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Dienstag, 6. Dezember 2022
   
 

Ein Gründerleitfaden

Risikokapital in der Gesundheits- und Wellnessbranche



McKinsey & Company schätzen den weltweiten Wellness-Markt für Verbraucher auf 
mehr als 1,5 Billionen Dollar mit einer erwarteten Wachstumsrate von 5–10 % jährlich. Die Pandemie hat diese Entwicklung noch beschleunigt, da Gelder in Branchen geflossen sind, die die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Verbraucher steigern wollen.

 

Im Rahmen der von Deloitte durchgeführten Untersuchung zu Investitionstrends im Bereich Gesundheitstechnologie wurde festgestellt, dass sich die Investoren der Fähigkeit der Technologie bewusst sind, die Zukunft der Gesundheitsbranche zu verändern. Sie sind auch deshalb sehr daran interessiert, in Innovatoren zu investieren, die in der Lage sind, die neuesten Technologien zu nutzen, um die Gesundheit der Verbraucher zu verbessern.

 

Dabei hat verstärkt die Pandemie den Bedarf an telemedizinischen Diensten und einer Forschung, die vermehrt die Faktoren von Gesundheit und Wohlbefinden, darunter auch die psychische Gesundheit, gesteigert.

 

Leider aber kann es eine etwas entmutigende Aufgabe sein, die Produktentwicklung zu verfolgen, Investitionen zu verstehen und anzugehen.

 

Verständnis für die Herausforderungen junger Unternehmen

 

Allein für den digitalen Gesundheitsmarkt wird zwischen 2021 und 2027 ein Wachstum von 17,4 % prognostiziert, was den Wettbewerb im Gesundheits- und Wellnessbereich allgegenwärtig erscheinen lässt. Für Neugründer kann es da oft schwierig sein, mit neuen Anforderungen und technologischen Fortschritten Schritt zu halten.

 

Selbst erfahrene Unternehmen mit einschlägigen Branchenkenntnissen können hier vor neue Herausforderungen gestellt werden, insbesondere bei der Einführung neuer Technologien. Und auch die Forschung und Integration in den Gesundheitssektor sind nicht leicht zu bewältigen. Nur sind das oft die wichtigsten Punkte, auf die Risikokapitalgeber bei Investitionsrunden achten.

 

Gründer scheitern außerdem dann, wenn sie den Bedürfnissen der Investoren mehr Bedeutung beimessen als denen des Produkts. Allein um potenzielle Investoren zufrieden zu stellen, kann die Vision ihres Produkts teilweise erheblich von den ursprünglichen Bedürfnissen der Verbraucher abweichen.

 

So sollten Startup-Gründer vor allem an ihrer Vision festhalten und darauf hinarbeiten, ein Produkt zu entwickeln, das eine Marktlücke füllt. Auch müssen sich Gründer bei der Suche nach Investoren behaupten können und die Höhe des Eigenkapitals, das sie in der Anfangsphase investieren, begrenzen.

Wie Risikokapitalgeber Unternehmen scheitern lassen

Häufig wird angenommen, dass Risikokapitalgeber den Markt am besten einschätzen können. Dabei ist es genauso möglich, als Innovator selbst besser über einen derart dynamischen Markt wie die Gesundheits- und Wellnessbranche informiert zu sein. 

 

Die Finanzierung durch Risikokapitalgeber wird in der Regel dann ausgezahlt, wenn die Unternehmen selbst das jeweilige Produkt bereits mit ersten Anzeichen von Wachstum auf den Markt gebracht haben. An dieser Stelle treten die Risikokapitalgesellschaften auf den Plan, um den Aufbau einer Infrastruktur zu unterstützen, die ein entsprechend größeres Produktwachstum ermöglicht. Das langfristige (oder eigentlich kurzfristige) Ziel ist der Aufbau eines robusten Systems, das dann gewinnbringend wieder verkauft werden kann.

 

Angesichts der Dringlichkeit, brauchbare Lösungen auf den Markt zu bringen, ist es jedoch möglich, dass sich Unternehmen übernehmen und das ursprüngliche Ziel des Produkts verloren geht. Das kann dann einen Führungswechsel im Unternehmen zur Folge haben, der auch in den restlichen Teams zu Missmut führen kann.

 

Goda Mikocionyte, Strategic Partnerships Manager bei Kilo Ventures, kann kaum verstehen, wie Risikokapitalgesellschaften nach der Bereitstellung von Finanzmitteln schnelle Renditen erwarten können, ohne aber zusätzliche Unterstützung und Beratung anzubieten. 

 

Denn besonders junge Unternehmen würden aufgrund ihrer begrenzten Marktkenntnisse häufig nicht wissen, wie sie ihre Produkte möglichst effektiv einführen oder auf einem neuen Markt etablieren können. Da der Markt wächst und sich schnell verändert, müssen Start-ups schnell Erfahrungen sammeln, intelligente Lösungen anbieten und skalieren, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen.

 

"Start-ups, die nach Investoren suchen, brauchen häufig mehr als nur eine Finanzierung. Sie brauchen Zugang zu bewährten Strategien, die auf dem jeweiligen Markt funktionieren. Dass sich der Mehraufwand lohnen kann, zeigen unsere Investitionen in Unternehmen wie OctomovesPulsetto oder Tyler", erklärt Mikocionyte.

 

Kilo Ventures will Ziele setzen und gemeinsam Erfolge feiern. Hier hilft vor allem die Begegnung auf Augenhöhe. “Für uns bei Kilo Ventures liegt der Schlüssel in einer engen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Wir wollen die Stärken unserer Partner nutzen und gemeinsam Erfolge schaffen”, fügt Mikocionyte hinzu. 

Neue Konzepte für den Investmentprozess

UiPath brauchte zehn Jahre, um seine erste Million jährlich wiederkehrend zu erwirtschaften. In dieser Zeit nahm das Unternehmen nur kleine Finanzierungsrunden auf und entwickelte sich weiter, um dem sich wandelnden Markt gerecht zu werden. Nach der ersten Million dauerte es dann nur noch fünf Jahre, um 600 Millionen Dollar zu erreichen.

 

Eine einfach Fallstudie, die aber einem jungen Startup, das sich in der Gesundheits- und Wellnessbranche durchsetzen will, als Vorbild dienen sollte. Die Pandemie hat offensichtliche Lücken im Gesundheitssystem aufgezeigt. Diese Bedürfnisse im Blick zu behalten, ist der Schlüssel, um sich auf dem heutigen Markt zu behaupten.

 

Wenn ein Unternehmen also bereit ist, sich um eine Finanzierung zu bemühen, sollten bevorzugt langfristige Partnerschaften mit vertrauenswürdigen Risikokapitalgebern in Betracht gezogen werden. Damit werden außerdem Abläufe innerhalb eines Start-ups transparenter. Wichtig ist dann, die Mittel innerhalb des Start-ups angemessen zu verteilen und nur bei Bedarf um Unterstützung zu bitten.

 

Und auch weiterhin sollten Tests und Analysen durchgeführt werden, um den sich entwickelnden Markt zu verstehen. Zwar wurde festgestellt, dass Technologie erforderlich ist, um den Zugang und die Bereitstellung zu erleichtern, es sollte aber auch in Erwägung gezogen werden, mit neuen Technologien zu experimentieren. Ziel sollte immer sein, das Kundenerlebnis und die Gesamtleistung zu verbessern. Mit dieser Strategie können außerdem weitere finanzielle Mittel beschaffen werden und das Startup weiter skalieren.

 

Startup-Acceleratoren können für Startups in der Frühphase mit begrenzten Marktkenntnissen eine Schlüsselrolle spielen. Sie bieten Vernetzungsmöglichkeiten und helfen Start-ups dabei, mögliche Wege zur Verbesserung ihres Produkts zu erkunden und effektiv um eine Finanzierung zu werben.

 

So bietet Kilo Health Ventures innovative Unterstützung für Gesundheits- und Wellness-Unternehmen. Mithilfe des IEES-Modells können digitale Gesundheits- und Wellness-Startups interne Produktforschung sowie taktische Marketingstrategien erhalten, die bei der langfristigen Skalierung helfen. Laut Mikocionyte beschäftigt Kilo Health mehr als 600 Experten, darunter Mediziner und Ernährungswissenschaftler, die strategische Einblicke in die Produktentwicklung geben.

 

Endlich wird auch im Bereich Frauengesundheit geforscht. Das Marktvolumen liegt derzeit bei etwa 1 Milliarde Dollar. Und trotzdem ist die Branche unterfinanziert. Nur 3 % der nötigen Finanzmittel werden bereitgestelltFemTech Lab soll da als globales Accelerator-Programm helfen. So werden Start-ups unterstützt, die Produkte und Dienstleistungen speziell für den Gesundheits- und Wellnessmarkt für Frauen entwickeln. Das Verständnis für die Feinheiten dieses Marktes kann entscheidend sein, und solche Beschleuniger sind am besten geeignet, um auf derlei Bedürfnisse einzugehen. 

 

Einfluss auf die Branche nehmen

 

Zwar gehört die Suche nach Investoren zu den mühsamsten, aber oft auch lohnendsten Aufgaben eines Start-ups. Die Bereitstellung von Finanzmitteln erleichtert dabei die Weiterentwicklung umsetzbarer Ergebnisse, die allein auf die Bedürfnisse der Verbraucher abzielen.

 

Schließlich betrifft die Gesundheits- und Wellnessbranche jeden von uns, und auch die Pandemie konnte zeigen, wie sich solch schwerwiegende Einschränkungen auf globaler Ebene auswirken können. Allein die Perfektionierung der Telegesundheitsdienste hätte dabei die Zugänglichkeit zur Gesundheitsversorgung drastisch verbessern können.

 

Während des Aufbaus und später bei der Suche und Verwaltung von Investitionen ist es entscheidend, an der eigentlichen Vision festzuhalten. Hier kann natürlich helfen, Risikokapitalgeber zu finden, die die Vision teilen. Genauso helfen gute  Geschäftsbeziehungen, die während dieses Prozesses aufgebaut werden, den Markt für Gesundheits- und Wellness-Produkte und -Dienstleistungen zu fördern und Innovationen zu begünstigen, die Lücken in der Branche schließen.

 

Veröffentlicht am: 17.08.2022

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