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Sonntag, 20. August 2017
   
 

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Börsen-Unwort des Jahres: Euro-Rettungsschirm

Der Begriff "Euro-Rettungsschirm" wurde mit großer Mehrheit zum Börsen-Unwort 2010 gewählt. Geschaffen Anfang des Jahres 2010 steht der "Euro-Rettungsschirm" bereit Staaten in finanzieller Not zu helfen. Märkte, Investoren, Bevölkerung sollen beruhigt und Spekulanten abgeschreckt werden. Spätestens seit der Rettungsaktion für Irland Ende November 2010 ist der Euro-Rettungsschirm in aller Munde. Leider steht zu befürchten, dass dieser Rettungsschirm noch eine ganze Weile benötigt wird und das dicke Ende erst noch kommt.

Rettungsschirm scheint dabei als Begriff in doppeltem Sinne ungeeignet zu sein.

Zunächst bezeichnet Rettung die Beendigung einer Notlage oder das Entkommen aus einer gefährlichen Situation. Ist die Rettung erfolgt, geht das Leben glücklich weiter wie zuvor. Davon kann beim Euro-Rettungsschirm keine Rede sein. Die Hilfestellung ist zeitlich begrenzt und muss vom Empfänger zurückgezahlt werden, wobei teilweise unklar ist, ob und wie dies gelingen kann. Ohne Rückzahlung würde es sich schon eher um eine Rettung handeln, da dann die Verpflichtungen des Geretteten tatsächlich erledigt wären.

Außerdem ist nicht klar, um welche Art Schirm es sich handeln soll. Ist es eine Art Regenschirm, so ist die Kombination mit Rettung zumindest ungewöhnlich. Regen kommt meist in Schauern oder seltener als andauernder Wasserfall von oben. Der Regen hört früher oder später auf und die Sonne scheint wieder. Beim Euro-Rettungsschirm bleiben die Schulden übrig. Oder handelt es sich um einen Rettungsschirm für Fallschirmspringer? Unter diesen kann man nicht einmal schlüpfen, denn im Fall der Fälle hängt man daran. Definitorisch eng ist er sogar gar kein Notschirm, da die Nichtöffnung des normalen Schirmes nur als Störung und nicht als Notfall bewertet wird. Auch das passt in keiner Weise auf die vertrackte Situation der Euro-Rettungsschirmnutzer.

Einfacher und näher an der Sache wäre es, den "Euro-Rettungsschirm" als Notkreditlinie auf Zeit für bis über die Ohren verschuldete Staaten zu bezeichnen.

Das "Börsen-Unwort des Jahres" wird von der Börse Düsseldorf in Anlehnung an die sprachkritische Aktion des Frankfurter Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser ermittelt. Zum "Unwort des Jahres" wählte dessen Jury in diesem Jahr die Formulierung "Alternativlos".

Bisherige Börsen-Unwörter:
• 2009: "Bad Bank"
• 2008: "Leerverkauf"
• 2007: "Subprime"
• 2006: "Börsen-Guru"
• 2005: "Heuschrecken"
• 2004: "Seitwärtsbewegung"
• 2003: "Bester Preis"
• 2002: "Enronitis"
• 2001: "Gewinnwarnung"

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Veröffentlicht am: 18.01.2011

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