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Montag, 20. August 2018
   
 

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Montafon - die 5. Etappe

Das heutige Ziel liegt 12,2 Kilometer weit weg: Die Tübinger Hütte

Der Wanderer an sich ist schon eine eigene Spezies. Er ist eigensinnig, zielorientiert, naturverbunden und ehrgeizig. Wenn er sich einmal eine Wanderung vorgenommen hat, dann geht er die Tour auch, egal ob die Sonne scheint oder ob es regnet. Einzig und allein Gewitter schreckt ihn ab.

Der Naturfreund mutiert je nach Wanderroute vom Genusswanderer zum Hochleistungssportler. Das hat er mit einem Marathonläufer gemein. Er gibt nicht auf und hat keine Erklärung dafür, warum er seinen Körper so schindet.



Bereits beim Loslaufen hat es in Gargellen geregnet und der Wetterbericht sagte Regen und Wolken für den ganzen Tag voraus. Aber auf dem Programm stand Etappe 5 zur Tübinger Hütte und daran wird sich nichts ändern. Der erste Teil bis zur Vergaldaalpe ging noch recht entspannt auf dem Feldwegentlang.

Zur Verbesserung der allgemeinen Gemütslage gab es eine frische Buttermilch. Der Käse vom Tag war schon fertig und lag im Nebenraum zum Reifen. Wäre jetzt Dienstag 11Uhr, hätte da meinen Zeitplan völlig durcheinander gebracht.

So bin ich am Vergaldabach weiter bergauf gestiegen. Oh, es hörte auf zu regnen und ich konnte sogar Berge sehen. An der Badestelle haben nur die Steinmännlein stand gehalten. Ich hatte auch keine Lust, mit den Füßen ins Wasser zu gehen. Das Wolkenloch war vielversprechend. Vielleicht kommt doch noch die Sonne raus. Aus dem Fahrweg wurde bald ein Wiesenweg und ein Bergsteig. Und je höher ich kam, desto dichter war der Nebel und desto kräftiger der Regen. Über mir Wasser, unter mir Wasser und meine Meindl-Bergschuhe waren auch voll Wasser.

Trotz Gore Tex konnten sie das Wasser nicht abhalten. Vom Vergaldener Joch sollte es laut Wegweiser nur noch 1 1/4 Stunden zur Tübinger Hütte sein. Wer sich das ausgedacht hat, den sollte man Lügen strafen. Denn schon der mit Seilen und Ketten versehene Abstieg braucht seine Zeit. Auch über Blockstein und durch Bäche ist Vorsicht geboten. Ich habe ohne Pause berechnet mindestens eine Stunde, also 6 Stunden, gebraucht. Und das alles im Regen und ohne Aussicht auf Berge.



Warum ich den Weg bei so schlechtem Wetter gelaufen bin? Weil ein Marathonläuferauch an dem Wettbewerb teilnimmt, auch wenn es regnet. Die eigene Leistung ist die Herausforderung. Und am Abend gab es auf der Tübinger Hütte ein schmackhaftes Essen, eine gratis warme Dusche, ein oder zwei Enzian und von der Jugendgruppe gratis Gitarrenmusik.

Morgen sind es nur 5 Kilometer bis zum Etappenziel Saarbrücker Hütte

Text und Fotos: Martina Brunotte



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Veröffentlicht am: 25.04.2016

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