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Dienstag, 11. Dezember 2018
   
 

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China im Zeichen des Drachen

Mit dem Chinesischen Neujahrsfest werden vor allem Löwentanz und Feuerwerk assoziiert, doch das Ereignis hat noch weitaus mehr zu bieten als diese zwei Publikumshits.

Der chinesische Kalender vereint sowohl Elemente des Mond- als auch des Sonnenkalenders und jeder Monat folgt dem Lauf des Mondes. Chinesisch Neujahr fällt stets zwischen den 21. Januar und den 21. Februar und überschneidet sich mit dem Neumond, der kurz vor dem Frühlingsanfang der nördlichen Hemisphäre stattfindet.

Im Jahr 2012 fällt das Chinesische Neujahr auf den 23. Januar. Chinesen überall auf der Welt werden dann das Jahr des Drachen begrüßen. Das fünfte chinesische Tierkreiszeichen, der Drache, steht für Macht, Erfolg und Glück – kein schlechter Ausblick für das kommende Jahr.

Im Reich der Mitte enden die Festlichkeiten nicht am Neujahrstag, sondern dauern 15 Tage lange an und klingen mit dem Laternenfest aus. Während dieser zwei Wochen pflegen Chinesen weltweit eine Reihe von Bräuchen – einige davon unterscheiden sich von Provinz zu Provinz und sogar von Stadt zu Stadt, und andere gibt es überall:

Frühjahrsputz

Diese Aufgabe erledigen chinesische Familien lange vor Beginn der Neujahrsfestlichkeiten. In den Wochen vor dem Ereignis werden die Häuser von oben bis unten geputzt. Traditionell werden hierzu Bambusblätter verwendet, da man glaubt, dass dadurch böse Geister vertrieben werden. Am Neujahrestag selbst ruhen die Besen, damit das Glück nicht aus dem Haus gefegt wird. Anschließend wird es Zeit für die festliche Dekoration: Kumquatpflanzen und rote Papiersegen (Poster mit glücksverheißenden Sprüchen) sind allerorts zu finden.

Familienbesuche

Der Ankunft des Chinesischen Neujahrs geht für gewöhnlich eine der größten Völkerwanderungen der Welt voraus. Millionen von Stadtbewohnern kehren in die Provinzen heim, um bei ihren Angehörigen zu sein. (Viel Glück, falls Sie versuchen sollten, während dieser Zeit irgendwo ein Flug-, Zug- oder Busticket zu ergattern.) Wer es endlich nach Hause geschafft hat, verbringt die Feiertage mit Besuchen bei Verwandten und engen Freunden.

Verehrung der Ahnen

In der Zeit um Neujahr dreht sich nicht nur alles um die anwesenden Freunde und die Familie – auch den Verstorbenen wird gedacht. Bevor sich die Familienmitglieder zu einem gemeinsamen Abendessen an den Tisch setzen, ist es Sitte, Speisen, Früchte, Tee und Blumen den Geistern der Ahnen zu offerieren.

Geschenke

Wenn man über Chinesisch Neujahr Familie und Freunde besucht, kommt man nicht mit leeren Händen. Verschenkt werden kleine Präsente (Früchte oder Süßigkeiten) sowie „glücksbringendes Geld“, das in kleinen roten Umschlägen übergeben wird. Eltern verteilen dieses Geld an ihre unverheirateten Kinder und im weiteren Familienkreis sowie an unverheiratete Freunde. Außerdem ist es Tradition, dass man jüngeren oder weniger wohlhabenden Menschen „rote Umschläge“ überreicht.

Festessen

Was wäre eine Familienzusammenkunft ohne ein opulentes Mahl (oder viele Mahlzeiten)? Am Neujahrsabend ist das Schlemmen eine ausufernde Angelegenheit. Man versammelt sich im Haus des ältesten Familienmitgliedes zu einem Abendessen bestehend aus verschiedenen Delikatessen, wie unter anderem Fisch, Mandarinen, Melonenkernen, Tarokuchen und ungeschnittenen Nudeln, die Langlebigkeit und ein langes Leben repräsentieren.

Neue Kleider

Für das neue Jahr werden neue Kleider benötigt und je röter sie sind, desto besser, denn diese Farbe soll böse Geister abwehren.

Chinesische Neujahrstraditionen im ganzen Land

Shanghai

Niangao (eine Art schwerer Reiskuchen) sind eine weitere beliebte Speise an Chinesisch Neujahr. Sie werden im ganzen Land gegessen, aber die Shanghaier bereiten ihre ein bisschen anders zu. Die Ningbo Niangao werden aus japanischem Rundkornreis zubereitet und in den Restaurants der Stadt in Suppen serviert sowie mit Wollhandkrabben oder Schweinefleisch und Kohl gebraten. Süße Niangao mit Osmanthus-Blüten sind in Shanghai ebenfalls beliebt.
Das Kerry Hotel, Pudong ist das neueste Shangri-La Objekt in Shanghai, und Ed Brea ist der Hoteldirektor. Sein Tipp zum Kauf von Niangao: „Es gibt viele Orte in Shanghai, wo man diese Leckerei kaufen kann. In den Restaurants des Kerry Hotel gibt es auch Niangao und hier werden die Köstlichkeiten verpackt in hübschen Schachteln zum Mitnehmen angeboten.“

Peking

Tempelfeste finden natürlich nicht nur in Peking statt, aber in der chinesischen Hauptstadt sind sie am größten und wahrscheinlich auch am lautesten. Die festlichen Veranstaltungen werden in den größten Parks und Tempeln der Stadt ausgerichtet und bieten alles von Gesang- und Tanzvorführungen über Märkte, Rummelplatzspiele und Karussells zu unzähligen Imbissständen. Sie sind bunt, laut und machen viel Spaß.
Adrian Rudin, Hoteldirektor des China World Summit Wing, Peking: „Es gibt viele Möglichkeiten, in Peking Tempelfeste mitzuerleben – ich empfehle die Veranstaltung im Ditan Park; sie ist eine der größten und populärsten ebenso wie das Changdian Tempelfest im Taoranting Park.“

Fuzhou

Neben Obst und Süßigkeiten verschenkt man in Fuzhou an Chinesisch Neujahr auch Yan Pi – ein Leckerbissen aus Fleischpaste. Sie kann in Streifen geschnitten gegessen werden, in Wasser für eine herzhafte Suppe gekocht werden, mit Gemüse gebraten oder mit Muscheln und anderen Meeresfrüchten gemischt werden. Die Einheimischen von Fuzhou essen am ersten Tag des neuen Jahres außerdem eine spezielle Art dünner Nudeln, die in einer Hühnersuppe mit zwei Enteneiern gekocht werden. Auf diese Weise wird um Frieden und Gesundheit für das kommende Jahr gebeten.
In Fuzhou, in Chinas südlicher Provinz Fujian, ist Jens Corder Hoteldirektor des Shangri-La Hotels: „Den größten Teil des Jahres spezialisiert sich das Summer Palace Restaurant im Shangri-La Hotel auf kantonesische Delikatessen. Aber mit Beginn des Neujahrsfestes serviert der Gastro-Tempel festliche Speisen aus dem ganzen Land mit Schwerpunkt auf lokale Spezialitäten.“

Guilin

Der größte Teil Chinas begrüßt das neue Jahr mit Löwentänzen, doch die Tänze in Guilin sind ganz besonders lebendig. Der „Löwe“ marschiert die Hauptstraße der Stadt entlang und besucht Hotels, Restaurants und Geschäfte, um ihnen Glück zu bringen. Es gibt Kung-Fu-Vorführungen und Feuerwerke; Zimbeln und Trommeln erklingen ... was will man mehr?
Der Hoteldirektor des Shangri-La Hotels, Guilin, Sigi Bierbaumer, verbringt den Neujahrsabend am liebsten bei einem traditionellen Festmahl mit Freunden und Familie: „Zu den lokalen Neujahrsspezialitäten in Guilin gehören gekochte Hühnersuppe und süße Klößchen. Viele Menschen essen daheim, aber das Restaurant des Shangri-La, der Shang Palace, richtet ein besonderes Bankett mit den beliebtesten regionalen und nationalen Speisen an.“

Huhhot

Hohhot, die Hauptstadt der Inneren Mongolei, ist nicht einmal eine Flugstunde von der chinesischen Hauptstadt entfernt und ihre Tempelfeste sind ähnlich aufwendig wie die in Peking.
Victor Ng ist Hoteldirektor des Shangri-La Hotels, Hohhot, und obwohl es im Winter sehr kalt wird, liebt er die Stadt vor allem zu dieser Jahreszeit: „Ich besuche für mein Leben gern den Dazhao Tempelplatz, um dem Tempelfest zum neuen Jahr beizuwohnen. Neben den üblichen Veranstaltungen gibt es auf diesem Fest auch Aufführungen der lokalen Minderheiten. Definitiv ein Highlight des Festes.“

Suzhou

Die Einheimischen von Suzhou mögen es laut, wenn sie das neue Jahr einläuten. Am Abend werden nahezu an jedem zentralen Platz und an jeder Straßenecke riesige Glocken aufgehängt; während das neue Jahr näher rückt, läuten Menschen abwechselnd die Glocken, um das Unglück zu vertreiben. Thomas Gou ist der Hoteldirektor des Shangri-La Hotels, Suzhou, und hatte bereits das Vergnügen, an einer Reihe von Neujahrsfesten die Glocken in Suzhou zu läuten: „Wenn es auf den Straßen Suzhous während der Neujahrsfeierlichkeiten lebhaft hergeht, reise ich nun gerne in die Berge außerhalb der Stadt, um die Glocken zu hören. Einer meiner Lieblingsplätze ist der Hanshan Tempel – einen abendlichen Besuch hier wird man nie vergessen.“

Harbin

Die Feierlichkeiten zu Chinesisch Neujahr in der nördlichen Stadt Harbin sind die coolsten im Land – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Ereignis überschneidet sich mit Harbins berühmtem internationalen Eisund Schneeskulpturenfestival, welches am 5. Januar beginnt und endet wenn der Schnee schmilzt. Einheimische und Besucher können sich an einem Feuerwerk über Sehenswürdigkeiten wie der Chinesischen Mauer, dem Eiffelturm und dem Taj Mahal erfreuen – den gefrorenen Versionen, natürlich!
Der Hoteldirektor des Shangri-La Hotels, Harbin, Jeffrey Chen, genießt die Atmosphäre in Harbin zu Chinesisch Neujahr: „Sofern Sie nicht gerade die Eisskulpturen besichtigen, sollten Sie sich zu Chinesisch Neujahr in Harbin nicht zu weit nach draußen wagen – es ist eiskalt! Bleiben Sie lieber drinnen und genießen Sie Klößchen – die sind ganz besonders gut in Harbin und wärmen wunderbar.“

Quelle: Shangri-La Hotels and Resorts

 


Veröffentlicht am: 23.01.2012

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