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Samstag, 20. Oktober 2018
   
 

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Classic Cars – Milliarden-Markt im Wandel

Der Markt für Classic Cars wandelt sich

Die vom Automobilclub von Deutschland (AvD) unterstützte Studie „Classic Cars – Milliarden-Markt im Wandel“ der Unternehmensberatung BBE Automotive hat den Markt für Youngtimer und Oldtimer untersucht.

Am 14. September präsentierten im Rahmen der Automechanika Frankfurt am Main BBE und deren Studienpartner Verband der Automobilindustrie (VDA), Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) die Ergebnisse. Neben dem AvD erarbeiteten FSP/TÜV Rheinland, Bosch, Vredestein, Württembergische Versicherung, Classic Data, Oldtimermarkt und Santander in aktiver Mitarbeit die Erkenntnisse, welche mit dieser Studie gewonnen werden konnten.

2,2 Millionen Fahrzeuge zählen nach den Autoren der Erhebung zum Markt für echte Classic Cars. Damit sei ein Marktvolumen von etwa 10 Milliarden Euro verbunden, welches sich auf Oldtimer ab 30 Jahren und die in der Freizeit genutzten Youngtimer ab 20 Jahren verteilt. Zwei gegenläufige Bewegungen erwarten die Autoren: Preiswertere Fahrzeuge werden die Zahl der Classic Cars in diesem Markt wachsen lassen. Jüngere Besitzer geben nach den Erhebungen aber weniger Geld für Oldtimer aus, dadurch stagniere das Marktvolumen der dafür ausgegebenen Gelder. Mit Verweis auf die IfD-Allensbach Oldtimer-Studie macht sich BBE aber wenig Sorge um den Nachwuchs: 15 Millionen Menschen in Deutschland interessierten sich nach Allensbach für Oldtimer.

Der Käfer rollt und rollt

Bei der Untersuchung, welche Typen besonders nachgefragt sind, bleibt der VW Käfer mit mehr als 50.000 Fahrzeugen das volumenstärkste Oldtimermodell, gefolgt vom Mercedes-Benz W 123. Die „Nachrücker“ in das Segment der über 30-jährigen sind Modelle, die mit hohen Stückzahlen aufwarten: VW Golf, 3er BMW und Mercedes-Benz E-Klasse (W 124).

Die deutschen Hersteller dominieren mit 70 Prozent den Markt für Oldtimer ab 30 Jahre. Mit weitem Abstand folgen die italienischen Marken mit einem Anteil von 7 Prozent, dahinter Fahrzeuge mit Logos britischer und US-amerikanischer Hersteller mit 6 Prozent sowie die französischen Autobauer und deren Modelle mit einem Anteil von 5 Prozent.

Neue Zielgruppen


BBE geht davon aus, dass sich die Oldtimer-Branche auf neue Zielgruppen einstellen muss. In Zukunft stünden nicht nur die teuren Premiummodelle im Focus. Volumenmodelle der 1980er und 1990er Jahre weckten ein hohes Interesse. Die emotionalen Gründe des Kauf sind danach die gleichen wie bei teuren Oldtimern: Spaß am Fahren, Erinnerung an alte Zeiten. Die Ausgabebereitschaft beim Erwerb dieser Klassiker ist aber begrenzt.

Die Zuwächse in den Oldtimer-Markt der über 30-Jahre alten Fahrzeuge ergeben sich, laut Studienautoren, in den nächsten Jahren vor allem aus den Bereichen Cabrios, Coupés und Sportwagen. Eine wachsende Fangemeinde hätten aber auch ehemalige DDR- und osteuropäische Marken. Daraus sei ein jährlicher Zuwachs von etwa 70.000 Fahrzeugen zu erwarten.

Erste Anzeichen einer Abkühlung der Verkaufspreise seien für Oldtimer der Premiummarken zu sehen. Vor allem Angebotspreise für Fahrzeuge wie Mercedes SL oder Porsche 911er gerieten unter Druck. Gegenläufiges bei historischen Volumenmodellen wie dem VW Käfer: Für solche seien Preissteigerungen zu beobachten.

Regionale Oldtimer-Hochburgen

BBE hat auch die regionale Verteilung der Young- und Oldtimer detailliert untersucht. Die Hochburgen liegen danach eindeutig in kaufkraftstarken Regionen. Als „deutsche Oldtimer-Hauptstadt“ wurde mit fast 20.000 angemeldeten Oldtimern München herausgestellt. Hier liegt der Anteil am Gesamt-Pkw-Bestand bei 2,7 Prozent gegenüber 1,5 Prozent bundesweit. „Youngtimer“ seien hingegen überdurchschnittlich in ländlichen Regionen vorzufinden.

AvD Vizepräsident für „Klassik“ Franz Graf zu Ortenburg: „Der AvD setzt sich dafür ein, dass auch künftige Young- und Oldtimer auf der Straße und im Alltagsverkehr genutzt werden können. Das in der Studie festgehaltene wachsende Interesse jüngerer Generationen an preiswerten und leicht verfügbaren Fahrzeugen ist erfreulich und sollte breit unterstützt werden. Dazu gehört auch eine eindeutige und leicht nachvollziehbare Definition dessen, was unter dem Begriff „Klassiker“ bzw. „Oldtimer“ als schützenswertes Kulturgut zusammengefasst wird, die auch „Youngtimer“ und deren Rolle für den Klassik-Markt berücksichtigt.“

Foto: Gruppe C / AvD

 


Veröffentlicht am: 15.09.2018

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