übrigen rund 26 Prozent dürften private Sparreserven bilden. Der 500-Euro-Schein steht außerdem im Ruf, häufig für illegale Geschäfte verwendet zu werden. Durch die Abschaffung bis Ende 2018 erhofft sich die EU, einen empfindlichen Schlag gegen das organisierte Verbrechen zu landen und den Euro-Raum weniger attraktiv für Kriminelle zu machen.

Zahlung mit Bargeld nach Bundesländern

Die Nutzung von Bargeld in den alten und neuen Bundesländern hat sich seit 2008 immer mehr angeglichen. Nach zahlreichen Währungsreformen hatten sich die Ostdeutschen an den Euro in Papier- und Münzenform zögerlich angenähert. Damals zahlten über zwei Drittel der Bevölkerung im Westen lieber mit Bargeld, während es im Osten nur rund 40 Prozent waren. Heute liegen die Zahlen im Schnitt gleichauf mit einem knappen Vorsprung der Barzahlungen im Osten. Ein Grund könnten niedrige Löhne und Renten sein, die sich durch die Barzahlung häufig besser verwalten lassen.

So viel tragen die Deutschen in ihrem Portemonnaie

Bei einem Blick in die Portemonnaies der Deutschen zeigt sich, dass die wenigsten Menschen je mehr als 100 Euro in bar in der Tasche mit sich herumtragen. Durch eine sichere Verfügbarkeit der Banknoten an Automaten und in Filialen, liegt der Wert im Schnitt bei rund 103 Euro Bargeld, davon durchschnittlich 5,73 Euro in Münzen. Die Gruppe der Senioren ab 65 Jahren unterscheidet sich hier deutlich von den Jüngeren. Sie tritt den Fußweg zur Bank seltener an und führt rund 125 Euro mit sich. Bei den 18 bis 24-Jährigen sind es lediglich 66 Euro im Schnitt.

Mehr als 12 Milliarden D-Mark im Umlauf

Auch 16 Jahre nach Einführung des Euro zahlen die Deutschen noch mit der D-Mark. Das hat die Deutsche Bundesbank in einer Erhebung 2016 herausgefunden. 6,75 Milliarden D-Mark waren im ersten Halbjahr 2016 noch im Umlauf. In einigen Geschäften wird die Zahlung noch immer akzeptiert. Mit Nostalgie-Aktionen oder Eintausch-Tagen versuchen größere Händler immer wieder, Senioren und Sparer dazu zu bringen, ihre D-Mark Reserven zu einem günstigen Wechseltarif noch sinnvoll zu verwerten. Häufig wurden D-Mark-Scheine in der Vergangenheit als "Notgroschen" oder Altersvorsorge zurückgelegt, der nun noch immer in den Schubladen der Deutschen lagert.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 15.03.2017

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