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Deutsche Finanzprofis setzen auf Online und Print

2011-11-22:E2 {SUMMARY}

Printmedien haben in der Finanzbranche immer noch den höchsten Stellenwert – allerdings wächst bei Tageszeitungen und Fachmagazinen der Trend, sich zusätzlich auch online zu informieren. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen HBS Medien- und Markenstudie 2012. Die Studie wird seit 2002 jährlich durchgeführt. Befragt werden Finanzdienstleister und institutionelle Investoren zu ihrer beruflichen Mediennutzung und Markenwahrnehmung.

Je nach Berufs- oder Investorengruppe lesen zwar immer noch zwischen 33 und 43 Prozent ausschließlich die Printausgabe einer Tageszeitung, im vergangenen Jahr waren diese Zahlen jedoch deutlich höher. Bei den Fachmagazinen liegt die ausschließliche Nutzung der Printausgabe zwar immer noch deutlich höher als bei Tageszeitungen. Doch auch hier zeigt sich ein Trend, beide Veröffentlichungsformen zu nutzen.

Nach wie vor ist das Handelsblatt die wichtigste Tageszeitung für deutsche Finanzprofis. Bei allen Gruppen liegt das Blatt auf Platz 1, gefolgt von der Financial Times Deutschland und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bei den Onlinemedien verteidigt onvista.de die Führung. Bei den Fachpublikationen ist das Bild hingegen uneinheitlich. Während bei Bankberatern und vielen institutionellen Investoren Magazine wie Börse online, Manager Magazin, Wirtschaftswoche oder auch Capital auf den vorderen Rängen landen, sind es bei unabhängigen Finanzberatern Magazine wie Ass Compact, Das Investment oder Cash. Depot-A-Manager setzen vor allem auf Portfolio institutionell, Fonds professionell oder Euro. In der Versicherungsbranche ist das Versicherungsmagazin wichtig, bei den Stiftungen landete das Fachmagazin Die Stiftung auf Platz 1.

Bei den Sonntagszeitungen spielen – je nach Berufs- oder Investorengruppe in unterschiedlicher Reihenfolge – die Welt am Sonntag, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Euro am Sonntag die tragenden Rollen. Allerdings lesen viele Finanzprofis (zum Teil bis zu 72 Prozent) überhaupt keine Sonntagszeitung. Bei den Fernsehsendern ist im beruflichen Alltag n-tv mit Abstand der wichtigste Sender, gefolgt von N24 und Bloomberg. Lediglich die Stiftungsvertreter setzen zusätzlich zu n-tv auf  ARD und ZDF.

Bei der Markenwahrnehmung ist die Allianz die bekannteste Versicherung, die DWS belegt bei den Fondgesellschaften Platz 1. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Versicherungsbereich allerdings Verschiebungen: Während die Allianz in der Wahrnehmung der Befragten in der redaktionellen Berichterstattung weiterhin vorne liegt, ist es bei der Wahrnehmung von Anzeigen in diesem Jahr die Ergo Versicherungsgruppe.

Für die aktuelle HBS Medien- und Markenstudie wurden von September bis November 930 Akteure der Finanzbranche zu ihrer Mediennutzung und Markenwahrnehmung befragt. Zu der Gruppe der Befragten zählten neben institutionellen Investoren - wie beispielsweise Stiftungen, Family Offices, Pensionskassen und Versicherungen - auch Dachfondsmanager, unabhängige Finanzberater und Bankberater. Die Studie wird seit 2002 jährlich durchgeführt und liefert eine wertvolle Planungshilfe für PR- und Marketingverantwortliche der Fonds- und Versicherungsbranche. Begleitet und durchgeführt wurde die Studie in diesem Jahr erstmals von SMF Schleus Marktforschung. Bislang hatte HBS International die Befragung in Eigenregie durchgeführt.

 


Veröffentlicht am: 22.11.2011

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