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Montag, 18. Dezember 2017
   
 

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Mythos Eigenheim im Ruhestand

Vorsicht vor den Zusatzkosten

In Deutschland setzten viele Menschen bei der Altersvorsorge immer noch auf die eigenen vier Wände. Doch das birgt mehr Risiken als Chancen. Vor allem die derzeit günstigen Finanzierungsmöglichkeiten verleiten zu einer Investition in Immobilien. Dabei können die Kosten im Alter immens steigen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung.

Die eigengenutzte Immobilie ist nach wie vor die beliebteste Anlage zur Altersvorsorge. Aufgrund der extrem expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und den damit einhergehenden gesunkenen Zinsen für Immobilienkredite ist die Nachfrage zuletzt sogar noch gestiegen.

Der Traum der eigenen vier Wände scheint realisierbar und viele Sparer glauben, damit zeitgleich auch etwas für die Altersvorsorge zu tun. Doch das ist ein gern geglaubter Trugschluss – allen voran in Deutschland. „Die eigene Immobilie ist sicherlich schön, um in ihr zu wohnen, für die private Altersvorsorge taugt sie häufig allerdings nicht“, so Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ruhestandsplanung. Denn es gebe sehr viele Unwägbarkeiten.

Zum einen unterschätzen viele Käufer die hohen Kosten für den Unterhalt, sowie den altersgerechten Umbau der Immobilie. „Es altern eben nicht nur die Besitzer, sondern auch die eigenen vier Wände. Die Ausgaben für die Instandhaltung und die Nebenkosten können später die Rente stark belasten“, warnt Experte Härtling.

Dass die derzeit günstigen Finanzierungsmöglichkeiten nicht von Dauer sind, sollte ebenfalls beim Immobilienkauf beachtet werden, zumal „die EZB nicht kurz-, aber mittelfristig die Zinsen wieder anheben wird“, so Härtling. Die höheren Belastungen für die dann fällige Anschlussfinanzierung können viele Immobilien-Besitzer in die Bredouille bringen. Der Tipp des Experten lautet, die niedrigen Zinsen möglichst langfristig festzuschreiben.

Problematisch sind auch die Preisschwankungen an den Immobilienmärkten. „Wer plant, seine Immobilie im Alter zu verkaufen, um seinen Lebensabend zu bestreiten, kann das Pech haben, sein Haus in einer Tiefpreisphase verkaufen zu müssen“, warnt Peter Härtling. Nicht unterschätzen dürfe man außerdem das Risiko von Immobilienblasen. Und das steige derzeit wegen des niedrigen Zinsniveaus. „Mancherorts sind die Preise bereits stark gestiegen, in einigen Regionen sind die Immobilienmärkte bereits überhitzt.“ Platze eine Immobilienblase könnten die Preise schlagartig fallen und mit ihnen auch der für das Alter vorgesehene Erlös, erklärt Härtling.

Wer in die eigengenutzte Immobilie investiert, sollte immer zusätzlich zur Finanzierung diszipliniert für den Ruhestand ansparen, um sich eine entsprechende Zusatzrente zu verschaffen, mit der Instandhaltungskosten der Immobilie finanziert werden können.

Wer sein ganzes Geld zur Finanzierung in das eigene Haus steckt und im Alter neben der staatlichen Altersversorgung kein Geld angespart hat, läuft in Gefahr, seine Immobilie zwangsweise verkaufen zu müssen.

 


Veröffentlicht am: 01.06.2016

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