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Mittwoch, 14. November 2018
   
 

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High Heels im Venen-TÜV

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Sie schmücken den Fuß, strecken das Bein und verleihen dem individuellen Auftritt Anmut: High Heels zieren den Schuhschrank fast jeder Frau. Nur ungern denken die Trägerinnen dabei jedoch an die negativen Folgen, die ihre Modelieblinge nach sich ziehen können: Über einen längeren Zeitraum regelmäßig getragen, schaden hochhackige Schuhe nicht nur den Füßen, sondern auch den Venen.

„Durch die verminderte Beanspruchung der Wadenmuskulatur beim Gehen auf High Heels lässt der Muskeldruck auf das Venensystem der Beine nach und es kann zu einem Blutstau kommen“, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover und Vorsitzender des Berufsverbands Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands.

Muskulatur: Freund und Helfer


Venen befördern sauerstoffarmes Blut zurück zum Herzen, um es wieder in den Lungenkreislauf zu transportieren. Besonders Beinvenen müssen dabei schwerer arbeiten als andere, da sie das Blut entgegen der Schwerkraft pumpen. Wechselnde An- und Entspannung der Fuß- und Beinmuskulatur, die durch das Abrollen des Fußes beim Gehen entstehen, üben wie eine zusätzliche Pumpe Druck auf die Gefäßwände aus und unterstützen die Venen so auf natürliche Weise. Beim Tragen von High Heels nimmt der Fuß jedoch eine stark nach vorn gestreckte, unnatürliche Haltung ein und kann so nicht mehr die nötigen Muskelkontraktionen auslösen.

Fehlt den Venen regelmäßig über längere Zeit die natürliche Pumphilfe, weiten sich die Gefäße aufgrund der erhöhten Belastung und es kann zu einem Blutstau und Krampfadern kommen. Um diese unangenehmen Folgen zu vermeiden und dennoch nicht auf hohe Absätze verzichten zu müssen, gilt es, einige Tipps zu beachten: „Beschränkt sich das Tragen von High Heels auf gelegentliche Anlässe und auf wenige Stunden am Tag, ist dagegen nichts einzuwenden“, betont Prof. Hillejan.

Lässt sich häufiges Stehen und Gehen auf hohem Schuhwerk aus beruflichen oder anderen Gründen jedoch nicht vermeiden, helfen spezielle Mikrofaser-Kompressionsstrümpfe, die Gefäßwände zu stabilisieren. Kurze Venenübungen zwischendurch entlasten die Gefäße dabei zusätzlich. Hierfür aus den Schuhen steigen und ein paar Minuten lang abwechselnd Hacken und Zehen zum Körper ziehen.

Beschwerden ernst nehmen

Bemerken Frauen bereits unangenehme Veränderungen, wie etwa müde und schwere Beine sowie ein Druckgefühl, sollten sie einen Venenspezialisten aufsuchen, um die Ursache zu klären. Stellt der Arzt eine zu behandelnde Krampfader fest, schaffen heutzutage moderne Methoden schnell Abhilfe, um schwerwiegende gesundheitliche Folgen zu verhindern: „Mittels der endovenösen Lasertherapie befreien wir Betroffene in nur 20 Minuten sanft von ihrem Venenleiden. Unter leichter Anästhesie führe ich dabei eine feine Lasersonde in die erkrankte Vene ein und schiebe sie unter Ultraschallkontrolle bis zum oberen Ende in Richtung Leiste. Von da an ziehe ich die Faser wieder vorsichtig unter Abgabe von Laserimpulsen zurück und leite damit einen hitzebedingten Schrumpfungsprozess des Kollagens in den Venenwänden ein“, erklärt Venenspezialist Hillejan. So schließt sich das Gefäß Schritt für Schritt. In nur kurzer Zeit baut der Körper daraufhin die Venenreste ab und das Blut fließt über benachbarte, gesunde Venen. Patienten spüren den Eingriff nicht und tragen nach der Behandlung lediglich einen leichten Kompressionsstrumpf zur Unterstützung des Heilungsprozesses.

 Mehr Informationen auch unter www.praxisklinik.com.

 


Veröffentlicht am: 22.06.2012

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