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Mittwoch, 24. Januar 2018
   
 

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Generation Oldie: Mächtig und unverstanden

Oldies but Goldies: Die deutschen Unternehmen erwarten einen erheblichen Bedeutungszuwachs älterer Konsumenten in den nächsten Jahren. Gleichzeitig wissen die Firmen mit dieser Käuferschicht noch nicht wirklich etwas anzufangen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Commerzbank bei 4.000 Firmen. Hauptproblem: Spezielle Produkte für Ältere werden kaum entwickelt. Und die Werbung findet noch nicht die richtigen Botschaften für die "Generation 50 plus".

Deutschland ist eine der am schnellsten alternden Gesellschaften der Welt. Vorbereitet sind die Unternehmen auf diesen Trend aber schlecht, wie die Studie im Rahmen der Commerzbank-Initiative "Unternehmer Perspektiven" zeigt. Zwar geben 90 Prozent der Firmen an, sich auf die Alterung ihrer Kunden einzustellen, aber überwiegend nur im Rahmen der bestehenden Angebotspalette. Eine gezielte Ansprache älterer Kunden entwickelt nur gut jedes zweite Unternehmen. Altersspezifische Innovationen sind nur bei 29 Prozent in der Pipeline.

Ein möglicher Grund für die Zurückhaltung: Erst jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) sieht die demografische Entwicklung überhaupt als wichtigen Trend für das eigene Geschäft. Viel stärker treibt die Firmenchefs die Förderung von Bildung (83 Prozent) und die zunehmende Rohstoffknappheit (72 Prozent) um. Dabei könnte sich das Verdrängen des Alterungsthemas für die deutsche Wirtschaft schon in wenigen Jahren als Risiko herausstellen, denn der Konsument über 50 Jahre wird bald zum Regelfall.

Schon heute bekommen Unternehmen, die direkt im Endkundengeschäft tätig sind, wie etwa Lebensmittel- und Kosmetikhersteller, Möbel- und Elektronikanbieter oder Telekommunikationsfirmen, einen Vorgeschmack: 50 Prozent stellen bereits jetzt fest, dass die alternde Bevölkerung insgesamt anders einkauft als früher. Doch noch werden Geschäftseinbußen durch weniger gefragte Produkten wie etwa Bauleistungen oder Lifestyle-Lebensmittel von steigender Nachfrage älterer Käufer etwa im Gesundheitsbereich ausgeglichen.

Chancen und Risiken halten sich also derzeit noch die Waage. Erst ein knappes Viertel der konsumorientierten Firmen macht den Löwenanteil des Umsatzes mit über 50-Jährigen. Das wird sich rasch ändern: Binnen zehn Jahren wird dieser Anteil bei fast 40 Prozent der Unternehmen liegen, heißt es in der Commerzbank-Studie.

Die Studie "Abschied vom Jugendwahn? Unternehmerische Strategien für den demografischen Wandel" ist zusammen mit weiterführenden Informationen im Internet aufbereitet: www.unternehmerperspektiven.de.

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Veröffentlicht am: 12.06.2009

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