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Freitag, 20. Oktober 2017
   
 

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Die finanzielle Zukunft ist weiblich

Wie Investorinnen für das Alter vorsorgen

Viele Frauen scheuen die eigene Finanzplanung, wie eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney und des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt. Daraus geht hervor, dass sie die Finanzplanung gerne dem Partner überlassen. Dabei ist es besonders für Frauen wichtig, für den Lebensabend vorzusorgen. Durchschnittlich gerade einmal 645 Euro: So viel gesetzliche Rente bleibt Frauen laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Alter.

Somit erhalten sie rund die Hälfte dessen, was Männern im Durchschnitt zur Verfügung steht. Daher ist es für Frauen besonders wichtig schon früh Vorzusorgen. Eine der sichersten Anlagemöglichkeiten stellen dabei außergewöhnliche Sachwerte, wie zum Beispiel Pflegeimmobilien dar. „Frauen sind noch mehr als Männer in der Pflicht, finanziell vorzusorgen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, wie Frauen die Finanzplanung selbst in die Hand nehmen können“, so Patrick Holze, Vorstandsmitglied der Deutschland.Immobilien AG.

Investieren wie eine Frau

Bereits im Jahr 2014 zeigte eine Studie der US-Tradingseite SigFig, dass weibliche Anleger häufig mehr am Aktienmarkt verdienen als Männer. Ein Grund dafür ist das besonnene und dauerhafte Portfolio, das sie wählen. Männliche Anleger sind, so zeigt die Studie, entschlussfreudiger und gehen spielerischer mit ihrem Geld um. Sie suchen kurzfristig den großen Gewinn und sind bereit, dafür Aktien zügig zu kaufen und genauso schnell wieder abzustoßen. Frauen hingegen überlegen länger vor der eigentlichen Investition, streuen dafür ihr Kapital auf lange Sicht geschickter. Sie setzen auf relativ sichere Anlageformen wie Renten- und Mischfonds und bauen sich so ein festes Depot auf. Auch Produkte, die mit wenig Einlage auf Dauer Vermögen aufbauen, sind bei Frauen beliebt.

Abwarten zahlt sich aus

Zum sogenannten typischen Anlageverhalten von weiblichen Investoren passen auch Sachwerte wie Kunst und Mietobjekte. Bei Immobilien wird jedoch die Investorin oft mit einem höheren Zeitaufwand konfrontiert. Vor möglichen Risiken wie zum Beispiel Mietausfällen, Instandhaltungskosten, versteckten Baumängeln und Verwaltungskosten schrecken viele Frauen ebenfalls zurück.

Daher steigt bei Frauen die Nachfrage nach Pflege- oder Ferienimmobilien als alternative Kapitalanlage. Diese sind eine risikoarme Möglichkeit, Kapital fest anzulegen. Investoren erhalten die gleichen Vorteile wie bei einem Mietobjekt, werden aber nicht mit zusätzlichen Aufwendungen belastet. Wer sich beispielsweise an einem Pflegeheim beteiligt, erhält automatisch auch ein sogenanntes bevorzugtes Belegungsrecht für sich und nahe Angehörige. Außerdem kümmern sich Betreiber von Pflegeheimen um die Verwaltung sowie Vermietung der Objekte. „Die Anfragen von Frauen häufen sich. Dabei stellen wir fest, dass gerade das bevorzugte Belegungsrecht für unsere weiblichen Kunden ausschlaggebend für eine Investition ist. Sie möchten nicht nur für sich selbst, sondern gleichzeitig für ihre Familienangehörigen vorsorgen“, erklärt Holze.

Anlagen mit unterschiedlichen Möglichkeiten

Investorinnen erhalten eine Immobilie, die wenig Zeit kostet. Zuschüsse der Sozialkassen minimieren das Risiko von Mietausfällen und die derzeit schon hohe Nachfrage nach Heimplätzen verringert die Gefahr eines Leerstands. Im Vergleich zu anderen Sachwerten ist die Investition in Pflegeimmobilien relativ günstig. Bereits ab 120.000 Euro können Kapitalanleger einen attraktiven Mietzins von 4,5 bis 5,5 Prozent erhalten. Darüber hinaus wird eine vertraglich gebundene automatische Mietsteigerung, die an der Inflation bemessen wird, festgelegt. Mit einem Grundbucheintrag besteht die Möglichkeit, eine Immobilie zu vererben, zu verkaufen oder zu beleihen. Dank derzeit niedriger Zinsen ist sogar eine Fremdkapitalfinanzierung eine Option, um auf diese Weise langfristig vorzusorgen. „Statistisch gesehen leben Frauen länger als Männer. Für sie ist ein Appartment in einer Pflegeimmobilie eine lukrative Ergänzung zu ihrer gesamten Altersvorsorge“, so Holze.

 


Veröffentlicht am: 22.03.2017

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